Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biodiversitätsdaten in Westafrika - BIOTA-Workshop am Forschungsinstitut Senckenberg

14.12.2007
Bevölkerungswachstum, Klimawandel und natürliche Ressourcen, Armut, Landflucht oder Gesundheitsrisiken sind einige der Schlagwörter, die nicht nur die Problemstellung in afrikanischen Ländern skizzieren, sondern auch die damit verknüpften Herausforderungen.

Seit dem 24. November 2007 führen Mitarbeiter der Abteilung für Botanik und Molekulare Evolutionsforschung 18 westafrikanische Nachwuchswissenschaftler/Innen in die Datenbank basierte Erfassung von Informationen zur Biodiversität Westafrikas von der Sahelzone bis zum Golf von Guinea ein.

Der am Forschungsinstitut Senckenberg durchgeführte Workshop findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten BIOTA AFRICA-Programms (BIOdiverstity Monitoring Transect Analysis in Africa) für Doktoranden und Doktorandinnen sowie Postdocs der westafrikanischen Partnerländer statt und hat - neben den Disziplinen zum nachhaltigen Schutz von Biodiversität und Ökosystemen - einen besonderen Schwerpunkt auf dem Transfer von Know-how sowie der Bildung regionaler Kapazitäten vor Ort. - Die Kosten werden jeweils zur Hälfte durch das BIOTA Afrika-Programm sowie das von der Europäischen Union (EU) finanzierte SUN-Projekt (Sustainable Use of Natural Vegetation in West Africa) getragen.

Als Teil des ausgewählte Regionen umfassenden BIOTA Afrika-Programms bezieht sich BIOTA W11 auf die westafrikanischen Partnerländer Burkina Faso, Benin und Elfenbeinküste. Das SUN-Projekt ermöglicht seit diesem Jahr die Einbindung der Länder Niger und Senegal.

... mehr zu:
»BIOTA »Partnerland

Seit 2001 sind die Botaniker des Forschungsinstituts Senckenberg unter der Leitung von Professor Georg Zizka in das Projekt eingebunden. Gemeinsam mit Ethnologen, Geografen und Wissenschaftlern weiterer Fachbereiche der Universitäten in Frankfurt und Mainz sowie in enger Zusammenarbeit mit den afrikanischen Universitäten in Ouagadougou (Burkina Faso) und Cotonou (Benin) werden im Rahmen des BIOTA W11-Projekts Zusammenhänge von Artendiversität und Vegetationsveränderungen sowie den darauf Einfluss nehmenden Faktoren wie die Verschiebung des Klimas und Auswirkungen menschlicher Einfussnahme erforscht.

Durch gemeinsame Feldarbeit konnten mittlerweile mehrere Hundert Pflanzenarten identifiziert werden, die für die Region bisher nicht bekannt waren. Die Westafrika-Herbarien in Frankfurt und Ouagadougou sind im Rahmen des Projekts mit allein 12 000 Arten für Burkina Faso immens gewachsen und nahezu vollständig in Datenbanken erfasst.- In Zusammenarbeit mit den Partnerländern verfolgt die botanische Diverstitätsforschung eine anwendungsbezogene Umweltpolitik und orientiert sich dabei gleichermaßen an den Lebensgrundlagen wie an tradiertem Wissen der Bewohner.

Das kontinuierliche Bevölkerungswachstum, veränderte Lebensbedingungen oder landwirtschaftliche Praktiken und Dürreperioden infolge starker Klimaschwankungen haben zu einer Degradierung von Boden und Vegetation der überwiegend durch Savannen geprägten Landschaft geführt. Weidegräser nehmen zu Gunsten von Weideunkräutern ab und vegetationsfreie Flächen dehnen sich aus, was einen Rückgang der Artenvielfalt nach sich zieht. - Viel versprechende Ansätze wie etwa die Anlage von Medizinalpflanzengärten, Schutzgebieten oder die Anpflanzung von lokalen Nutzbaumarten sind im Rahmen des BIOTA-Projekts erfolgreich begonnen worden und sollen auch weiterverfolgt werden.

Der wachsende Druck auf natürliche Ressourcen macht die Stärkung von Kompetenzen und Infrastruktur durch eine gezielte Förderung von NachwuchswissenschaftlernInnen dringlich, um in der praktischen Umsetzung eine wissenschaftsbasierte und Natur nahe Lösung zu verfolgen sowie die sinnvolle und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen auszubauen.

Ansprechpartner:
Doris von Eiff / Pressestelle
Tel: 069-7542 1257
Email: doris.voneiff@senckenberg.de

Doris von Eiff | idw
Weitere Informationen:
http://www.biota-africa.org
http://www.sunproject.dk
http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=3744

Weitere Berichte zu: BIOTA Partnerland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Workshop zum Sensordatenmanagement im September
16.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Brandschutz im Tanklager – Tagung in Essen
15.08.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics