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Teenager: Komasaufen schädigt Gedächtnis dauerhaft

04.04.2008
Trinken zieht präfrontalen Kortex oder Hippokampus in Mitleidenschaft

Teenager, die trinken bis zum Umfallen, können noch Tage später geistesabwesend und vergesslich sein. Wissenschaftler der Northumbria University und der Keele University haben 26 Komatrinker mit 34 Nichttrinkern bei Gedächtnistests verglichen. Es zeigte sich, dass die trinkenden Jugendlichen deutlich schlechter abschnitten. Die Forscher betonten auf einer Konferenz der British Psychological Society, dass in der Entwicklung befindliche Gehirne durch derartige Trinkgewohnheiten geschädigt werden können.

Es war bereits bekannt, dass Komatrinken die Erinnerung an vergangene Ereignisse beeinträchtigen kann. Für die aktuelle Studie wurden Studenten zwischen 17 und 19 Jahren untersucht. In diesem Alter ist die Entwicklung des Gehirns noch nicht abgeschlossen. Komasaufen wurde definiert, dass pro Anlass bei den männlichen Teilnehmern wenigstens acht Getränke konsumiert wurden. Bei den Teilnehmerinnen wurde der Grenzwert bei sechs Getränken festgelegt. Grundannahme war laut BBC, dass diese Menge an Alkohol mindestens ein bis zwei Mal pro Woche konsumiert wurde. Laut den Wissenschaftlern konsumierten die Teilnehmer bei zwei Anlässen durchschnittlich 30 Getränke.

Die Tests wurden drei oder vier Tage nach den Saufgelagen durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich kein Alkohol mehr im Körper. Gefragt wurde, wie oft sie Dinge vergaßen, die sie eigentlich machen hatten wollen, wie zum Beispiel sich mit Freunden zu treffen. Ihnen wurde ein Video eines Einkaufstrips gezeigt. Zuvor hatten sie einige Minuten Zeit um sich einige Aufgaben wie einem Freund in einem bestimmten Geschäft ein SMS zu schicken oder ihren Kontostand zu überprüfen nachdem sie eine Person auf einer Bank sitzen sahen. Der leitende Wissenschaftler Thomas Heffernan betonte, dass es kaum Unterschiede bei diesen Aufgaben gab.

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Beim Video merkten sich die trinkenden Jugendlichen allerdings deutlich weniger. "Sie erinnerten sich an bis zu einem Drittel weniger Artikel." Laut Heffernan ist es denkbar, dass der präfrontale Kortex oder der Hippokampus in Mitleidenschaft gezogen seien. Es gäbe Hinweise darauf, dass übermäßiger Alkoholkonsum Teile des Gehirnes schädigte, die das Alltagsgedächtnis unterstützen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.northumbria.ac.uk
http://www.keele.ac.uk
http://www.bps.org.uk

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