Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

5. Workshop der ARPA-Wissenschaftsstiftung am Frankfurter Universitätsklinikum

25.04.2008
Über 250 Zahnärztinnen und Zahnärzte trafen sich zum 5. Workshop der ARPA-Wissenschaftsstiftung. Thema war "Mikrobiologie der Parodontitis - Antibiotika in der Therapie".

Die gemeinnützige ARPA-Wissenschaftsstiftung (ARPA steht für "Arbeitsgemeinschaft für Parodontoseforschung") veranstaltete im März bereits zum 5. Mal ihren Workshop zur Parodontologie. Thema der diesjährigen Veranstaltung im Klinikum der J.W. Goethe-Universität war "Mikrobiologie der Parodontitis - Antibiotika in der Therapie".

In ihren Vorträgen diskutierten internationale Experten die parodontale Mikrobiologie in ihrer ganzen Komplexität. Das Themenspektrum reichte von der Diagnostik bis zur Therapie parodontaler Erkrankungen. Die Veranstaltung am 7. und 8. März war mit 250 Zahnärztinnen und Zahnärzten aus ganz Deutschland gut besucht. "Der Workshop war ein voller Erfolg und förderte durch die regen Diskussionen den wissenschaftlichen Austausch der Mediziner", resümiert Gastgeber Prof. Dr. Peter Eickholz, Direktor der Poliklinik für Parodontologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Frankfurter Universitätsklinikums.

Zu Beginn der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Jörg Meyle von der Universität Gießen, Vorstandsmitglied der ARPA, einen Vortrag zum Thema "Parodontalpathogene Keime - gibt es das überhaupt?" und machte anhand zahlreicher Beispiele die Schwierigkeit der Beantwortung dieser Frage deutlich. Der Direktor des Biofilm Centers der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Hans-Curt Flemming, referierte zum Thema "Biofilm: ubiquitär und unbesiegbar?".

Probleme in der Analyse und Interpretation mikrobiologischer Proben erläuterte Prof. Dr. Rutger Persson von der Universität Bern in seinem Vortrag mit dem Titel "Komplexität der oralen Mikroflora versus Begrenztheit kommerziell verfügbarer Tests". Prof. Dr. Thomas Beikler von der University of Washington, Seattle, USA, ging in seinem Beitrag zu "Pathogenitäts- bzw. Virulenzmechanismen parodontalpathogener Keime" auf die Zukunft parodontaler Diagnostik ein.

Der zweite Teil der Veranstaltung rückte neue Strategien bei der parodontalen Behandlung mit Antibiotika und mögliche Nebenwirkungen der Medikamente in den Vordergrund. "Antibiotika - was sie können und was sie nicht können" war der Titel des Vortrages von Prof. Dr. Wolfgang Pfister von der Universität Jena. Auch der Gastgeber, Prof. Dr. Peter Eickholz, thematisierte die Behandlung mit Antibiotika. In seinem Beitrag "Lokale Antibiotika in der Parodontitistherapie" stellte er die verschiedenen lokalen Antibiotika und ihre Indikationen vor und zeigte Vor- und Nachteile der einzelnen Medikamente. In Zukunft könnten lokale Antibiotika auch in der Periimplantitis-Therapie vermehrt zum Einsatz kommen. Prof. Arie J. van Winkelhoff von der Universität Amsterdam und Dr. Birgit Riep von der Charité in Berlin rundeten das Programm mit ihren Fachvorträgen ab.

Die gemeinnützige ARPA-Wissenschaftsstiftung wurde 2003 auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie gegründet und verfolgt den Zweck, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Parodontologie in Deutschland zu fördern. Seit der Gründung vor fünf Jahren beläuft sich das Stiftungsvolumen auf nunmehr fast 190.000 Euro. 2008 wurden junge Wissenschaftler bereits mit 17.000 Euro bezuschusst.

Für den 31. Oktober und den 1. November 2008 ist ein Symposium der ARPA-Wissenschaftsstiftung zum Thema "Periimplantäre Erkrankungen - Diagnostik und Therapie" geplant. Im Frühjahr 2009 soll der 6. Workshop der ARPA stattfinden. Genauere Informationen finden sich unter www.dgparo.de.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Peter Eickholz
Poliklinik für Parodontologie
Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Carolinum)
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 56 42
Fax (0 69) 63 01 - 37 53
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de

Weitere Berichte zu: ARPA Antibiotikum Mikrobiologie Parodontologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Selfies in 3D: Hightech aus der Alpenrhein-Region
28.06.2018 | Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur

nachricht Internationaler Workshop zu Künstlicher Intelligenz in der Quantenphysik
13.06.2018 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics