Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modulare OLED-Leuchtstreifen

17.09.2019

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP, ein Anbieter von Forschung und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der organischen Elektronik, stellt auf dem International Symposium on Automotive Lighting 2019 (ISAL), vom 23. bis 25. September 2019, in Darmstadt, am Stand Nr. 37 erstmals OLED-Leuchtstreifen beliebiger Länge mit Zusatzfunktionalitäten vor.

Leuchtstreifen für das Innenraumdesign kennt inzwischen nahezu jeder. LED-Streifen sind als Meterware im Baumarkt um die Ecke erhältlich und ebenso oft als Unterbauleuchten oder in Dekoartikeln zu finden. Aber auch in der Automobilindustrie ist der Bedarf an Leuchtstreifen enorm groß. Besonders im Bereich innovativer Autodesigns spielen maßgefertigte Streifen mit Zusatzfunktionalitäten eine zunehmend wichtige Rolle.


OLED Leuchtstreifen ermöglichen Leuchtflächen mit segmentierter Ansteuerung - Leuchtstreifen

© Fraunhofer FEP

Bildquelle in Druckqualität: www.fep.fraunhofer.de/presse


OLED Leuchtstreifen ermöglichen Leuchtflächen mit segmentierter Ansteuerung - Leuchtstreifen

© Fraunhofer FEP

Bildquelle in Druckqualität: www.fep.fraunhofer.de/presse

Wissenschaftlern am Fraunhofer FEP ist es nun gelungen, Leuchtstreifen aus organischen Leuchtdioden (OLED) herzustellen. Das Besondere an dieser Neuheit – die OLED-Leuchtstreifen wirken wie eine einzige Leuchtfläche ohne Unterbrechung.

Claudia Keibler-Willner, Abteilungsleiterin „Sheet-to-sheet OLED-Technologien“ am Fraunhofer FEP, erklärt diesen Effekt näher: „Wir stellen flexible OLED mit entsprechender Ansteuerelektronik so her, dass beliebig viele OLED-Module aneinandergereiht werden können, ohne sichtbare Unterbrechungen der aktiven Fläche zu erzeugen. Dadurch schaffen wir die Möglichkeit, unendlich lange OLED-Leuchtstreifen anzufertigen. Ein zusätzliches Highlight ist die einzelne Ansteuerung der Segmente. Damit können zusätzliche Lichteffekte, wie unterschiedliche Dimmungen oder dynamische Warnhinweise, realisiert werden.“

Aber warum eigentlich für Autointerieur oder leuchtende Kleidung auf OLED zurückgreifen, statt sich der vorhandenen LED-Technologie zu bedienen? Der enorme Vorteil der OLED liegt in ihren Eigenschaften als Flächenlichtquelle. Im Gegensatz zu den LEDs als Punktlichtquellen leuchten OLED flächig und somit homogen.

Dadurch benötigen OLED-Streifen keine Reflektoren, Lichtleiter oder zusätzliche Optiken. Sie überzeugen zudem mit einer extrem geringen Bautiefe und Leichtigkeit. Diese Filigranität flexibler OLED, die z. B. auf Kunststoffsubstraten gefertigt sind, kann mit konventioneller LED-Technologie kaum realisiert werden. Zusätzlich trägt die Reduktion von Blendeffekten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, beispielsweise bei Sicherheitskleidung mit Beleuchtung, bei.

In den entwickelten modularen Leuchtstreifen mit beliebiger Länge kann die OLED diese Vorteile besonders gut ausspielen: So können OLED-Streifen flexibel auf gebogene Untergründe wie Autokarosserien oder Möbel aufgebracht werden.

Sie können im ausgeschalteten Zustand transparent sein, so dass die darunterliegende Oberfläche sichtbar bleibt. Die OLED verschmelzen so nahezu mit der Umgebung. Die dynamische Ansteuerung oder Dimmung eröffnet zusätzliche Spielarten, wie zum Beispiel für Begrüßungsszenarien am Auto. Designerträume für die lnterieurgestaltung rücken damit in greifbare Nähe.

Die Wissenschaftler freuen sich nun auf konkrete Industrieanfragen, um Prototypen oder Kleinserien dieser Leuchtstreifen für innovative Designs und Anwendungen zu entwickeln.

Fraunhofer FEP auf dem International Symposium on Automotive Lighting 2019 (ISAL):

Science & Congress Centre Darmstadtium
www.isal-symposium.de
Stand Nr.: 37


Pressekontakt:

Frau Annett Arnold

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP
Telefon +49 351 2586 333 | presse@fep.fraunhofer.de
Winterbergstraße 28 | 01277 Dresden | Deutschland | www.fep.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://s.fhg.de/5Tx

Franziska Lehmann | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Weltpremiere: Rittal stellt HPC Direct Chip Cooling-Lösungen mit ZutaCore vor
29.04.2020 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Augmented-Reality-System erleichtert die manuelle Herstellung von Produkten aus Faserverbundmaterialien
04.03.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: I-call – Wenn Mikroimplantate miteinander kommunizieren / Innovationstreiber Digitalisierung - »Smart Health«

Die Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie ermöglicht zahlreiche Innovationen im Bereich der intelligenten Medizintechnik. Das vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT koordinierte BMBF-Verbundprojekt »I-call« realisiert erstmals ein Elektroniksystem zur ultraschallbasierten, sicheren und störresistenten Datenübertragung zwischen Implantaten im menschlichen Körper.

Wenn mikroelektronische Systeme für medizintechnische Anwendungen eingesetzt werden, müssen sie hohe Anforderungen hinsichtlich Biokompatibilität,...

Im Focus: I-call - When microimplants communicate with each other / Innovation driver digitization - "Smart Health“

Microelectronics as a key technology enables numerous innovations in the field of intelligent medical technology. The Fraunhofer Institute for Biomedical Engineering IBMT coordinates the BMBF cooperative project "I-call" realizing the first electronic system for ultrasound-based, safe and interference-resistant data transmission between implants in the human body.

When microelectronic systems are used for medical applications, they have to meet high requirements in terms of biocompatibility, reliability, energy...

Im Focus: Wenn aus theoretischer Chemie Praxis wird

Thomas Heine, Professor für Theoretische Chemie an der TU Dresden, hat 2019 zusammen mit seinem Team topologische 2D-Polymere vorhergesagt. Nur ein Jahr später konnten diese Materialien von einem italienischen Forscherteam synthetisiert und deren topologische Eigenschaften experimentell nachgewiesen werden. Für die renommierte Fachzeitschrift Nature Materials war das Anlass, Thomas Heine zu einem News and Views Artikel einzuladen, der in dieser Woche veröffentlicht wurde. Unter dem Titel "Making 2D Topological Polymers a reality" beschreibt Prof. Heine, wie aus seiner Theorie Praxis wurde.

Ultradünne Materialien sind als Bausteine für nanoelektronische Bauelemente der nächsten Generation äußerst interessant, da es viel einfacher ist, Schaltungen...

Im Focus: When predictions of theoretical chemists become reality

Thomas Heine, Professor of Theoretical Chemistry at TU Dresden, together with his team, first predicted a topological 2D polymer in 2019. Only one year later, an international team led by Italian researchers was able to synthesize these materials and experimentally prove their topological properties. For the renowned journal Nature Materials, this was the occasion to invite Thomas Heine to a News and Views article, which was published this week. Under the title "Making 2D Topological Polymers a reality" Prof. Heine describes how his theory became a reality.

Ultrathin materials are extremely interesting as building blocks for next generation nano electronic devices, as it is much easier to make circuits and other...

Im Focus: Mikroroboter rollt tief ins Innere des Körpers

Mit einem Leukozyten als Vorbild haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart einen Mikroroboter entwickelt, der in Größe, Form und Bewegungsfähigkeit einem weißen Blutkörperchen gleicht. In einem Labor simulierten sie dann ein Blutgefäß – und es gelang ihnen, den Mikroroller durch diese dynamische und dichte Umgebung zu steuern. Der Roboter hielt dem simulierten Blutfluss stand und brachte damit das Forschungsgebiet rund um die zielgenaue Medikamentenabgabe einen Schritt weiter: Es gibt keinen besseren Zugangsweg zu allen Geweben und Organen im menschlichen Körper als den Blutkreislauf.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Stuttgart haben einen winzigen Mikroroboter entwickelt, der einem weißen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dresden Nexus Conference 2020 - Gleicher Termin, virtuelles Format, Anmeldung geöffnet

19.05.2020 | Veranstaltungen

Urban Transport Conference 2020 in digitaler Form

18.05.2020 | Veranstaltungen

Erfolgreiche Premiere für das »Electrochemical Cell Concepts Colloquium«

18.05.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

I-call – Wenn Mikroimplantate miteinander kommunizieren / Innovationstreiber Digitalisierung - »Smart Health«

25.05.2020 | Medizintechnik

Wie Drohnen explosive Vulkane überwachen können

25.05.2020 | Geowissenschaften

Verlustfreie Stromleitung an den Kanten

25.05.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics