Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbraucherpreise Februar 2010: + 0,6% gegenüber Februar 2009

10.03.2010
Gegensätzliche Preisentwicklungen bei Energieprodukten

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Februar 2010 gegenüber Februar 2009 um 0,6% gestiegen. Im Januar 2010 hatte die Inflationsrate noch bei 0,8% gelegen. Der Preisauftrieb hat sich damit im Februar wieder abgeschwächt. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2010 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,4%. Damit wurde die vorläufige Schätzung für Februar 2010 gegenüber dem Vorjahr von + 0,4% auf + 0,6% nach oben korrigiert (im Vormonatsvergleich von + 0,2% auf + 0,4%).

Die Preise für Energie insgesamt blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil (+ 0,1%). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen allerdings die Preise für Mineralölprodukte deutlich (+ 11,1%; davon leichtes Heizöl: + 13,8%; Kraftstoffe: + 10,5%), auch Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist (+ 3,4%). Gleichzeitig gingen jedoch die Preise für Gas (− 19,6%) sowie für Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme (− 12,9%) deutlich zurück. Insgesamt gleichen sich die gegensätzlichen Preisentwicklungen der Energieprodukte gegenüber dem Vorjahr fast aus: Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Teuerungsrate im Februar ebenfalls bei 0,6% gelegen.

Im Februar 2010 lagen die Nahrungsmittelpreise insgesamt trotz der seit November 2009 wieder steigenden Preise um 1,1% unter dem Vorjahresniveau. Günstiger waren vor allem Gemüse (− 4,0%; darunter Gurken: − 30,0%; Kartoffeln: − 14,2%) und Molkereiprodukte (− 3,3%; darunter Schnittkäse: − 7,4%; Hartkäse: − 6,9%; H-Milch: − 3,8%). Preisanstiege wurden dagegen vor allem bei Fisch und Fischwaren (+ 4,4%; darunter frisches Fischfilet sowie frischer Fisch im Anschnitt: jeweils + 5,5%; Räucherfisch: + 4,9%) sowie bei Speisefetten und -ölen (+ 3,5%; darunter Butter: + 13,9%) festgestellt. Erwähnenswert ist auch der erhebliche Preisrückgang bei Zucker (− 12,2% im Februar 2010 gegenüber Februar 2009), der bereits seit November 2009 im zweistelligen Bereich lag.

Die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter blieb im Februar 2010 aus Sicht der Konsumenten weiterhin günstig (− 0,5% gegenüber Februar 2009). Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich die Preise für einige Erzeugnisse der Unterhaltungselektronik (zum Beispiel Fernsehgeräte: − 22,7%), für Informationsverarbeitungsgeräte (Personalcomputer: − 14,5%; Notebook: − 12,2%) sowie für Foto- und Filmausrüstungen (Digitale Kameras: − 9,2%).

Nennenswerte Preisanstiege binnen Jahresfrist gab es dagegen bei Tabakwaren (+ 5,4%) sowie bei Zeitungen und Zeitschriften (+ 3,9%).

Insgesamt erhöhten sich im Vorjahresvergleich die Preise für Waren um + 0,3%. Die Preise für Dienstleistungen stiegen mit + 0,8% deutlich stärker (darunter Nettokaltmieten: + 1,0%).

Veränderung im Februar 2010 gegenüber dem Vormonat Januar 2010
Im Vergleich zum Januar 2010 hat sich der Verbraucherpreisindex um 0,4% erhöht. Bei den saisonabhängigen Dienstleistungen wurden vor allem Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+ 10,1%) beobachtet. Bei den saisonabhängigen Waren erhöhten sich im Februar 2010 unter anderem die Preise für Gemüse (+ 5,8%; darunter Kopf- und Eisbergsalat: + 25,4%; Paprika: + 13,0%) sowie für Bekleidung und Schuhe (+ 2,4%; davon Bekleidung: + 2,8%; Schuhe: + 0,6%) gegenüber dem Vormonat.

Bei Energie war im Februar 2010 gegenüber Januar 2010 ein Preisrückgang (− 0,8%) zu beobachten. Im Monatsvergleich verbilligten sich vor allem die Preise für Mineralölprodukte (− 1,9%; davon leichtes Heizöl: − 2,1% und Kraftstoffe: − 1,8%). Das Auf und Ab der Preisentwicklung der letzten Monate setzte sich damit fort.

Nahrungsmittelpreise stiegen im Februar 2010 gegenüber Januar 2010 nur leicht an (+ 0,3%). Dem Preisanstieg bei Gemüse standen Preisrückgänge vor allem bei Speisefetten und -ölen (− 4,4%; darunter Butter: − 9,6%) sowie bei Obst (− 3,8%; darunter Weintrauben: − 17,8%) gegenüber.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Februar 2010 um 0,5% höher als im Februar 2009. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2010 stieg der Index um 0,4%. Die Schätzung für den HVPI vom 26. Februar 2010 wurde damit nach oben korrigiert (Februar 2010 gegenüber dem Vorjahr: + 0,3%, gegenüber Januar 2010: + 0,2%).

Weitere Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes kostenlos erhältlich ist. Detailliertere Informationen und lange Zeitreihen zur Verbraucherpreisstatistik können auch in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen Verbraucherpreisindex (61111-0004) und (61111-0006) abgerufen werden.

Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: +49 611 75 4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

| Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics