Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen 1999 leicht gestiegen

13.07.2001


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gaben öffentliche und öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen außerhalb der Hochschulen im Jahr 1999 insgesamt 17,1 Mrd. DM aus; davon waren 13 Mrd. DM direkt für Forschung und Entwicklung bestimmt. Die Gesamtausgaben dieser Einrichtungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % zu. Ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen um 1,3 %.

Zu den öffentlich und öffentlich geförderten Einrichtungen außerhalb der Hochschulen gehören eigene Forschungsanstalten von Bund, Ländern und Gemeinden sowie private Einrichtungen ohne Erwerbszweck, die sich überwiegend aus öffentlichen Fördermitteln finanzieren.

Die öffentlichen Forschungseinrichtungen hatten 1999 mit 1,6 Mrd. DM einen Anteil von 12,1 % an den Gesamtausgaben der außeruniversitären Einrichtungen für Forschung und Entwicklung. Bei den öffentlich geförderten privaten Einrichtungen ohne Erwerbszweck entfielen allein 4,4 DM (33,7 %) auf die zur "Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren" zusammengeschlossenen Großforschungseinrichtungen. Die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft gaben 1,9 Mrd. DM (14,9 %) aus, die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft 1,4 Mrd. DM (10,7 %). Auf die zur "Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz" zusammengeschlossenen Einrichtungen der "Blauen Liste" entfielen 1,5 Mrd. DM (11,9 %). Akademien gaben 0,1 Mrd. DM (1 %) und sonstige Einrichtungen 1,6 Mrd. DM (12,5 %) aus. Die wissenschaftlichen Bibliotheken und Museen hatten mit 0,4 Mrd. DM einen Anteil von 3,1 % an den Gesamtausgaben der außeruniversitären Einrichtungen für Forschung und Entwicklung.

Gegliedert nach Wissenschaftszweigen wurden für Forschung und Entwicklung im Bereich der Naturwissenschaften 6,2 Mrd. DM und im Bereich der Ingenieurwissenschaften 3,5 Mrd. DM ausgegeben. Damit entfielen auf diese beiden Wissenschaftszweige zusammen rund drei viertel der gesamten Forschungsausgaben der außeruniversitären Einrichtungen (75,2 %). Für die Geisteswissenschaften wurden Ausgaben von rund 1 Mrd. DM ermittelt, das ist ein Anteil von 7,6 %. Für die Humanmedizin wurden 0,9 Mrd. DM (7,1 %), die Agrarwissenschaften 0,7 Mrd. DM (5,7 %) und die Sozialwissenschaften 0,6 Mrd. DM (4,5 %) ausgegeben.

Unter den einzelnen Wissenschaftsgebieten wiesen gegenüber 1998 die Ausgaben für Chemie (+ 6,3 %), Elektrotechnik (+ 2,6 %) sowie für Mathematik und Informatik (+ 2,3 %) überdurchschnittliche Zunahmen auf.

Detailliertere Daten enthält die Fachserie 14, Reihe 3.6, "Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen und öffentlich geförderten Einrichtungen für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung 1999" (Verlag Metzler-Poeschel, Verlagsauslieferung SFG-Servicecenter Fachverlage GmbH, Postfach 43 43, 72774 Reutlingen, Telefon: 07071/93 53 50, Telefax: 07071/33 653, E-mail: staba@s-f-g.com).

Weitere Auskünfte erteilt: Frank Schüller, Telefon: (0611) 75-4131, E-Mail: forschungsausgaben@statistik-bund.de

Frank Schüller | Pressestelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantencomputer sollen tragbar werden

Infineon Austria forscht gemeinsam mit der Universität Innsbruck, der ETH Zürich und Interactive Fully Electrical Vehicles SRL an konkreten Fragestellungen zum kommerziellen Einsatz von Quantencomputern. Mit neuen Innovationen im Design und in der Fertigung wollen die Partner aus Hochschulen und Industrie leistbare Bauelemente für Quantencomputer entwickeln.

Ionenfallen haben sich als sehr erfolgreiche Technologie für die Kontrolle und Manipulation von Quantenteilchen erwiesen. Sie bilden heute das Herzstück der...

Im Focus: Quantum computers to become portable

Together with the University of Innsbruck, the ETH Zurich and Interactive Fully Electrical Vehicles SRL, Infineon Austria is researching specific questions on the commercial use of quantum computers. With new innovations in design and manufacturing, the partners from universities and industry want to develop affordable components for quantum computers.

Ion traps have proven to be a very successful technology for the control and manipulation of quantum particles. Today, they form the heart of the first...

Im Focus: Towards an 'orrery' for quantum gauge theory

Experimental progress towards engineering quantized gauge fields coupled to ultracold matter promises a versatile platform to tackle problems ranging from condensed-matter to high-energy physics

The interaction between fields and matter is a recurring theme throughout physics. Classical cases such as the trajectories of one celestial body moving in the...

Im Focus: "Qutrit": Komplexe Quantenteleportation erstmals gelungen

Wissenschaftlern der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Wien ist es gemeinsam mit chinesischen Forschern erstmals gelungen, dreidimensionale Quantenzustände zu übertragen. Höherdimensionale Teleportation könnte eine wichtige Rolle in künftigen Quantencomputern spielen.

Was bislang nur eine theoretische Möglichkeit war, haben Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und der Universität Wien nun erstmals...

Im Focus: Laser für durchdringende Wellen: Forscherteam entwickelt neues Prinzip zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung

Der „Landau-Niveau-Laser“ ist ein spannendes Konzept für eine ungewöhnliche Strahlungsquelle. Er hat das Zeug, höchst effizient sogenannte Terahertz-Wellen zu erzeugen, die sich zum Durchleuchten von Materialen und für die künftige Datenübertragung nutzen ließen. Bislang jedoch scheiterten nahezu alle Versuche, einen solchen Laser in die Tat umzusetzen. Auf dem Weg dorthin ist einem internationalen Forscherteam nun ein wichtiger Schritt gelungen: Im Fachmagazin Nature Photonics stellen sie ein Material vor, das Terahertz-Wellen durch das simple Anlegen eines elektrischen Stroms erzeugt. Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) waren maßgeblich an den Arbeiten beteiligt.

Ebenso wie Licht zählen Terahertz-Wellen zur elektromagnetischen Strahlung. Ihre Frequenzen liegen zwischen denen von Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sowohl...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie smarte Produkte Unternehmen herausfordern

20.08.2019 | Veranstaltungen

Innovationen der Luftfracht: 4. Air Cargo Conference in Frankfurt am Main

20.08.2019 | Veranstaltungen

Gedanken rasen zum Erfolg: CYBATHLON BCI Series 2019

16.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Biomarker verraten Gesundheit im Alter

21.08.2019 | Biowissenschaften Chemie

Struktur und Ort von Stoffwechselprodukten gleichzeitig sichtbar machen

21.08.2019 | Biowissenschaften Chemie

Sternenstaub im antarktischen Schnee liefert Hinweise auf die Umgebung des Sonnensystems

21.08.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics