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BAföG-Statistik 2011: Förderleistungen erstmals über 3 Milliarden Euro

20.07.2012
Im Jahr 2011 lagen in Deutschland die Ausgaben des Bundes und der Länder für Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) mit insgesamt 3 180 Millionen Euro erstmals bei über 3 Milliarden Euro.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 307 Millionen Euro oder 10,7 % mehr als im Jahr 2010. Für die Schülerförderung wurden 910 Millionen Euro (+ 56 Millionen Euro) bereitgestellt und für die Studierendenförderung 2 270 Millionen Euro (+ 251 Millionen Euro).

Im Durchschnitt erhielten geförderte Schülerinnen und Schüler monatlich 385 Euro pro Person (+ 28 Euro) und geförderte Studierende 452 Euro pro Person (+ 16 Euro). 29 % aller Geförderten wohnten bei ihren Eltern und 71 % außerhalb des Elternhauses.

Die Zahl der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger lag im Jahr 2011 bei rund 963 000 Personen. Sie stieg somit im Vergleich zum Jahr 2010 um 47 000 (+ 5,1 %). Während die Zahl der geförderten Schüler und Schülerinnen leicht auf 319 000 zurückging (- 1,5 %), wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Studierende gefördert, und zwar 644 000 (+ 8,6 %).

Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über das volle Jahr. Im Durchschnitt wurden je Monat 615 000 Personen (197 000 Schüler, 418 000 Studierende) gefördert (+ 5,2 %).

48 % der BAföG-Empfänger und -Empfängerinnen (rund 458 000) erhielten eine Vollförderung, also den maximalen Förderbetrag. Die Höhe des Förderbetrages hängt von der Ausbildungsstätte (etwa Berufsfachschule oder Hochschule) und der Unterbringung (etwa bei den Eltern oder auswärts) ab.

Eine Teilförderung, die geleistet wird, wenn das Einkommen der Geförderten oder deren Eltern bestimmte Grenzen übersteigt, erhielten 52 % der BAföG-Empfänger und -Empfängerinnen (etwa 505 000). Die Zahl der Teilgeförderten erhöhte sich im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 %. Die Zahl der Vollgeförderten hingegen wies mit + 2,3 % einen deutlich geringeren Anstieg auf.

Einen Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind erhielten 49 000 Geförderte (+ 17 %).

Die Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:

Udo Kleinegees,
Telefon: (0611) 75-2857,
www.destatis.de/kontakt

Udo Kleinegees | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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