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Neue Bayreuther Mathematik-Forschergruppe untersucht die Struktur von Mannigfaltigkeiten

14.02.2007
Neue Erkenntnisse über die Struktur von "Mannigfaltigkeiten" zu gewinnen, also etwa Lösungsmengen von 50 polynomialen Gleichungen in 80 Variablen oder Weltmodelle in der Physik, ist das Ziel einer neuen Forschergruppe der Bayreuther Mathematiker.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt dem Antrag der Bayreuther Arbeitsgruppe 'Komplexe Geometrie' auf Einrichtung einer Forschergruppe zum Thema "Klassifikation algebraischer Flächen und kompakter komplexer Mannigfaltigkeiten" stattgegeben. Dieses ist umso bemerkenswerter, da dieses der einzige Antrag aus der Mathematik in Deutschland ist, der die letztjährige Auswahlrunde "überlebt" hat.

Bayreuth (UBT). Neue Erkenntnisse über die Struktur von "Mannigfaltigkeiten" zu gewinnen, also etwa Lösungsmengen von 50 polynomialen Gleichungen in 80 Variablen oder Weltmodelle in der Physik, ist das Ziel einer neuen Forschergruppe der Bayreuther Mathematiker. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat jetzt dem Antrag der Bayreuther Arbeitsgruppe 'Komplexe Geometrie' auf Einrichtung einer Forschergruppe zum Thema "Klassifikation algebraischer Flächen und kompakter komplexer Mannigfaltigkeiten" stattgegeben. Dieses ist umso bemerkenswerter, da dieses der einzige Antrag aus der Mathematik in Deutschland ist, der die letztjährige Auswahlrunde "überlebt" hat.

Die Forschergruppe wird getragen von den Lehrstühlen "Algebraische Geometrie" und "Komplexe Analysis" sowie von drei Mathematikern aus Düsseldorf und Köln. Die Bayreuther Antragsteller sind die Professoren Ingrid Bauer, Fabrizio Catanese (Koordinator), Thomas Peternell und Jörg Winkelmann. Sie haben damit fünf Mitarbeiterstellen sowie Sach- und Reisemittel für die nächsten drei Jahre eingeworben. Die zweite Phase der Forschergruppe wird dann noch einmal drei Jahre dauern.

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Dieser jüngste Erfolg setzt eine langjährige Tradition erfolgreicher Bayreuther Forschungsprojekte in der Komplexen Geometrie fort, die von dem vor zehn Jahren tragisch verunglückten Professor Michael Schneider begründet wurde. So gab es von 1990 bis 2000 eines der ersten deutschen Graduiertenkollegs in Bayreuth. Von 2000 bis 2006 war Bayreuth Zentrum eines deutschlandweiten Netzwerks, eines sogenannten Forschungsschwerpunktes der DFG (Koordination Thomas Peternell).

Außerdem war Bayreuth Knoten von EU-Projekten. Als aus dem Graduiertenkolleg und dem Schwerpunkt hervorgegangene Nachwuchswissenschaftler verstärken die frisch habilitierten Priska Jahnke und Ivo Radloff die Bayreuther Arbeitsgruppe.

Die Forschergruppe will also neue Erkenntnisse über die Struktur von "Mannigfaltigkeiten" gewinnen. Diese Objekte, die man nicht so ohne weiteres "ausrechnen" kann, sollen mit geometrischen und algebraischen Methoden untersucht und nach Möglichkeit klassifiziert werden.

Das Forschungsgebiet befindet sich in einer zentralen Position der reinen Mathematik, an der Kreuzung zwischen Geometrie, Zahlentheorie und Algebra und führt zu zahlreichen Anwendungen, z.B. in der modernen Physik, in der Kryptographie (Scheckkarten) oder in der Robotik.

Die bewilligten Mittel erlauben es der Bayreuther Forschergruppe nicht nur, jüngere Mitarbeiter zu gewinnen, sondern auch ihre internationalen Kollaborationen fortzuführen und auszubauen, zum Beispiel mit Rom, Grenoble, Paris, Tokyo und Harvard.

Weitere Infos bei
Professor Dr. Fabrizio Catanese
Tel. 0921/ 55-3376
Telefax: +49 (921) 55-2082
Email: Fabrizio.Catanese@uni-bayreuth.de

Jürgen Abel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/

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