Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Physik als weibliche Materie

26.03.2010
Workshop "Physik für Schülerinnen" der Universität Jena will Mädchen für die Physik begeistern

Unter den bisherigen 186 Nobelpreisträgern in Physik sind nur zwei Frauen zu finden: Marie Curie (1903) und Maria Goeppert-Mayer (1963). Der Physik-Nobelpreis weist damit den niedrigsten Frauenanteil aller Nobelpreise auf - ein Phänomen, das symptomatisch ist. Noch immer ist das weibliche Geschlecht in der Physik stark unterrepräsentiert. Damit sich dies ändert, lädt die Physikalisch-Astronomische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena vom 29. bis 31. März bereits zum achten Mal zum Workshop "Physik für Schülerinnen" ein.

Und es besteht Hoffnung auf eine zukünftig weiblichere Physik: "Insgesamt 30 Mädchen der Klassenstufen 9 bis 13 haben sich für den dreitägigen Workshop angemeldet", sagt die Physikerin Dr. Angela Unkroth von der Uni Jena. Sie organisiert den Workshop gemeinsam mit ihrer Fachkollegin Dr. Elke Wendler. "Ohne Noten und ohne Druck" bekommen die Schülerinnen die Möglichkeit, bestehende Hemmschwellen gegenüber der Physik abzubauen.

In frei wählbaren Projekt-Gruppen können die Mädchen unter anderem ins Innere eines Radios blicken oder sich mit den Geheimnissen und physikalischen Eigenschaften von Seifenblasen auseinandersetzen. Selbstverständlich experimentieren die Workshop-Teilnehmerinnen dabei selbst. Auch moderne physikalische und astronomische Themen, wie Teilchenbeschleuniger, Elektronenmikroskopie oder die Sonne als Kult- und Forschungsobjekt, werden von den Schülerinnen experimentell und theoretisch erschlossen. "Besonders begehrt ist das Thema Schwarze Löcher", hat Dr. Unkroth bereits festgestellt.

... mehr zu:
»Materie »Physik

Das umfassende Workshop-Programm spiegelt die vielen Facetten wider, welche die Physik zu bieten hat und präsentiert das Fach als alltagsnahe Wissenschaft. "Mädchen haben durchaus Interesse an physikalischen Themen, das es jedoch erst zu wecken gilt", betont Dr. Wendler. Einige der Teilnehmerinnen lassen sich von den Projekttagen sogar zu einem Studium anregen, hat die Vergangenheit bewiesen. Die Jenaer Universität bietet hierfür beste Voraussetzungen. Ob Bachelor-, Master- oder Lehramtsstudium, im Studienangebot der Friedrich-Schiller-Universität hat die Physik für jeden und jede etwas zu bieten.

Kontakt:
Dr. Elke Wendler / Dr. Angela Unkroth
Physikalisch-Astronomische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947333 oder 947003
E-Mail: elke.wendler[at]uni-jena.de / dekanat-paf[at]uni-jena.de

Christin Domin | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Berichte zu: Materie Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Workshop zum Sensordatenmanagement im September
16.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Brandschutz im Tanklager – Tagung in Essen
15.08.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics