Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erzeugerpreise Januar 2010: - 3,4% gegenüber Januar 2009

19.02.2010
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2010 um 3,4% niedriger als im Januar 2009. Im Dezember 2009 hatte die Jahresveränderungsrate - 5,2% betragen. Gegenüber Dezember 2009 stieg der Index im Januar um 0,8%.

Den höchsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte auch im Januar 2010 die Preisentwicklung bei Energie. Drei Viertel der Veränderung des Gesamtindex gegenüber Januar 2009 sind darauf zurückzuführen. Die Preise für Energie lagen um 8,3% unter denen von Januar 2009 und stiegen gegenüber Dezember 2009 um 2,2%. Ohne Berücksichtigung von Energie gingen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich nur um 1,2% zurück, gegenüber Dezember 2009 stiegen sie um 0,1%.

Die Preise der drei Hauptenergieträger Erdgas, elektrischer Strom und Mineralölerzeugnisse wiesen im Vorjahresvergleich deutlich unterschiedliche Entwicklungen auf: Erdgas insgesamt kostete im Januar 2010 31,2% weniger als im Januar 2009 (+ 3,9% gegenüber Dezember 2009). Während Industriekunden im Vorjahresvergleich 28,7% weniger zahlten (+ 2,7% gegenüber Dezember 2009), war Erdgas für Haushalte um 20,8% billiger als im Januar 2009 (+ 0,3% gegenüber Dezember 2009).

Die Preise für elektrischen Strom lagen im Januar 2010 um 1,0% niedriger als vor einem Jahr (+ 0,7% gegenüber Dezember 2009). Dagegen waren Mineralölerzeugnisse im Januar 2010 um 17,6% teurer als ein Jahr zuvor (+ 4,3% gegenüber Dezember 2009). Bei den einzelnen Mineralölprodukten ergaben sich folgende Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr (beziehungsweise gegenüber Dezember 2009): Flüssiggas + 94,1% (+ 3,7%), schweres Heizöl + 55,3% (+ 6,9%), Motorenbenzin + 16,8% (+ 3,9%), leichtes Heizöl + 10,9% (+ 7,5%), Dieselkraftstoff + 7,3% (+ 4,3%).

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren gegenüber Januar 2009 um 2,3% billiger (+ 0,3% gegenüber Dezember 2009). Zu dem Rückgang gegenüber dem Vorjahr trugen in besonderem Maße die Preise für Metalle mit - 6,4% gegenüber Januar 2009 bei. Vor allem Walzstahl war mit - 24,2% deutlich billiger als im Januar 2009 (+ 1,2% gegenüber Dezember 2009). Stahlrohre und Rohrstücke aus Eisen oder Stahl kosteten 14,4% weniger als im Vorjahr (- 0,3% gegenüber Dezember 2009). Dagegen stiegen die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus im Vorjahresvergleich um 29,6% und lagen um 4,8% höher als im Dezember 2009. Chemische Grundstoffe waren nur noch um 1,2% günstiger als im Januar 2009 (+ 0,1% gegenüber Dezember 2009).

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Januar 2010 um 0,7% niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber Dezember 2009 blieben sie unverändert. Nahrungsmittel waren um 2,0% günstiger als im Vorjahr (- 0,1% gegenüber Dezember 2009). Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse kosteten 12,0% weniger als im Januar 2009 (- 2,0% gegenüber Dezember 2009) und Fleisch (ohne Geflügel) kostete 4,8% weniger (unverändert gegenüber Dezember 2009). Dagegen waren Butter und andere Fettstoffe aus Milch um 32,4% teurer als im Januar 2009 (- 0,9% gegenüber Dezember 2009). Milch kostete 0,7% mehr als im Januar 2009 (+ 1,3% gegenüber Dezember 2009). Die Preise für Arzneiwaren für den Apothekenmarkt lagen um 2,3% höher als im Vorjahr (+ 0,1% gegenüber Dezember 2009).

Detaillierte Informationen zur Statistik der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte bietet die Fachserie 17, Reihe 2, die im Publikationsservice von Destatis unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "gewerbliche Erzeugerpreise", kostenlos erhältlich ist. Die Daten können auch über die Genesis-Online-Datenbank (www.destatis.de/genesis) bezogen werden.

Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Gerda Gladis-Dörr,
Telefon: (0611) 75-2750,
E-Mail: erzeugerpreise@destatis.de

Gerda Gladis-Dörr | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics