Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sozialhilfequote in süddeutschen Kreisen deutlich geringer

23.03.2006

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der Personen an der Bevölkerung, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, in den Kreisen (das heißt den kreisfreien Städten und den Landkreisen) Süddeutschlands in der Regel weiterhin deutlich geringer als in den anderen Regionen Deutschlands. So lag die Sozialhilfequote (Anteil der Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen an der Bevölkerung in Prozent) zum Jahresende 2004 in den bayerischen beziehungsweise baden-württembergischen Kreisen zumeist deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 3,5%.

Die niedrigste Empfängerquote unter den 439 Kreisen in Deutschland hatte Ende 2004 der Kreis Unterallgäu mit 0,4%. Unmittelbar dahinter lagen die - ebenfalls bayerischen - Kreise Freising, Aichach-Friedberg und Erlangen-Höchstadt (jeweils 0,5%). Fast ein Drittel der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern wies eine Sozialhilfequote von unter einem Prozent auf.

Dagegen handelt es sich bei den Regionen mit den höchsten Empfängerquoten - mit Ausnahme der Stadt Schwerin - durchweg um größere kreisfreie Städte im übrigen früheren Bundesgebiet. Dabei hatten die Städte Bremerhaven (12,1%), Kassel (9,7%) und Offenbach am Main (9,4%) die höchsten Sozialhilfequoten.

Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn man die Sozialhilfequote der Kinder unter 15 Jahren betrachtet. Auch hier weisen die süddeutschen Kreise deutlich geringere Quoten auf als die kreisfreien Städte und Landkreise im übrigen Bundesgebiet.

Während die Sozialhilfequote für Kinder unter 15 Jahren im Kreis Unterallgäu bei lediglich 0,7% liegt und damit nicht einmal jedes hundertste Kind von Sozialhilfe lebt, ist in Bremerhaven mehr als jedes vierte Kind (28,7%) hierauf angewiesen. Das Risiko für Kinder in Bremerhaven, auf Sozialhilfe angewiesen zu sein, ist somit etwa vierzigmal so hoch wie für Kinder im Unterallgäu. Im Bundesdurchschnitt liegt die Sozialhilfequote für Kinder unter 15 Jahren bei 8,1%.

Diese und andere Ergebnisse bietet die gemeinsame Veröffentlichung "Sozialhilfe regional 2004" der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, die einen Überblick zum Sozialhilfebezug in allen 439 Kreisen in Deutschland gibt. Die neu aufgelegte Publikation ist kostenlos online im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes (http://www.destatis.de/allg/d/veroe/proser4fsoz_d.htm) erhältlich.

Der überwiegende Teil der Sozialhilfeempfänger/-innen im engeren Sinne (das heißt Empfänger/-innen von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen) wurde letztmalig zum Jahresende 2004 in der amtlichen Sozialhilfestatistik erfasst. Seit dem In-Kraft-Treten des Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ("Hartz IV") zum 1. Januar 2005 erhalten bisherige Sozialhilfeempfänger, die grundsätzlich erwerbsfähig sind sowie deren Familienangehörige, Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), insbesondere Arbeitslosengeld II.

Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn, Sascha Krieger, Telefon: (01888) 644-8159 oder -8953, E-Mail: sozialhilfe@destatis.de

Sascha Krieger | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.destatis.de/allg/d/veroe/proser4fsoz_d.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Verbesserte Architekturgläser durch Plasmabehandlung – Reinigung, Vorbehandlung & Haftungssteigerung

11.12.2019 | Architektur Bauwesen

Beleuchtung von Höhlen vertreibt Fledermäuse – die Farbe des Lichts spielt nur untergeordnete Rolle

11.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

„Daten sind Macht“: be top Magazin mit neuer Ausgabe

11.12.2019 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics