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Einzelhandelsumsatz im September 2006 um real 1,2% gesunken

31.10.2006
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Einzelhandel in Deutschland im September 2006 nominal 0,5% und real 1,2% weniger um als im September 2005. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Dieses vorläufige Ergebnis wurde aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, in denen circa 74% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten sank der Umsatz im Einzelhandel auch im Vergleich zum Vormonat August 2006, und zwar um nominal 1,4% und real 1,7%.

Sowohl im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren als auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsatzwerte des Septembers 2006 unter denen des entsprechenden Vorjahresmonats. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte nominal 0,4% und real 2,5% weniger um als im September 2005. Dabei zeigte sich im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln mit einem realen Umsatzrückgang von 3,1% eine noch etwas schlechtere Entwicklung als bei den Supermärkten, SB- Warenhäusern und Verbrauchermärkten mit einem Minus von real 2,5%.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lag im September 2006 der Umsatz nominal um 0,7% und real um 0,3% niedriger als im Vorjahresmonat. Nur zwei der sechs Branchen in diesem Bereich konnten ihren Umsatz nominal und real gegenüber dem September 2005 steigern: der Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal + 3,7%, real + 4,9%) und der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal + 0,8%, real + 1,0%). Die höchsten nominalen und realen Umsatzrückgänge musste der Versandhandel hinnehmen (nominal - 13,2%, real - 13,1%).

Von Januar bis September 2006 setzte der Einzelhandel nominal 1,1% und real 0,4% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wobei diese Umsatzsteigerungen im Wesentlichen auf den Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen sind.

Information zum durchschnittlichen Revisionsbedarf vorläufiger Ergebnisse im Einzelhandel:

Die nachgewiesenen ersten Ergebnisse werden laufend aktualisiert. Diese Revisionen entstehen durch zusätzliche statistische Informationen aus den zunächst nicht einbezogenen Bundesländern sowie durch verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen. Der durchschnittliche Revisionsbedarf des in etwa 14 Tagen vorliegenden Messzahlenberichts (= Fachserie 6, Reihe 3.1) zu den vorläufigen Zahlen dieser Pressemeldung (Vorbericht) für den Einzelhandelsumsatz insgesamt liegt im Schnitt bei einem Plus von 0,2 Prozentpunkten (der Messzahlenbericht liegt somit im Schnitt 0,2 Prozentpunkte höher als der Vorbericht).

Ausführlichere Informationen zur Methodik der Monatserhebung enthält der Qualitätsbericht, der unter www.destatis.de/download/qualitaetsberichte/qualitaetsberichthandelmonat.pdf abgerufen werden kann.

Weitere Auskünfte gibt: Michael Wollgramm, Telefon: (0611) 75-24 23, E-Mail: binnenhandel@destatis.de

Michael Wollgramm | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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