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Erste Anbauprognose auf Basis der Herbstaussaat 2004

20.01.2005


Die Thüringer Landwirte bestellten im Herbst 2004 insgesamt 308.300 Hektar mit Wintergetreide. Das waren 700 Hektar bzw. 0,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit lag die Herbstaussaat 2004 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wieder auf dem Niveau des Jahres 2003 und mit 4.000 Hektar bzw. 1,3 Prozent geringfügig über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre.


Die Entwicklung der einzelnen Kulturen zeigt sich nach Meldung der Ernte- und Betriebsberichterstatter differenziert. Winterweizen, das in Thüringen bedeutendste Wintergetreide, wurde auf 223.000 Hektar ausgesät. Das waren rund 5.000 Hektar bzw. 2,3 Prozent mehr als im Herbst 2003 und 18.000 Hektar bzw. 8,8 Prozent mehr als im Mittel der Jahre 1999 bis 2004.

Auf 60.300 Hektar wurde Wintergerste bestellt. Damit gab es gegenüber dem Jahr 2003 ein Zuwachs um rund 500 Hektar bzw. 0,9 Prozent. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt 1999 bis 2004 wurden jedoch 4.200 Hektar bzw. 6,5 Prozent weniger ausgesät.


Der Anbau von Winterroggen, der im vergangenen Jahr überraschend ausgedehnt wurde, ging wieder um 24,7 Prozent auf 9.100 Hektar auf das Niveau von 2003 zurück. Aufgrund der geringen Nachfrage wurde der Anbau von Winterroggen stark zurückgefahren. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2004 beträgt der Anbaurückgang 5.100 Hektar bzw. 35,9 Prozent.

Bei Triticale, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen, ist die Entwicklung weiterhin rückläufig. Im Herbst 2004 wurden 15.100 Hektar ausgedrillt. Das waren 1.700 Hektar bzw. 10,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor und 4.500 Hektar bzw. 23,0 Prozent weniger als im Mittel der Jahre 1999 bis 2004.

Weiter ausgebaut wurden die Anbauflächen vom Winterraps (einschließlich des Anbaus für nachwachsende Rohstoffe). Erste Hochrechnungen weisen eine Flächenausdehnung um 2.000 Hektar bzw. 1,8 Prozent auf 110.800 Hektar gegenüber dem Herbst 2003 aus. Gegenüber dem langjährigen Mittel 1999 bis 2004 wuchs die Fläche um 9.600 Hektar bzw. 9,5 Prozent.

| agrar.de
Weitere Informationen:
http://www.agrar.de

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