Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Demografischer Wandel und Standortrisiko für 264 europäische Regionen

20.05.2008
Online-Tool "Demographic Risk Map" vergleicht Demografischen Wandel und Standortrisiko für 264 europäische Regionen

Eine aktuelle Studie des Forschungsbereichs "Alternde Arbeitskräfte" des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels geht der Frage nach, wie sich der Demografische Wandel auf regionale Standortfaktoren in Europa auswirkt.

Kompakte Informationen über die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf ausgewählte Standortfaktoren für 264 Regionen der Europäischen Union sind nun erstmals unter www.demographic-risk-map.eu verfügbar.

Die Untersuchung zeigt, dass der Demografische Wandel regional unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Während ganz Europa altert, wird ein Rückgang der Bevölkerung bis 2030 für weniger als die Hälfte der Regionen erwartet. Der im Rahmen der Studie entwickelte "Regional Demographic Chance Index" fasst die Alterung und Schrumpfung zusammen und erlaubt einen direkten Vergleich des Demografischen Wandels zwischen den Regionen und verschiedenen Zeitpunkten.

... mehr zu:
»Demografie

Das Rostocker Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr. Thusnelda Tivig betont, dass sich für Unternehmen Risiken und Chancen der demografischen Entwicklung erst im Zusammenspiel mit Standortfaktoren ergeben ("Demographic Location Risk"). So wird beispielsweise das zukünftige Arbeitskräfteangebot einer Region durch die Entwicklung der Bevölkerung im Erwerbsalter (20-64 Jahre) sowie deren Arbeitsmarktpartizipation beeinflusst. Diese Bevölkerungsgruppe wird bis 2030 zwar nur leicht altern, jedoch deutlich schrumpfen - in manchen Regionen auf weniger als die Hälfte des heutigen Niveaus. Außer für den Standortfaktor Arbeitsangebot bietet die Studie eine Risikoabschätzung für drei weitere demografiesensible Bereiche: Humankapital, Arbeitsproduktivität sowie Forschung und Entwicklung.

Eine Zusammenfassung der Kernergebnisse der Studie sowie Index- und Risikowerte sind unter http://www.demographic-risk-map.eu abrufbar. Das Online-Tool wurde im Mai 2008 unter der Schirmherrschaft von Vladimír Špidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit auf einer Konferenz in Brüssel offiziell vorgestellt. Die Ergebnisse basieren auf einem gemeinsamen Studienprojekt des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels und econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V, im Auftrag der Unternehmen BASF, Evonik und SAP.

Kontakt:
Prof. Dr. Thusnelda Tivig
Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels
Leiterin Forschungsbereich Alternde Arbeitskräfte
Konrad-Zuse-Str. 1
18057 Rostock
Email: tivig@rostockerzentrum.de

Dr. Insa Cassens | idw
Weitere Informationen:
http://www.rostockerzentrum.de
http://www.econsense.
http://www.demographic-risk-map.eu

Weitere Berichte zu: Demografie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie „Digital Gender Gap“
06.01.2020 | Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.

nachricht Studie zeigt, wie Immunzellen Krankheitserreger einfangen
03.01.2020 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Im Focus: Integrierte Mikrochips für elektronische Haut

Forscher aus Dresden und Osaka präsentieren das erste vollintegrierte Bauelement aus Magnetsensoren und organischer Elektronik und schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von elektronischer Haut.

Die menschliche Haut ist faszinierend und hat viele Funktionen. Eine davon ist der Tastsinn, bei dem vielfältige Informationen aus der Umgebung verarbeitet...

Im Focus: Dresdner Forscher entdecken Mechanismus bei aggressivem Krebs

Enzym blockiert Wächterfunktion gegen unkontrollierte Zellteilung

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben gemeinsam mit einem...

Im Focus: Integrate Micro Chips for electronic Skin

Researchers from Dresden and Osaka present the first fully integrated flexible electronics made of magnetic sensors and organic circuits which opens the path towards the development of electronic skin.

Human skin is a fascinating and multifunctional organ with unique properties originating from its flexible and compliant nature. It allows for interfacing with...

Im Focus: Dresden researchers discover resistance mechanism in aggressive cancer

Protease blocks guardian function against uncontrolled cell division

Researchers of the Carl Gustav Carus University Hospital Dresden at the National Center for Tumor Diseases Dresden (NCT/UCC), together with an international...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Minutiöse Einblicke in das zelluläre Geschehen

24.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

24.01.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics