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Durchschnittsverdienste im öffentlichen Dienst im Juni 2000

20.09.2001


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes verdienten die 3,7 Mill. Vollzeitbeschäftigten des öffentlichen Dienstes (einschl. Personal in Ausbildung) nach den Ergebnissen der Personalstandstatistik im Juni 2000 durchschnittlich 5 000 DM. Die Männer kamen dabei im Schnitt auf 5 400 DM, Frauen auf 4 500 DM. Die 1,2 Mill. Teilzeitbeschäftigten erhielten durchschnittlich 3 100 DM.

Die Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Deutschland wurden im Juni 2000 erstmals statistisch erfasst.

Im früheren Bundesgebiet lag der durchschnittliche Monatsverdienst der Vollzeitbeschäftigten bei 5 100 DM. Richter/innen erhielten durchschnittlich 9 000 DM, Beamte/Beamtinnen 6 100 DM, Angestellte 5 200 DM, Berufs- und Zeitsoldaten/innen 4 200 DM, Arbeiter/innen 4 100 DM und das Personal in Ausbildung 1 700 DM. Die Unterschiede sind im Wesentlichen auf die von der Aufgabenstellung abhängige Qualifikation der Mitarbeiter zurückzuführen. Richter sind ausschließlich mit Aufgaben des höheren Dienstes betraut. Bei den Beamten beträgt der Anteil des höheren und gehobenen Dienstes rund 70 %, während er bei den Angestellten nur bei rund 40 % liegt. Die Durchschnittsverdienste lagen bei den Beamten zwischen 8 400 DM im höheren und 3 800 DM im einfachen Dienst, bei den Angestellten zwischen 8 300 DM und 3 100 DM. In einigen typischen Berufen des öffentlichen Dienstes wurden folgende durchschnittliche Monatsverdienste ermittelt: Professoren (Besoldungsgruppe C4) 12 000 DM, (Besoldungsgruppe C3) 9 700 DM; Lehrer im höheren Dienst 7 900 DM, im gehobenen Dienst 6 500 DM, Polizeibeamte im höheren Dienst 8 200 DM, im gehobenen 5 700 DM , im mittleren Dienst 4 600 DM; Angestellte im höheren Dienst an Krankenhäusern (überwiegend Ärzte) 9 700 DM.

Im öffentlichen Dienst der neuen Länder verdiente eine Vollzeitkraft im Juni 2000 durchschnittlich 4 500 DM. Die Ost-West-Relation lag mit 88 % leicht über den tariflichen Vereinbarungen der Gehaltstabelle Ost (86,5 %). In der Zwischenzeit wurden die Bezüge der Beamten, Richter und Soldaten (+ 1,8 % ab 1.1.2001) und der Tarifbeschäftigten (+ 2,0 % ab 1.8.2000 und + 2,4 % ab 1.9.2001) erhöht. Die Gehaltstabelle Ost wurde ab 1.1.2001 auf 88,5 % des Westniveaus angehoben.


Weitere Auskünfte erteilt: Dr. Werner Breidenstein,
Telefon: (0611) 75-4108,
E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@statistik-bund.de


Dr. Werner Breidenstein | Mitteilung für die Presse

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