Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn Konkurrenten voneinander lernen

27.06.2012
Workshop der Tonali Grand Prix-Teilnehmer mit Amadeus Templeton und Helge Antoni an der Universität Witten/Herdecke

Die zwölf hochbegabten Nachwuchs-Cellisten, die sich für den Musikwettbewerb Tonali12 Grand Prix qualifiziert hatten, haben vom 22. bis zum 24. Juni in einem gemeinsamen Workshop für Kommunikationskompetenz an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) mit dem Cellisten und Kulturmanager Amadeus Templeton und dem Pianisten und Konzert-Coach Helge Antoni ihre Bühnenpräsenz, Kommunikation und Konzertmoderation trainiert.

„Uns war es wichtig, dass hier einmal nicht der Wettbewerb im Mittelpunkt steht, sondern das Voneinander-Lernen“, sagte Templeton, der den Wettbewerb 2009 mit dem Cellisten Boris Matchin ins Leben rief.

Die besondere Bedeutung der Musikvermittlung erläutert er so: „Der Musiker heute kann nicht mehr voraussetzen, dass sein Publikum einen musikalischen Bildungshorizont hat. Er muss sich vielmehr selber darum kümmern, seine Musik zu vermitteln.“ Dies könne durch direkte Interaktion mit dem Publikum, eine starke Bühnenpräsenz oder eine gelungene und gerne auch ungewöhnliche Konzertmoderation geschehen.

Konstruktiv, eigenständig und im überaus produktiven Miteinander entwickelten die Teilnehmer deshalb originelle Methoden der Musikvermittlung, die sie dann bei moderierten Konzertauftritten im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und in der großen Halle der Universität ausprobieren konnten – mit zum Teil sehr berührenden Ergebnissen. Im Krankenhaus spielten die Musiker unter anderem für ein schwer krankes Kind, für das eine normale Aufführung zu laut gewesen wäre, ein leises „Bruder Jakob“; ein älterer Herr, der kurz vor dem Tod stand, wünschte sich ebenfalls Musik. Die Solisten spielten für beide – und waren am Ende auch selbst zu Tränen gerührt. „Das sind Grenzerfahrungen, die man bei derartigen Wettbewerben normalerweise nicht hat“, sagte Templeton. So entwickelte sich aus dem Wettbewerbsgedanken ein Gefühl der Verantwortung für das eigene Publikum.

Der Workshop wurde von der Dr. Ursula Kuhn Musikstiftung, der Stiftung Mercator, der Allianz Kulturstiftung und dem Kemnater Kreis ermöglicht.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Amadeus Templeton (040 / 532662) oder unter:
www.tonali.de
www.kommunikationskompetenz.net
www.helgeantoni.com
www.amadeus-templeton.com
Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Jan Vestweber | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Kristallwachstum mit atomarer Präzision
08.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF

nachricht 15. Workshop Digital Broadcasting: Synergien zwischen Digitalem Rundfunk und Mobilfunk nutzen
02.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

17.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Space Farming dank Pflanzenhormon Strigolacton

17.10.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Oberflächen mit flexiblen und handlichen Plasmaquellen aktivieren

17.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics