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Öffentlicher Nahverkehr 2006: Erstmals über 10 Milliarden Euro Einnahmen

27.12.2007
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhten im Jahr 2006 die 2 713 Unternehmen, die Personen im öffentlichen Liniennahverkehr (ÖPNV) mit Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibussen beförderten, ihre Einnahmen aus Beförderungsleistungen gegenüber dem Vorjahr um 4,4% und damit erstmals auf über 10,2 Milliarden Euro.
Die Fahrgäste nahmen den öffentlichen Personennahverkehr knapp
10,5 Milliarden mal in Anspruch (+ 0,3%) und erzielten dabei - als Produkt aus den beförderten Personen und der durchschnittlichen Fahrtweite von 9,4 Kilometern - eine Beförderungsleistung von 98,1 Milliarden Personenkilometern, 1,1% mehr als im Jahr 2005. Dagegen gingen die Fahrleistungen um 1,6% auf 3,4 Milliarden Fahrzeugkilometer zurück.

Überproportionale Zuwächse verzeichneten im Jahr 2006 die 65 Unternehmen mit Eisenbahnnahverkehr: Die Zahl ihrer Fahrgäste und Beförderungsleistungen stieg um 4,0% beziehungsweise 3,2%. Während auch die 62 Straßenbahnunternehmen 1,4% mehr Personen beförderten, gab es bei den 2 655 Unternehmen mit Omnibussen, die fast die Hälfte der Nutzer im öffentlichen Personenliniennahverkehr stellten, einen leichten Fahrgastrückgang von 0,7%.

82% der Nahverkehrsunternehmen waren in privatem Eigentum, 18% öffentlich oder gemischtwirtschaftlich strukturiert. Auf die Linien der 19 größten Unternehmen mit mindestens 100 Millionen beförderten Personen im Jahr entfielen mit 5,4 Milliarden Fahrten 52% des gesamten Fahrgastaufkommens.

Fahrgäste, die während einer Fahrt zwischen den Verkehrsmitteln eines Unternehmens umsteigen, wurden dabei in die Gesamtzahl einmal einbezogen, in die nach Verkehrsmitteln untergliederten Angaben jedoch mehrmals. Ebenfalls sind bei der Unternehmenszahl nach Verkehrsmitteln Mehrfachangaben möglich.

Zusätzliche Tabellen enthält die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Bernd Reichel,
Telefon: (0611) 75-2848,
E-Mail: strassenpersonenverkehr@destatis.de

Bernd Reichel | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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