Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzenforschung und Innovation in Thüringen wird gefördert

05.05.2008
Kompetenzdreieck "Optische Mikrosysteme" in Jena, Ilmenau und Erfurt erfolgreich

Das Kompetenzdreieck "Optische Mikrosysteme" mit den Partnern Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Ilmenau, CiS Institut für Mikrosensorik Erfurt, Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik sowie Institut für Photonische Technologien in Jena ist zu einem Pilotprojekt im Förderprogramm Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern ernannt worden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Partner mit 7,5 Millionen Euro, wie heute (05.05.) Forschungsministerin Annette Schavan bekannt gegeben hat.

Optische Mikrosysteme bilden die Grundlage neuartiger Beleuchtungs- und Sensorsysteme. Die Thüringer Industrie ist hier mit einem Exportanteil von ca. 60 % wesentlicher Zulieferer für Märkte wie Information, Produktion, Lebenswissenschaften und Medizin sowie Energie und Umwelt. "Ein wesentliches Charakteristikum von Optik und Mikrosystemtechnik in Thüringen ist die seit mehr als 100 Jahren bestehende Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der Wirtschaft in der Tradition von Abbe, Schott und Zeiss", betont Prof. Dr. Andreas Tünnermann. Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sähen diese Zusammenarbeit als Basis für eine nachhaltige wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Region, so der Direktor des Jenaer Uni-Instituts für Angewandte Physik, der in Personalunion das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik leitet.

Das BMBF hat die besonderen Kompetenzen der Akteure der Region Jena-Erfurt-Ilmenau auf den Gebieten Optik und Mikrosystemtechnik anerkannt und unterstützt die Aktivitäten auf den Feldern Ausbildung und Fachkräftesicherung sowie Forschung und Innovation mit einem Fördervolumen von 7,5 Millionen Euro. Die Mittel werden eingesetzt, um Kernkompetenzen der Forschungspartner Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Ilmenau, CiS Institut für Mikrosensorik Erfurt, Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik sowie des Instituts für Photonische Technologien Jena auf dem Gebiet optischer Mikrosysteme zusammenzuführen und auszubauen. Hierzu wird das vorhandene Know-how der beteiligten Einrichtungen durch strategische Investitionen auf zukünftige Innovationsfelder der optischen Mikrosysteme ausgerichtet und entsprechende anwendungsorientierte Grundlagenforschung vorgenommen. Parallel dazu werden nach den vorrangigen Tätigkeitsfeldern der Thüringer Industrie ausgewählte "Demonstratoren" erforscht, die die neuen Technologien einrichtungsübergreifend nutzen und so zu völlig neuen Systemkonzepten gelangen. Beispiel für einen Demonstrator ist ein ultra-dünner optischer Sensor nach dem Vorbild der Insektenaugen mit extremer Weitwinkeloptik. Zur Nachwuchsförderung und Qualifizierung wird die interdisziplinäre Graduate Research School OMITEC eingerichtet. Komplementäre Maßnahmen des Freistaates Thüringen im Landesprogramm ProExzellenz ergänzen die Förderung des Bundes.

... mehr zu:
»Mikrosystem »Optisch

"Die Förderung unserer Einrichtungen durch den Bund im Rahmen des Programms Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern ist für uns eine hohe Auszeichnung", sagt der Sprecher des Kompetenznetzes Prof. Tünnermann. "Die Förderung der Partner aus der Wissenschaft erlaubt den nachhaltigen Ausbau der Kompetenzen der Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen", so der Jenaer Physiker weiter. "Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit der Einrichtungen in der Grundlagenforschung und angewandten Forschung verfestigt. Die Förderung ist zudem ein wichtiger Baustein in der Bewerbung der Region Jena im Spitzenclusterwettbewerb. Hier ist die Region zur Antragstellung aufgefordert, da der Optikcluster CoOPTICS die Innovations- und Wertschöpfungskette regional vollständig abdeckt - von der Grundlagenforschung bis hin zu Herstellung und Vertrieb von innovativen Produkten und Dienstleistungen."

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
http://www.iap.uni-jena.de/
http://www.iof.fraunhofer.de/index_d.html

Weitere Berichte zu: Mikrosystem Optisch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Für Körperscanner und Materialprüfung: Neues bildgebendes Verfahren für Terahertz-Strahlung setzt auf Mikrospiegel
06.12.2019 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schweizer Weltraumteleskop CHEOPS: Raketenstart voraussichtlich am 17. Dezember 2019
05.12.2019 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Im Focus: Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität für Lithium-Ionen-Akkus

Durch Untersuchungen struktureller Veränderungen während der Synthese von Kathodenmaterialen für zukünftige Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkus haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und kooperierender Einrichtungen neue und wesentliche Erkenntnisse über Degradationsmechanismen gewonnen. Diese könnten zur Entwicklung von Akkus mit deutlich erhöhter Kapazität beitragen, die etwa bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite möglich machen. Über die Ergebnisse berichtet das Team in der Zeitschrift Nature Communications. (DOI 10.1038/s41467-019-13240-z)

Ein Durchbruch der Elektromobilität wird bislang unter anderem durch ungenügende Reichweiten der Fahrzeuge behindert. Helfen könnten Lithium-Ionen-Akkus mit...

Im Focus: Neue Klimadaten dank kompaktem Alexandritlaser

Höhere Atmosphärenschichten werden für Klimaforscher immer interessanter. Bereiche oberhalb von 40 km sind allerdings nur mit Höhenforschungsraketen direkt zugänglich. Ein LIDAR-System (Light Detection and Ranging) mit einem diodengepumpten Alexandritlaser schafft jetzt neue Möglichkeiten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (IAP) und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT entwickeln ein System, das leicht zu transportieren ist und autark arbeitet. Damit kann in Zukunft ein LIDAR-Netzwerk kontinuierlich und weiträumig Daten aus der Atmosphäre liefern.

Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein heißes Thema. Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage zum Verständnis der Phänomene sind valide Modelle zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

RNA-Modifikation - Umbau unter Druck

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Der Versteppung vorbeugen

06.12.2019 | Geowissenschaften

Verstopfung in Abwehrzellen löst Entzündung aus

06.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics