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Erzeugerpreise im April 2002 um 0,8 % niedriger als im Vorjahr 

27.05.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im April 2002 um 0,8 % niedriger als im April 2001. Einen stärkeren Preisrückgang im Jahresvergleich hatte es letztmalig im Juli 1999 (– 1,0 %) gegeben. Im März 2002 hatte die Jahresveränderungsrate – 0,2 % betragen. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im April 2002 um 0,1 % gefallen.

Der Preisrückgang wurde vor allem von der Preisentwicklung bei Energie (– 4,3 % gegenüber April 2001) und bei Vorleistungsgütern (– 1,1 %) beeinflusst, während Erzeugnisse höherer Verarbeitungsstufen im Durchschnitt teurer waren als im Vorjahr: Investitionsgüter + 1,3 %, Konsumgüter + 1,0 %.

Bei Energie waren im April unterschiedliche Preistendenzen zu beobachten. Leichtes Heizöl war um 14,2 % billiger als im April 2001, bei Erdgas betrug der Preisrückgang 12,7 % und bei Flüssiggas 13,0 %. Gleichzeitig stiegen die Preise für andere Energieträger: Kohle + 3,6 %, Kraftstoffe + 0,6 % (darunter Benzin + 0,9 %, Diesel + 0,1 %), schweres und mittelschweres Heizöl + 2,8 %, elektrischer Strom + 1,0 % und Fernwärme + 3,4 %. Ohne Energie lag der Index der Erzeugerpreise im April 2002 um 0,3 % höher als im Vorjahr.

Bei vielen Vorleistungsgütern lagen die Preise im April 2002 - wie schon in den vergangenen Monaten - deutlich unter dem Vorjahresniveau. Hier ist vor allem die Preisentwicklung bei chemischen Grundstoffen (– 6,4 %), Roheisen und Stahl (– 4,4 %) sowie bei einigen Nichteisenmetallen, wie z.B. Aluminium (– 5,9 %), Zink (– 16,6 %) und Kupfer (– 3,2 %), hervorzuheben.

Preiserhöhungen wurden im April 2002 gegenüber dem Vorjahresmonat unter anderem bei folgenden Gütern festgestellt:

Fischerzeugnisse (+ 23,5 %), raffinierte Pflanzenöle (+ 14,4 %), Edelmetalle (+ 12,6 %), Gas-, Flüssigkeits- und Elektrizitätszähler (+ 11,7 %), synthetische Spinnfasern (+ 9,3 %), Rindfleisch (+ 9,1 %), Tabakerzeugnisse (+ 8,5 %), elektrische Leuchten (+ 7,4 %), Steinkohle und Steinkohlenbriketts (+ 7,3 %), Betonstahlmatten (+ 6,5 %), Drahtwaren (+ 5,6%), Zentralheizungskessel (+ 5,2 %), pharmazeutische Grundstoffe (+ 4,9 %), keramische Dachziegel (+ 4,5 %) sowie Drehmaschinen (+ 3,9 %).

 

Billiger als vor Jahresfrist waren im April 2002 unter anderem:

Schweinefleisch (– 14,4 %), synthetischer Kautschuk (– 11,7 %), monolithisch integrierte Schaltungen (– 10,8 %), organische Grundstoffe und Chemikalien (– 9,9 %), Wellpapier und -pappe (– 9,2 %), Düngemittel und Stickstoffverbindungen (– 8,0 %), Flachglas (– 7,8 %), Butter (– 7,7 %), Spanplatten (– 7,7 %), anorganische Grundstoffe und Chemikalien (– 7,6 %), Polyethylen (– 5,4 %), PVC (– 5,3 %), Zeitungsdruckpapier (– 5,2 %) sowie Walzstahl (– 4,7 %).

 

Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte
(Inlandsabsatz)
Deutschland

Jahr / Monat

1995 = 100

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

Veränderung
gegenüber
Vormonat

%

1997 D

 

99,9

+ 1,1

1998 D

 

99,5

– 0,4

1999 D

 

98,5

– 1,0

2000 D

 

101,8

+ 3,4

2001 D

 

104,9

+ 3,0

2001

April

105,4

+ 5,0

+ 0,5

 

Mai

105,6

+ 4,6

+ 0,2

 

Juni

105,7

+ 4,3

+ 0,1

 

Juli

105,2

+ 3,1

– 0,5

 

August

105,1

+ 2,7

– 0,1

 

September

105,2

+ 1,9

+ 0,1

 

Oktober

104,3

+ 0,6

– 0,9

 

November

104,0

+ 0,1

– 0,3

 

Dezember

103,7

+ 0,1

– 0,3

2002

Januar

104,3

– 0,1

+ 0,6

 

Februar

104,4

– 0,3

+ 0,1

 

März

104,7

– 0,2

+ 0,3

 

April

104,6

– 0,8

– 0,1

______________
D = Jahresdurchschnitt

Weitere Angaben enthält der Monatsbericht für April 2002 der Fachserie 17, Reihe 2 (Verlag Metzler-Poeschel, Verlagsauslieferung SFG-Servicecenter Fachverlage GmbH, Postfach 43 43, 72774 Reutlingen, Telefon: 07071/93 53 50, Telefax: 07071/93 53 35, E-Mail: destatis@s-f-g.com, Bestell-Nr. 2170200-02104.

Ausgewählte aktuelle Indizes und Preise sind auch online im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/shop erhältlich.

Weitere Auskünfte erteilt: Klaus Pötzsch,
Telefon: (0611) 75-2444,
E-Mail:
erzeugerpreise@destatis.de


Klaus Pötzsch, | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

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