Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Astroteilchenphysiker treffen sich zu Workshop in Mainz

07.09.2018

Dreitägiges Treffen der deutschsprachigen Forschergemeinde diskutiert Status und Perspektiven der Astroteilchenphysik

Von den hochenergetischen Neutrinos aus dem Universum bis zur unsichtbaren Dunklen Materie und von den Gravitationswellen bis zur Astro-Kernphysik – die ausgesprochen vielfältige Community der Astroteilchenphysiker trifft sich in Mainz, um eine breite Palette verschiedener Themen der Astroteilchenphysik und benachbarter Fachgebiete zu diskutieren.


Der Workshop „Astroparticle Physics in Germany“ findet bereits seit 20 Jahren in ungefähr zweijährigem Turnus statt, auch unter der Bezeichnung „Zeuthen Workshop“ bekannt. Dieses Jahr werden vom 17. bis 19. September 2018 etwa 200 Teilnehmer bei der Veranstaltung in Mainz erwartet.

„Es gibt viel Neues aus den unterschiedlichen Bereichen der Astroteilchenphysik zu diskutieren, daher ist das Programm dicht gepackt mit Highlight-Vorträgen“, teilen Prof. Dr. Sebastian Böser und Prof. Dr. Uwe Oberlack von der Experimentellen Teilchen- und Astroteilchenphysik (ETAP) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) mit, beide Mitglieder des Organisationskomitees.

Zu den spannenden Themen gehört dieses Jahr sicherlich die eindeutige Identifikation einer Quelle kosmischer Neutrinos – die Ereignisse wurden vor ziemlich genau einem Jahr aufgezeichnet und kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Damit verknüpft ist The Dawn of Multi-Messenger Astrophysics – ein Thema, das auch aufgrund der Entdeckung der Gravitationswellen großes Interesse erfährt“, erläutern Prof. Dr. Christian Weinheimer von der Universität Münster und Dr. Andreas Haungs vom KIT, Vorsitzende des Komitees für Astroteilchenphysik. Eine der zentralen Fragen der Wissenschaftler bleibt die Natur der Dunklen Materie, zu der über neueste Ergebnisse berichtet wird. Ebenso ist die Physik der leichtesten Elementarteilchen, der Neutrinos, ein wichtiger Bestandteil des Programms.

Insgesamt decken die Beiträge Experimente, Beobachtungen und die Theorie gleichermaßen ab. Neben dem Austausch neuer Ideen und der Präsentation von Ergebnissen und Fortschritten wird dieser Workshop den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem der Diskussion künftiger Pläne und Strategien dienen.

Der Workshop richtet sich explizit auch an jüngere Astroteilchenphysiker und -physikerinnen. Er findet vom 17. bis 19. September 2018 im Hörsaalzentrum Physik/Mathematik/Chemie, Gebäude 2321, Duesbergweg 10-14, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Weitere Informationen auf der Konferenz-Homepage unter https://indico.mitp.uni-mainz.de/event/175/overview.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Sebastian Böser
Experimentelle Teilchen- und Astroteilchenphysik (ETAP)
Institut für Physik
Exzellenzcluster PRISMA
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-23865
Email: sboeser@uni-mainz.de
Web: https://www.prisma.uni-mainz.de/1107.php

Prof. Dr. Uwe Oberlack
Experimentelle Teilchen- und Astroteilchenphysik (ETAP)
Institut für Physik
Exzellenzcluster PRISMA
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-25167
E-Mail: oberlack@uni-mainz.de
http://xenon.physik.uni-mainz.de/

Originalpublikation:

https://indico.mitp.uni-mainz.de/event/175/overview – Konferenz-Homepage
https://www.eventbrite.de/e/wo-geisterteilchen-im-all-entstehen-wissenschaftlich... – Öffentlicher Abendvortrag
https://www.etap.physik.uni-mainz.de/ – Experimentelle Teilchen- und Astroteilchenphysik, Institut für Physik der JGU
http://www.prisma.uni-mainz.de/ – Exzellenzcluster PRISMA
http://www.astroteilchenphysik.de – Komitee für Astroteilchenphysik (KAT)

Weitere Informationen:

Lesen Sie mehr:
http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/5685_DEU_HTML.php – Pressemitteilung „IceCube-Forscher weisen erstmals Herkunft eines Neutrinos aus den Tiefen des Kosmos nach“ (13.07.2018) ;
http://www.uni-mainz.de/presse/58532.php – Pressemitteilung „IceCube liefert Anzeichen für Neutrinos aus dem Kosmos“ (22.11.2013)

Petra Giegerich | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Was unser Gang verbirgt: Die Zukunft der Hirnstrommessung am Hanse-Wissenschaftskolleg
15.11.2019 | Hanse-Wissenschaftskolleg

nachricht Von Drehbuchschreibern und Chatbotdialogen
12.11.2019 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Freiburg gelang es die komplexe molekulare Struktur des bakteriellen Enzyms Cytochrom-bd-Oxidase zu entschlüsseln. Da Menschen diesen Typ der Oxidase nicht besitzen, könnte dieses Enzym ein interessantes Ziel für neuartige Antibiotika sein.

Sowohl Menschen als auch viele andere Lebewesen brauchen Sauerstoff zum Überleben. Bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie wird der Sauerstoff zu Wasser...

Im Focus: Neue Möglichkeiten des Additive Manufacturing erschlossen

Fraunhofer IFAM Dresden demonstriert Fertigung von Kupferbau

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden ist es gelungen, mittels Selektivem Elektronenstrahlschmelzen...

Im Focus: New opportunities in additive manufacturing presented

Fraunhofer IFAM Dresden demonstrates manufacturing of copper components

The Fraunhofer Institute for Manufacturing Technology and Advanced Materials IFAM in Dresden has succeeded in using Selective Electron Beam Melting (SEBM) to...

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?

14.11.2019 | Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

14.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Eisfreie Gletscherbecken als Wasserspeicher

14.11.2019 | Geowissenschaften

Lichtimpulse mit wenigen optischen Zyklen durchbrechen die 300 W-Barriere

14.11.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics