Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grenzen des heute Machbaren ein Stück hinausschieben

07.09.2012
Workshop zur Quantenfeldtheorie in der Universität Bielefeld
Die Bielefelder Hochenergie-Physiker richten vom 10. bis 12. September einen internationalen Workshop zum Thema „Präzisionsberechnungen in der Quantenfeldtheorie – Grenzen und Perspektiven" (Frontiers in Perturbative Quantum Field Theory) aus, bei dem weltweit führende Forscher den Fortschritt auf diesem Gebiet diskutieren werden. Einer der Höhepunkte wird am Mittwoch, 12. September um 17.30 Uhr im Hörsaal 5, der Vortrag von Professor Dr. Markus Schumacher (Universität Freiburg / CERN) zur Entdeckung des Higgs-Teilchens sein. Hierzu sind Medienvertreter um 17 Uhr vor dem Hörsaal 5 herzlich willkommen.

Die Quantenfeldtheorie stellt den mathematischen Rahmen dar, der den Physikern eine moderne, logisch konsistente und widerspruchsfreie Naturbeschreibung ermöglicht. Hierfür vereinigt sie die beiden Grundpfeiler Quantenmechanik und Relativitätstheorie, und ermöglicht so eine hochpräzise Beschreibung der Bestandteile unseres Universums auf subatomarer Skala. Dies betrifft beispielsweise die hochenergetischen Kollisionsexperimente, die zurzeit am Large Hadron Collider (LHC), am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN), in Genf durchgeführt werden.

Um die Resultate dieses gigantischen Experimentes korrekt deuten zu können – etwa um neue Elementarteilchen (wie kürzlich ein sogenanntes Higgs-Boson) oder eventuell sehr viel exotischere Möglichkeiten zu entdecken – sind umfangreiche theoretische Berechnungen mit extrem hoher Genauigkeit nötig. Dieser Aspekt soll auf dem Workshop, dessen Teilnehmerliste sich wie das "Who is Who" der perturbativen Quantenfeldtheorie liest, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden, um die Grenzen den heute Machbaren wieder ein Stück hinauszuschieben.

So kommt mit dem Alexander von Humboldt-Professor Dirk Kreimer, Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Mathematische Physik der Humboldt Universität Berlin, im Rahmen des Workshops ein weltweit herausragender Experte im Bereich der Quantenfeldtheorie nach Bielefeld. Professor Kreimer, dessen Forschung eine belastbare Brücke zwischen Mathematikern und Physikern bildet, wird von seinen Ideen und Fortschritten auf dem Gebiet der sogenannten Eichtheorien berichten.

York Schröder, Heisenberg-Professor für theoretische Elementarteilchenphysik in Bielefeld und einer der Organisatoren des Workshops, freut sich auf den intensiven Austausch mit Kollegen: "Wir sind begeistert von den rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der Quantenfeldtheorie, und von dem großen Interesse das unser Workshop bei den anerkannten Spezialisten auf diesem Gebiet hervorgerufen hat. Dies unterstreicht und fördert die internationale Sichtbarkeit des Standorts Bielefeld enorm. Mit viel Vorfreude fiebern wir einer Woche voll spannender Diskussionen entgegen."

Die Forschung in perturbativer Quantenfeldtheorie ist Teil des Forschungsschwerpunktes "Theoretische Wissenschaften" (Theoretical Sciences) der Universität Bielefeld, in dem Mathematik, Theoretische Physik und Wirtschaftsmathematik kooperieren.

Kontakt:
Prof. Dr. York Schröder, Universität Bielefeld
Fakultät für Physik
Telefon: 0521 106-6211, Sekretariat: 0521 106-6224
E-Mail: yorks@physik.uni-bielefeld.de

Sandra Sieraad | idw
Weitere Informationen:
http://www2.physik.uni-bielefeld.de/frontiers2012.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Kristallwachstum mit atomarer Präzision
08.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF

nachricht 15. Workshop Digital Broadcasting: Synergien zwischen Digitalem Rundfunk und Mobilfunk nutzen
02.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Im Focus: Materiezustände durch Licht verändern

Forscherinnen und Forscher der Universität Hamburg stören die kristalline Ordnung

Physikerinnen und Physikern der Universität Hamburg ist es gelungen, mithilfe von Laserpulsen die Ordnung von Quantenmaterie so zu stören, dass ein spezieller...

Im Focus: Disrupting crystalline order to restore superfluidity

When we put water in a freezer, water molecules crystallize and form ice. This change from one phase of matter to another is called a phase transition. While this transition, and countless others that occur in nature, typically takes place at the same fixed conditions, such as the freezing point, one can ask how it can be influenced in a controlled way.

We are all familiar with such control of the freezing transition, as it is an essential ingredient in the art of making a sorbet or a slushy. To make a cold...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Methode der statistischen Inferenz in der Magnetresonanztomographie (fMRI) entwickelt

16.10.2018 | Medizintechnik

Tiefsee ergründen – erstmalige LIBS-Messung bei 600 bar

16.10.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics