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Gewerbeanmeldungen im Jahr 2004 um 18% gestiegen

16.03.2005


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2004 in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen rund 960 000 Gewerbe angemeldet, das waren 18,4% mehr als im Jahr 2003. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Abmeldungen von Gewerbebetrieben um 3,4% auf knapp 676 000.



Die starke Zunahme der Anmeldungen steht im Zusammenhang mit einem auch schon 2003 beobachteten Gründungsboom bei Kleinunternehmen, zu denen auch die so genannten Ich-AGs und Nebenerwerbsbetriebe gehören. 2004 wurden knapp 643 000 derartige Betriebe gegründet, 25% mehr als im Vorjahr; 2003 betrug die Zunahme sogar 27%. Aber auch die Zahl der Gründungen, von denen eine größere wirtschaftliche Bedeutung erwartet wird, war erstmals seit fünf Jahren wieder höher als im Vorjahr: Sie stieg um 7% auf 176 000. Knapp 31% der Gewerbetreibenden, die sich 2004 an einer Gründung beteiligten, waren Frauen. In 78 000 Fällen wurde die Übernahme eines Betriebes infolge Kauf, Pacht, Eintritt der Erbfolge oder einer Rechtsformänderung gemeldet (- 0,5%). In etwa 59 000 Fällen verlegten Betriebe lediglich ihren Standort (+ 18%). Bei 4 000 Meldungen wurde als Anlass für die Meldung die Umwandlung des Unternehmens, sei es durch Auslagerung oder Verschmelzung, mitgeteilt (+ 10%).



Hauptgrund für eine Abmeldung war in 531 000 Fällen die vollständige Aufgabe des Gewerbebetriebs (+ 3%). Aufgegeben haben knapp 134 000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Substanz, einschließlich Zweigniederlassungen und Filialen (+ 0,6%) und 397 000 Klein- oder Nebenerwerbsbetriebe (+ 4%). Weibliche Gewerbetreibende waren an den vollständigen Aufgaben zu 29% beteiligt. Veräußerungen oder Verpachtungen von Betrieben, Änderungen der Rechtsform oder Gesellschafteraustritte führten zu weiteren 72 000 Abmeldungen (- 0,1%). Bei 66 000 Abmeldungen war an einem anderen Ort ein Neuanfang geplant (+ 13%). Die Zahl der Abmeldungen durch Umwandlung, bei denen die bisherige Rechtsform erlosch, lag im Jahr 2004 bei fast 7 000 (+ 10%).

Brigitte Saling | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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