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180 000 Jugendliche nehmen erzieherische Hilfe in Anspruch

10.08.2001


Mit Blick auf den Internationalen Tag der Jugend am kommenden Sonntag teilt das Statistische Bundesamt mit, dass 1999 in Deutschland 180 000 Jugendliche und junge Erwachsene (im Alter zwischen 15 und 26 Jahren) verschiedene Angebote der Jugendhilfe in Anspruch nahmen (1991: 108 000). In dieser für die persönliche Entwicklung wichtigen Lebensphase werden bei Schwierigkeiten und Konflikten im sozialen Umfeld verschiedene pädagogische Hilfen und Förderungen angeboten. Dazu gehören u.a. Jugendberatung, Unterstützung durch Erziehungsbeistände oder soziale Gruppenarbeit, Vollzeitpflege in einer anderen Familie und Heimerziehung. 16 von 1 000 jungen Menschen dieser Altersgruppe in Deutschland nahmen eines der Hilfeangebote wahr. Diese Kennziffer liegt mit 20 je 1 000 Gleichaltrige in den neuen Ländern gegenüber 15 in den alten Ländern deutlich höher.

Ein erheblicher Unterschied ist bei der Nachfrage nach Jugendberatungen und Einzelbetreuungen zwischen den Geschlechtern festzustellen. Knapp 43 % der jungen Frauen, die Hilfe in Anspruch nahmen, suchten aus eigener Initiative professionelle pädagogische Unterstützung gegenüber 21 % der jungen Männer. Junge Frauen sehen offenbar häufiger als junge Männer in den Angeboten professioneller pädagogischer Unterstützung eine gute Möglichkeit, ihre persönlichen Schwierigkeiten und Konflikte zu klären. Bei jungen Männern wird diese Unterstützung häufiger durch Eltern, Jugendämter oder andere öffentliche Institutionen veranlasst. Ein Vergleich zwischen alten und neuen Ländern zeigt, dass junge Frauen in den neuen Ländern mit 48 % zu einem noch höheren Anteil selbst nach Leistungen der Jugendhilfe fragen (früheres Bundesgebiet: 40 %).

 


Weitere Auskünfte erteilt: Heike Tüllmann, Telefon: (01888) 644-8151, E-Mail: jugendhilfe@statistik-bund.de


Heike Tüllmann | Mitteilung für die Presse

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