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Mit Mathematik die Welt beschreiben

02.07.2008
Mathematiker der Universität Jena veranstalten vom 6.-12. Juli internationalen Workshop

Physiker nutzen sie genauso wie Chemiker, Geowissenschaftler ebenso wie Mediziner - meist jedoch unbewusst. Die Rede ist von Funktionenräumen. Vereinfacht ist ein Funktionenraum eine Menge von Funktionen mit gleichen Eigenschaften.

"Es handelt sich um Modelle, mit denen die mathematischen Grundlagen verschiedenster Vorgänge beschrieben werden", erläutert PD Dr. Dorothee Haroske von der Universität Jena. "Der Begriff ist sehr abstrakt, die Anwendungen, wie zum Beispiel Schwingungsgleichungen in der Physik oder Medikamentenabbau im Körper, sind dagegen wesentlich anschaulicher", fügt die Mathematikerin hinzu.

Ihre Forschungsgruppe "Funktionenräume" hat sich auf dieses Gebiet spezialisiert und veranstaltet dazu vom 6. bis 12. Juli einen internationalen Workshop in Freyburg/Unstrut. Unter dem Titel "Function Spaces and Applications" bildet die Tagung den Abschluss eines gleichnamigen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für zwei Jahre geförderten, deutsch-russischen Kooperationsprojektes. Angemeldet haben sich 70 Wissenschaftler aus 16 Ländern - neben etlichen Koryphäen auch viele Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler. "Das spiegelt den ausgezeichneten internationalen Ruf unserer Jenaer Forschungsgruppe wider, die in dieser Form einzigartig in Deutschland ist", betont Dorothee Haroske.

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Der inzwischen emeritierte Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Triebel begründete die Jenaer Schule "Funktionenräume" vor etwa 40 Jahren an der Friedrich-Schiller-Universität, heute leitet Prof. Dr. Hans-Jürgen Schmeißer die weltweit geachtete Forschergruppe. Neben der Präsentation neuer Forschungsergebnisse legen die Organisatoren des Workshops Wert auf einen regen Informationsaustausch. "Gerade Nachwuchswissenschaftler sollen die Möglichkeit erhalten, mit erfahrenen Kollegen ins Gespräch zu kommen", unterstreicht Dorothee Haroske.

Auch wenn das zweijährige DFG-Projekt demnächst endet, hoffen die Jenaer Wissenschaftler auf eine weitere intensive Zusammenarbeit mit den russischen Kollegen. "Das wird ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche während der Tagung sein", sagt Forschungsgruppenleiter Prof. Schmeißer, der sich auch innerhalb Europas eine stärkere Vernetzung der Zentren auf diesem Forschungsgebiet wünscht. Entsprechende Weichen in diese Richtung können wir vielleicht schon auf der Tagung stellen", ist der Professor für Analysis optimistisch.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Schmeißer / PD Dr. Dorothee Haroske
Mathematisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946123 E-Mail: haroske[at]minet.uni-jena.de

Manuela Heberer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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