Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens entwickelt Industriedampfturbinen-Portfolio weiter

12.06.2012
Neuartiges Dampfturbinenkonzept Enhanced Platform und neue Dampfturbine SST-111

Siemens Energy hat am 12. Juni 2012 auf der Fachmesse Power-Gen Europe in Köln zwei Weiterentwicklungen des Industriedampfturbinen-Portfolios vorgestellt: das Dampf-turbinen-Designkonzept Enhanced Platform sowie die neue Industriedampfturbine des Typs SST-111.



Das Enhanced-Platform-Design wird künftig bei Siemens-Industriedampfturbinen im Leistungsbereich zwischen 15 und 250 Megawatt (MW) zum Einsatz kommen. Die Design-Verbesserungen ermöglichen höhere Wirkungsgrade, kürzere Anfahrzeiten, eine verbesserte Verfügbarkeit, erweiterte Einsatzmöglichkeiten und eine erhöhte Service-freundlichkeit.

Darüber hinaus ergänzt Siemens sein Portfolio an Industriedampfturbinen um den Typ SST-111 mit einer Leistung von bis zu zwölf MW. Durch ihren mehrgehäusigen Aufbau kann die neue Turbine sehr flexibel betrieben werden und eignet sich daher insbesondere für kleinere Anlagen zur dezentralen Stromerzeugung. Siemens hat bereits den ersten Auftrag für die neue SST-111-Dampfturbine von dem kommunalen Müll-entsorgungsunternehmen Devon County Council and Viridor Waste Management Ltd. aus Großbritannien erhalten. Die Maschine wird in einer Müllverbrennungsanlage in Exeter zum Einsatz kommen.

Siemens wird das neue Enhanced-Platform-Design ab sofort für die Industriedampfturbinen SST-600 und SST-800 verwenden und anschließend schrittweise für die Dampfturbinentypen SST-300, SST-400 und SST-500 einführen. Das verbesserte Designkonzept kombiniert bewährte Technologien bestehender Siemens-Turbinenfamilien. Es beruht auf einzelnen standardisierten Bausteinen, die entsprechend dem jeweiligen Einsatzgebiet und den dafür benötigten Dampfparametern zusammengestellt werden. Optimierte Schaufelgeometrien führen zu Wirkungsgradsteigerungen und damit letztlich zu höheren Turbinenleistungen bei gleich-bleibendem Ressourceneinsatz. Die industriellen Dampfturbinen, die auf dem neuen Design basieren, können mit einem Frischdampfdruck von bis zu 165 bar in Kombination mit einer Frischdampftemperatur von bis zu 565 °C betrieben werden.

„Das Enhanced-Platform-Konzept verbessert nicht nur Wirkungsgrad und Leistung unserer Turbinen und deren Einsatzmöglich-keiten. Auch bei den Anfahrzeiten und der Verfügbarkeit konnten wir deutliche Fortschritte erzielen. Mit der neuen Technologie werden wir unsere Position als Technologie- und Marktführer bei Industriedampfturbinen auch in den kommenden Jahren erfolgreich verteidigen“, sagte Markus Tacke, CEO der Business Unit Industrial Power bei Siemens Energy.

Die Industriedampfturbine SST-111 erweitert das Siemens-Portfolio für kompakte Dampfturbinen um eine mehrstufige Maschine mit einer Leistung von bis zu zwölf MW. Sie zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad, Schnellstartfähigkeit und niedrige Wartungskosten aus. Die SST-111 verbindet die Robustheit und die Anpassungsfähigkeit einer einstufigen Getriebedampfturbine mit dem höheren Wirkungsgrad einer mehrstufigen Dampfturbine. Der mehrgehäusige Aufbau lässt bis zu zwei kontrollierte Dampfentnahmen für unterschiedliche Prozesse und für die Zwischen-überhitzung des Dampfes zu. Eine zusätzliche Dampfeinspeisung ist ebenfalls möglich. Dies führt zu einem flexiblen Betrieb bei gleichzeitig hoher Effizienz. „Mit der SST-111 haben wir ein Produkt entwickelt, das sich durch niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten sowie durch eine hohe Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit auszeichnet. Die erste Bestellung zeigt, dass die Maschine mit ihren Eigenschaften unsere Kunden überzeugt“, sagte Markus Tacke. „Aufgrund ihrer spezifischen Gestaltung eignet sich die Turbine besonders für den Einsatz in Biomasse- oder Müllverbrennungsanlagen, in kleinen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken sowie in solar-thermischen Anlagen. Damit ist die Maschine sowohl für kommunale Versorger als auch für industrielle Stromerzeuger interessant“, fügte Tacke hinzu.

Industriedampfturbinen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2011 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 24,9 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 31,8 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 3,9 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 1. Oktober 2011 über 82.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EOG201206053

Media Relations: Eva-Maria Baumann
Telefon: +49 9131 18-3700
E-mail: eva-maria.baumann@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht dormakaba auf der Messe BAU 2019: Smarte Systemlösungen für sichere Zugänge
16.10.2018 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Internationale Medizintechnikexperten zeigen auf der COMPAMED die Trends der Zukunft
10.10.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Gravitationswellen die Dunkle Materie ausleuchten

Schwarze Löcher stossen zusammen, Gravitationswellen breiten sich durch die Raumzeit aus - und ein riesiges Messgerät ermöglicht es, die Struktur des Universums zu erkunden. Dies könnte bald Realität werden, wenn die Raumantenne LISA ihren Betrieb aufnimmt. UZH-Forschende zeigen nun, dass LISA auch Aufschluss über die schwer fassbaren Partikel der Dunklen Materie geben könnte.

Dank der Laserinterferometer-Raumantenne (LISA) können Astrophysiker Gravitationswellen beobachten, die von Schwarzen Löchern ausgesendet werden. Diese...

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Fokus

22.10.2018 | Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Chemie aus der Luft: atmosphärischem Stickstoff als Alternative

22.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Gebirge bereiten Boden für Artenreichtum

22.10.2018 | Geowissenschaften

Neuer Wirkstoff gegen Anthrax

22.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics