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Pro­du­zieren­des Ge­wer­be er­wirt­schaf­tete 2011 mehr als ein Vier­tel der Wirt­schafts­leis­tung

02.11.2012
Im Jahr 2011 erwirtschaftete das Produzierende Gewerbe (ohne Bau­gewerbe) 26,2 % der Bruttowertschöpfung der deutschen Wirtschaft.

Insbesondere getragen von der lebhaften Auslandsnachfrage und der Nachfrage nach Investitions­gütern stieg der Anteil des Produzierenden Gewerbes gegenüber den Jahren 2009 (23,3 %) und 2010 (25,3 %) an. Er lag im Jahr 2011 auch über dem Mittelwert für die Jahre 2000 bis 2010 (25,1 %).

Das Produzierende Gewerbe umfasst die Wirtschaftsbereiche Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung sowie Baugewerbe. Das Produzierende Gewerbe wird oft ohne das Baugewerbe betrachtet, da sich dieses häufig anders entwickelt als das übrige Produzierende Gewerbe.

Die Entwicklung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) hängt stärker vom Konjunkturverlauf ab als dies bei den Dienstleistungen der Fall ist. Im Rezessionsjahr 2009 fiel der Wertschöpfungsanteil des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) daher unter die 25-%-Schwelle.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ist in Deutschland traditionell höher als in der gesamten Europäischen Union (EU-27 im Jahr 2011: 19,5 %). In den anderen vier großen europäischen Volkswirtschaften streuten die entsprechenden Wertschöpfungsanteile stark. Nach Ergebnissen von Eurostat lag 2011 der Anteil in Frankreich bei 12,6 %, dem folgten das Vereinigte Königreich mit 16,5 % und Spanien mit 16,9 %. In Italien betrug der Bruttowertschöpfungsanteil des Produzierenden Gewerbes 18,6 %. In der EU-27 war der Wertschöpfungsanteil des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) im Jahr 2011 in Luxemburg mit 8,3 % am niedrigsten und in der Tschechischen Republik mit 30,2 % am höchsten.

Für weitere Fragen zur EU-Statistik steht Ihnen der EDS Europäischer Datenservice unter www.eds-destatis.de zur Verfügung.

Weitere Auskünfte gibt:
Andreas Kuhn,
Telefon: +49 611 75 4558,
www.destatis.de/kontakt

Andreas Kuhn | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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