Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Binnenschifffahrt 2009 um knapp 17% rückläufig

07.04.2010
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) musste die Binnenschifffahrt in Deutschland im Jahr 2009 beim Gütertransport einen Einbruch von 16,8% hinnehmen.

Die Beförderungsmenge verringerte sich gegenüber 2008 um 41,2 Millionen Tonnen auf 204,5 Millionen Tonnen. Im Jahresverlauf zeigte sich allerdings eine gewisse Erholung: So bewegte sich im November 2009 der Rückgang gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat nur noch im einstelligen Bereich (- 9,7%), im Dezember war sogar erstmals im Jahr 2009 wieder ein Zuwachs von knapp 5% zu verzeichnen.

In den Monaten zuvor lagen die Rückgänge dagegen zum Teil bei über einem Viertel. Zu beachten ist bei diesen Vergleichen allerdings, dass November und Dezember 2008 auch schon von der Wirtschaftskrise beeinträchtigt waren.

Im gesamten Jahr 2009 sind die rein innerdeutschen Gütertransporte per Binnenschiff mit - 9,5% nur unterdurchschnittlich zurückgegangen. Die beförderte Gütermenge verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Millionen Tonnen auf jetzt 52,1 Millionen Tonnen. Sowohl prozentual als auch absolut am stärksten eingebrochen ist der Empfang aus dem Ausland, der um über ein Fünftel nachgegeben hat und ein Minus von knapp 24 Millionen Tonnen aufweist.

Trotzdem blieb diese Verkehrsrelation mit großem Abstand auch weiterhin mengenmäßig die bedeutendste. Mit insgesamt fast 84 Millionen Tonnen erreichte sie einen Anteil von knapp 41% an allen Transporten der Binnenschifffahrt. 2008 waren es allerdings noch etwa 44%.

Die Betrachtung nach Güterarten zeigt kein einheitliches Bild: Die mit 43,4 Millionen Tonnen von der Menge her bedeutendste Güterabteilung - Steine und Erden - nahm 2009 gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Millionen Tonnen beziehungsweise etwas über 16% ab. Wesentlich besser gehalten hat sich die zweitwichtigste Güterabteilung - Mineralölerzeugnisse und Ähnliches -, die um knapp 3,2 Millionen Tonnen oder 8,8% geschrumpft ist. Die stärksten Einbrüche zeigten sich bei Erzen und Metallabfällen (- 30,8%) sowie bei Eisen und Nicht-Eisen-Metallen (- 38,2%). Zugenommen hat nur der Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Hier wurden immerhin 9,5% mehr befördert als noch 2008.

Der kombinierte Verkehr, der 2008 die Marke von zwei Millionen TEU
(=Twenty-Foot-Equivalent-Unit/Standardcontainer) übertroffen hatte, sank 2009 um 8% auf knapp 1,9 Millionen TEU. Damit hat sich die Beförderung von Containern nicht ganz so negativ entwickelt wie der Binnenschiffsverkehr insgesamt. Besonders zum Jahresende zeigte sich eine erhebliche Erholung in diesem Bereich: Im November 2009 stiegen die Containertransporte gegenüber November 2008 um circa 13%, im Dezember 2009 betrug der entsprechende Anstieg sogar über 32%. Die für Dezember 2009 geschätzten 165 000 TEU lagen wieder auf dem Niveau von Dezember 2007, als circa 164 000 TEU auf deutschen Binnenwasserstraßen befördert wurden.

Zwei Tabellen bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Manfred Crezelius,
Telefon: (0611) 75-2432,
E-Mail: binnenschifffahrt@destatis.de

Manfred Crezelius | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neu entwickeltes Glas ist biegsam

Eine internationale Forschungsgruppe mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat ein Glasmaterial entwickelt, das sich bei Raumtemperatur bruchfrei verformen lässt. Das berichtet das Team aktuell in "Science". Das extrem harte und zugleich leichte Material verspricht ein großes Anwendungspotential – von Smartphone-Displays bis hin zum Maschinenbau.

Gläser sind ein wesentlicher Bestandteil der modernen Welt. Dabei handelt es sich im Alltag meist um sauerstoffhaltige Gläser, wie sie etwa für Fenster und...

Im Focus: Images from NJIT's big bear solar observatory peel away layers of a stellar mystery

An international team of scientists, including three researchers from New Jersey Institute of Technology (NJIT), has shed new light on one of the central mysteries of solar physics: how energy from the Sun is transferred to the star's upper atmosphere, heating it to 1 million degrees Fahrenheit and higher in some regions, temperatures that are vastly hotter than the Sun's surface.

With new images from NJIT's Big Bear Solar Observatory (BBSO), the researchers have revealed in groundbreaking, granular detail what appears to be a likely...

Im Focus: Veränderungen der Chiralität von Molekülen in Echtzeit beobachten

Chirale Moleküle – Verbindungen, die als Bild und Spiegelbild vorkommen – spielen eine wichtige Rolle in biologischen Prozessen und in der chemischen Synthese. Chemikern der ETH Zürich ist es nun erstmals gelungen, mit Hilfe von Ultrakurzzeit-Laserpulsen Änderungen der Chiralität während einer chemischen Reaktion in Echtzeit zu beobachten.

Manche Moleküle können in zwei spiegelbildlichen Formen existieren, ähnlich wie unsere Hände. Obwohl solche sogenannten Enantiomere fast identische...

Im Focus: Durchbruch in der Malariaforschung

Eine internationale Forschungsgruppe um den Zellbiologen Volker Heussler von der Universität Bern hat hunderte genetische Schwachstellen des Malaria-Parasiten Plasmodium identifiziert. Diese sind in der Medikamenten- und Impfstoffentwicklung dringend erforderlich, um die Krankheit dereinst ausrotten zu können.

Trotz grosser Anstrengungen in Medizin und Wissenschaft, sterben weltweit immer noch mehr als 400'000 Menschen an Malaria. Die Infektionskrankheit wird durch...

Im Focus: Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Freiburg gelang es die komplexe molekulare Struktur des bakteriellen Enzyms Cytochrom-bd-Oxidase zu entschlüsseln. Da Menschen diesen Typ der Oxidase nicht besitzen, könnte dieses Enzym ein interessantes Ziel für neuartige Antibiotika sein.

Sowohl Menschen als auch viele andere Lebewesen brauchen Sauerstoff zum Überleben. Bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie wird der Sauerstoff zu Wasser...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Antibiotika aus dem Meer

18.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Lebende Brücken: Mit alten indischen Bautechniken moderne Städte klimafreundlich gestalten

18.11.2019 | Architektur Bauwesen

„Moonwalk“ für die Wissenschaft zeigt Verzerrungen im räumlichen Gedächtnis

18.11.2019 | Studien Analysen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics