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Juli 2012: Er­werbs­tätig­keit weiter­hin auf hohem Niveau

30.08.2012
Im Juli 2012 waren insgesamt 41,6 Millionen Personen mit einem Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Zahl der Erwerbstätigen um 464 000 Personen über dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Juli 2012 rund 2,41 Millionen Personen, das waren rund 137 000 weniger als im Juli 2011.
Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im Juli 2012 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2011 um 1,1 %. Damit war die Zuwachsrate etwas geringer als in den vorangegangenen Monaten: Von Januar bis Juni 2012 war sie kontinuierlich von 1,4 % auf 1,2 % zurückgegangen.

Gegenüber dem Vormonat Juni verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Juli 2012 im Zuge der Sommerpause um 22 000 Personen oder 0,1 %. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen, ergibt sich ein Zuwachs von 23 000 Personen (+ 0,1 %).

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung ging die Zahl der Erwerbslosen im Juli 2012 gegenüber Juli 2011 um 5,5 % zurück. Sie sank um 137 000 auf 2,41 Millionen Personen. Gegenüber dem Vormonat Juni 2012 stieg die Erwerbslosenzahl vor allem jahreszeitlich bedingt um 224 000 Personen oder 10 % an. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um 9 900 auf 2,30 Millionen (– 0,4 %). Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Juli 2012 unverändert bei 5,5 %.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse können unter: Erwerbslosigkeit beziehungsweise Erwerbstätigkeit abgerufen werden.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung stehen unter der Tabellennummer 13321-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-001 (Quartale, Jahre) und zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung unter 13231-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) zur Verfügung.

Methodische Hinweise:
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind vor allem auf die unterschiedlichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätigkeiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Zur monatlichen Berichterstattung zur Erwerbslosigkeit finden sich weitere methodische Hinweise auf den Fachbereichsseiten. Dort sind auch ergänzend die mit dem Berliner Verfahren (BV4.1) bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu finden.

Weitere Auskünfte geben:

für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Michael Braig,
Telefon: +49 611 75 2932
für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Thomas Körner,
Telefon: +49 611 75 4413

Michael Braig | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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