Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahl der Arbeitsunfälle sinkt um mehr als 10 Prozent

03.05.2004


Einen Rückgang an Arbeitsunfällen von über zehn Prozent meldet die Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik (BGFE) für das Jahr 2003. "Das ist das beste Ergebnis in der Geschichte unserer Berufsgenossenschaft", so Olaf Petermann, Hauptgeschäftsführer der BGFE in Köln. Petermann sieht in der erfreulichen Unfallbilanz einen Erfolg der stetigen Präventionsarbeit der Berufsgenossenschaft und ihrer Mitgliedsbetriebe. Als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung ist die BGFE zuständig für 2,2 Mio. Versicherte in rund 98.000 Betrieben. Die Mitgliedschaft der Unternehmer und der Versicherungsschutz für die Arbeitnehmer sind gesetzlich geregelt.


Ingesamt registrierte die BGFE im vergangenen Jahr 37.305 meldepflichtige Arbeitsunfälle, 5.143 weniger Unfälle als im Jahr 2002. Auch die Wege- und Dienstwegeunfälle gingen 2003 mit 9163 Unfällen (2002: 9758 Unfälle) deutlich zurück. Meldepflichtig sind alle Unfälle auf der Arbeit und dem Weg dorthin, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich ziehen. Im Berichtszeitraum sank die Zahl der Versicherten um mehr als 30.000 auf 2.172.777.


Vergangenes Jahr ereigneten sich 88 Unfälle mit Todesfolge (2002: 76 Unfälle). 45 Versicherte starben auf dem Weg zu oder von der Arbeit, 15 auf Dienstwegen. 26 Versicherte erlagen ihren Verletzungen in Folge eines Arbeitsunfalls.


Trotz gestiegener Ausgaben - Durchschnittsbeitrag bleibt konstant


Die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit stiegen im vergangenen Jahr leicht - von 3639 auf 3694 Verdachtsfälle. 131 Versicherte - 23 weniger als im Jahr davor - starben an den Folgen einer Berufskrankheit. In 121 Fällen war "Asbest" die Ursache. Nach wie vor ist Asbest neben Lärm und Hautbelastungen eine wesentliche Ursache für Erkrankungen. Der Kontakt der Versicherten mit Asbest liegt dabei meist Jahrzehnte zurück.


Für Renten gab die BGFE 328,98 Mio. Euro aus, fünf Mio. Euro mehr als im Jahr 2002. Trotz gestiegener Ausgaben bleibt der Durchschnittsbeitrag für die Unfallversicherung unverändert. 0,93 Euro zahlen die Betriebe im Schnitt je 100 Euro Lohn/Gehalt. Um 3,95 Prozent auf 3,42 gestiegen ist die Umlageziffer. Sie beschreibt die Beitragshöhe in der niedrigsten Gefahrklasse 1. Die Unternehmen hatten im letzten Jahr mehr Personal in niedrigen Gefahrklassen gemeldet, so dass die Umlageziffer angepasst werden musste. Die BGFE gehört weiterhin zu den gewerblichen Unfallversicherungsträgern mit den niedrigsten Beitragssätzen. Dazu tragen die geringen Verwaltungskosten der BGFE bei, die seit Mitte der 90er Jahre konstant bei rund fünf Prozent der Gesamtausgaben liegen.


Die Präventionsarbeit wurde 2003 weiter intensiviert. Die BGFE investierte 12 Prozent mehr für Präventionsmaßnahmen wie Schulungen, vorbeugende Untersuchungen sowie die Ersthelfer-Ausbildung. "Unfallverhütung ist ein Beitrag zur Wirtschaftlichkeit. Unfälle und Berufskrankheiten, die vermieden werden, ersparen menschliches Leid ebenso wie Kosten für Rehabilitation und Entschädigungen", beschreibt Petermann die Philosophie der BGFE.

Bettina Puppik | BGFE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics