Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GKSS-Forschungszentrum Geesthacht veröffentlicht Forsa-Studie: Hamburgs Bürger empfinden Klimawandel als große Bedrohung

13.05.2008
Der Klimawandel ist eine große bis sehr große Bedrohung für die Stadt, meinen 61 Prozent aller Hamburger Bürgerinnen und Bürger und nennen fast ausschließlich (83 Prozent) Sturmfluten und Überschwemmungen als mögliche klimarelevante Naturkatastrophen.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH) im Auftrag des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. Insgesamt wurden 500 Hamburger zwischen März und April 2008 befragt.

Klimawandel präsent

44 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Folgen des Klimawandels für Hamburg bereits heute deutlich wahrnehmen. "Die Umfrage macht deutlich, dass der Klimawandel in den Köpfen der Hamburger präsent ist. Das Risikobewusstsein für Naturkatastrophen ist hoch", so Prof. Dr. Beate Ratter, Leiterin der neuen Abteilung "Sozioökonomie im Küstenraum" am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht. Die Ausbildung oder das Geschlecht machen bei der Risikowahrnehmung der Hamburger kaum einen Unterschied.

... mehr zu:
»Klimawandel »Sturmflut

Unterschied zwischen Alt und Jung

Signifikante Unterschiede zeigen sich tatsächlich beim Alter: Jugendliche und die Befragten bis 45 Jahre sehen sich besonders von einer Naturkatastrophe bedroht.

Erstaunlicherweise fühlt sich die Generation, die die große Sturmflut 1962 eventuell selbst erlebte, deutlich weniger beängstigt", sagt Beate Ratter. So fürchten 69 Prozent der über 60 jährigen Hamburger keine Naturkatastrophen, obwohl 72 Prozent von Ihnen zuvor angaben, den Klimawandel bereits heute zu spüren oder in spätestens 10 Jahren deutliche Folgen erwarten. "Nach mir die Sintflut, könnte man da meinen", so Beate Ratter und sieht gerade auch für diese Gruppe Nachholbedarf bei der Aufklärungsarbeit zu den möglichen Folgen des Klimawandels in der Stadt.

"Das Risikobewusstsein ist das A und O im Katastrophenmanagement. Wenn es in den Köpfen der Hamburger keinen Platz für präventives Handeln und den Schutz im Katastrophenfall gibt, greifen alle anderen Bemühungen kaum", erläutert Beate Ratter. Denn sollte Hamburg eine schwere Sturmflut treffen, ist es gerade für die älteren Mitbürger wichtig, angemessen vorbereitet zu sein, um sich bei einer Katastrophe schützen zu können.

Klimabericht für Hamburg

Unabhängig von der jetzt erschienenen Forsa-Studie erarbeiten Küstenforscher aus Geesthacht bereits seit einem halben Jahr gemeinsam mit Instituten der Universität Hamburg am KlimaCampus Hamburg im Rahmen der Exzellenzinitiative (CLISAP) einen Klimabericht für die Metropolregion Hamburg. Dieser Report fasst den derzeitigen Wissenstand zum Klimawandel in der Region zusammen; erste Ergebnisse werden Ende 2009 erwartet.

Hinweise für die Redaktionen:

Die FORSA-Studie und weitere Informationen erhalten Sie von:

Prof. Dr. Beate M.W. Ratter
Abteilung: Sozi-Ökonomie des Küstenraums
Institut für Küstenforschung
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht
Tel.: +49(0)40-42838-5225
Fax.: +49(0)40-42838-4981
Mail: ratter@geowiss.uni-hamburg.de
Zur Person:
Prof. Dr. Beate M.W. Ratter ist Professorin für Geographie an der Universität Hamburg und seit Oktober 2007 Leiterin der Abteilung "Sozi-Ökonomie des Küstenraums" im Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht.
Dr. Torsten Fischer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht
Max-Planck-Straße 1
21052 Geesthacht
Tel.: +49 (0) 41 52 / 87 - 1677
Mail: torsten.fischer@gkss.de
www.gkss.de
Die GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH mit den Standorten Geesthacht in Schleswig-Holstein und Teltow bei Berlin in Brandenburg ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich unter dem Motto "wissen schafft nutzen" in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Industrie für Wissenschaft und Entwicklung in den Bereichen Küstenforschung, Funktionale Werkstoffsysteme, Regenerative Medizin sowie der Strukturforschung mit Neutronen und Photonen.

Dr. Torsten Fischer |
Weitere Informationen:
http://www.gkss.de/

Weitere Berichte zu: Klimawandel Sturmflut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Blinddarmentzündungen bei Kindern: Ultraschall als erstes Mittel zur exakten Diagnose
28.11.2019 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

nachricht Biologen der TU Dresden untersuchen Spermienqualität anhand ihres Stoffwechsels
28.11.2019 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Was Vogelgrippe in menschlichen Zellen behindert

10.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Schäden im Leichtbau erkennen durch Ultraschallsensoren

10.12.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics