Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MEDICA 2012: 3D-Röntgen ohne Zeitverzug

02.11.2012
Dreidimensionales Röntgen direkt am OP-Tisch ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Chirurgen – bisher aber mit erheblichem Zeitaufwand verbunden.

Vom 14. bis 17. November zeigt das Fraunhofer IPK auf der ­MEDICA in Düsseldorf, wie neu­artige Robotertechnik die 3D-Bildgebung im OP stark vereinfacht.


Prototyp des offenen 3D-Röntgenscanners ORBIT
Fraunhofer IPK/Katharina Strohmeier

Die Frage, ob ein Implantat korrekt ausgerichtet oder ein gebrochener Knochen exakt genug reponiert wurde, lässt sich häufig nur mithilfe dreidimensionaler Röntgenbilder befriedigend ­beantworten. Dabei genügt es nicht, wenn ein Kontrollscan erst nach Abschluss der Opera­tion entsteht – um Folgeeingriffe zu vermeiden, muss das Operationsergebnis noch während des Eingriffs überprüft werden.

Aktuelle Technologien für intraoperative 3D-Bildgebung haben ­jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Operation muss für jede Aufnahme minutenlang unterbrochen werden, weil es einige Zeit in Anspruch nimmt, den Patienten vorzubereiten und die Geräte auszurichten.

Das Forschungsprojekt ORBIT zeigt, dass es auch anders geht: Moderne Robotik ermöglicht die Umsetzung neuartiger Aufnahmekonzepte, bei denen die notwendige Technik dauerhaft am OP-Tisch installiert werden kann. So ist sie mit wenigen Handgriffen einsatzbereit. ORBIT realisiert ein intraoperatives 3D-Röntgensystem, bei dem sich die Röntgenquelle ausschließlich oberhalb des OP-Tischs bewegt. Für den Bilddetektor wird eine Kinematik entwickelt, die an der OP-Tisch-Säule oder der Tischplatte befestigt werden kann. Während der Aufnahme bewegen sich Quelle und Detektor unabhängig voneinander, der Zugang zum Patienten wird nur minimal eingeschränkt.

Besuchen Sie das ORBIT-Projekt auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand:
Halle 10, Stand F05
14.–17. November 2012, täglich 10:00 – 18:30 Uhr (Samstag bis 17:00 Uhr)
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Erwin Keeve
Leiter des Geschäftsfeldes Medizintechnik
Tel.: +49 30 39006-120
E-Mail: erwin.keeve@ipk.fraunhofer.de
Über das Fraunhofer IPK
Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK betreibt ange­wandte Forschung und Entwicklung für die gesamte Bandbreite industrieller Aufgaben – von der Produktentwicklung über den Produktionsprozess und die Wiederverwertung von ­Produkten bis hin zu Gestaltung und Management von Fabrikbetrieben. Zudem legt das Institut besonderen Wert darauf, produktionstechnische Lösungen auch über den industriellen Bereich hinaus anwendbar zu machen, etwa in den Bereichen Medizin, Verkehr und Sicherheit.

Steffen Pospischil | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipk.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: 3D-Bildgebung 3D-Röntgen MEDICA OP-Tisch Orbit Zeitverzug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Reinigungsroboter saugt, wischt und leert Papierkörbe - Messe CMS – Cleaning Management Services
19.09.2019 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht HEIDENHAIN auf der interlift 2019: Messgeräte für den Aufzug der Zukunft
18.09.2019 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 'Nanochains' could increase battery capacity, cut charging time

How long the battery of your phone or computer lasts depends on how many lithium ions can be stored in the battery's negative electrode material. If the battery runs out of these ions, it can't generate an electrical current to run a device and ultimately fails.

Materials with a higher lithium ion storage capacity are either too heavy or the wrong shape to replace graphite, the electrode material currently used in...

Im Focus: Nervenzellen feuern Hirntumorzellen zum Wachstum an

Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte beschreiben aktuell im Fachjournal „Nature“, wie Nervenzellen des Gehirns mit aggressiven Glioblastomen in Verbindung treten und so das Tumorwachstum fördern / Mechanismus der Tumor-Aktivierung liefert Ansatzpunkte für klinische Studien

Nervenzellen geben ihre Signale über Synapsen – feine Zellausläufer mit Kontaktknöpfchen, die der nächsten Nervenzelle aufliegen – untereinander weiter....

Im Focus: Stevens team closes in on 'holy grail' of room temperature quantum computing chips

Photons interact on chip-based system with unprecedented efficiency

To process information, photons must interact. However, these tiny packets of light want nothing to do with each other, each passing by without altering the...

Im Focus: Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie

Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten. Sie macht es bedeutend einfacher, enzymatische Reaktionen auszulösen, da hierzu ein Cocktail aus kleinen Flüssigkeitsmengen und Proteinkristallen angewandt wird. Ab dem Zeitpunkt des Mischens werden die Proteinstrukturen in definierten Abständen bestimmt. Mit der dadurch entstehenden Zeitraffersequenz können nun die Bewegungen der biologischen Moleküle abgebildet werden.

Die Funktionen von Biomolekülen werden nicht nur durch ihre molekularen Strukturen, sondern auch durch deren Veränderungen bestimmt. Mittels der...

Im Focus: Happy hour for time-resolved crystallography

Researchers from the Department of Atomically Resolved Dynamics of the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter (MPSD) at the Center for Free-Electron Laser Science in Hamburg, the University of Hamburg and the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) outstation in the city have developed a new method to watch biomolecules at work. This method dramatically simplifies starting enzymatic reactions by mixing a cocktail of small amounts of liquids with protein crystals. Determination of the protein structures at different times after mixing can be assembled into a time-lapse sequence that shows the molecular foundations of biology.

The functions of biomolecules are determined by their motions and structural changes. Yet it is a formidable challenge to understand these dynamic motions.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

92. Neurologie-Kongress: Mehr als 6500 Neurologen in Stuttgart erwartet

20.09.2019 | Veranstaltungen

Frische Ideen zur Mobilität von morgen

20.09.2019 | Veranstaltungen

Thermodynamik – Energien der Zukunft

19.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ferroelektrizität verbessert Perowskit-Solarzellen

20.09.2019 | Energie und Elektrotechnik

HD-Mikroskopie in Millisekunden

20.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Kinobilder aus lebenden Zellen: Forscherteam aus Jena und Bielefeld 
verbessert superauflösende Mikroskopie

20.09.2019 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics