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MEDICA 2008: Optimale Termin- und Ressourcenplanung

19.11.2008
Im medizinischen Alltag müssen Pflegepersonal und Geräte so gut wie möglich eingesetzt werden, um die bestmögliche Behandlung der Patienten zu gewährleisten. Dies setzt eine effektive und flexible Planung voraus.

Wie eine solche Planung mit Hilfe einer intelligenten Software in Sekundenschnelle gelingt, demonstrieren Forscher des Fraunhofer FIRST auf der Medica in Halle 10, Stand F05 am Beispiel der Termin- und Ressourcenplanung in der Dialyse.

Die Termin- und Ressourcenplanung in der Dialyse stellt ein komplexes Planungsproblem dar: Die chronisch Kranken müssen mehrmals in der Woche für mehrere Stunden betreut werden. Um ihnen die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Wunschtermine ermöglicht werden und eine konstante Pflegeperson zur Verfügung stehen. Das Dialysezentrum muss gleichzeitig auf die Wirtschaftlichkeit achten und die Geräte und das Pflegepersonal so effektiv wie möglich einsetzen.

Durch die nahezu unendlichen Kombinationsmöglichkeiten ist es kaum möglich, hierfür manuell einen optimalen Plan zu erstellen. Die Forscher des Fraunhofer FIRST entwickelten eine Planungssoftware, die beispielsweise in weniger als fünf Sekunden einen konsistenten eintägigen Plan für ein Dialysezentrum für 60 Geräte und 150 Patienten erstellt. Fällt eine Pflegekraft oder ein Gerät aus, wird der Plan schnell und interaktiv angepasst. Die gewonnene Zeit kommt den Patienten zugute.

Zu einer Demonstration sind Sie herzlich eingeladen:
Zeit: 19. bis 22. November 2008
Ort: MEDICA, Düsseldorf, Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 10, Stand F05
Die Software eignet sich nicht nur für den Einsatz in Dialysezentren. Sie kann überall dort angewendet werden, wo Termine, Personal, Geräte und/oder Prozesse optimal aufeinander abgestimmt werden müssen. Das Planungswerkzeug vom Fraunhofer FIRST kann beispielsweise auch zur Optimierung von Behandlungsabfolgen in medizinischen Einrichtungen genutzt werden. Dafür werden beispielsweise Kriterien wie Patientenrisiken und Aufwände für die Vor- und Nachbereitung, aber auch zur Aufbereitung der benutzten Geräte berücksichtigt. Darüber hinaus kann die Software ebenso in anderen Branchen zur Anwendung kommen und beispielsweise Warenflüsse koordinieren, Stunden- und Fahrpläne erstellen, Wartungsarbeiten organisieren und die optimale Nutzung von Kommunikations-, Rechen- und Speicherressourcen für IT-Dienste gewährleisten.

Die Forscher des Fraunhofer FIRST entwickeln die Planungssoftware constraint-basiert. Dies bedeutet, dass alle Randbedingungen komplexer Planungsaufgaben berücksichtigt werden, bevor der eigentliche Plan erstellt wird. Konfliktvermeidung im Vorfeld statt Problembehebung im Nachhinein, so kann der Lösungsprozess durch eine zielgerichtete Suche wesentlich flexibler und effizienter gestaltet werden. Zudem reduziert sich der Umfang des Programmcodes und damit auch die Wahrscheinlichkeit für Fehler. Dazu wird zunächst ein objektorientiertes Modell des individuellen Anwendungsfalles detailgetreu entwickelt, welches anschließend auf ein mathematisches Randwertproblem abgebildet wird. Auf dieser Grundlage wird mit Sicherheit eine konsistente Ressourcenplanung erstellt.

Neben der Planungssoftware präsentiert Fraunhofer FIRST auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft das Projekt "Lebenswichtige Softwarequalität", bei dem im Auftrag der Berlin Heart GmbH Qualitätssicherungsmaßnahmen für die Steuergerätesoftware künstlicher Blutpumpen durchgeführt wurden. Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.first.fraunhofer.de/veranstaltung/medica08

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

Pressekontakt Fraunhofer FIRST
Mitra Motakef-Tratar
Referentin Institutskommunikation
Tel.: 030/6392-1814
E-Mail: mitra.motakef-tratar@first.fraunhofer.de

Mirjam Kaplow | idw
Weitere Informationen:
http://www.first.fraunhofer.de
http://www.first.fraunhofer.de/veranstaltung/medica08

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