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LZH zeigt additive Fertigung auf der LABVOLUTION

02.10.2015

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zeigt vom 6. bis zum 8. Oktober 2015 auf der LABVOLUTION in Hannover in Halle 9, Stand E67/09 wie laserbasierte Technologien zum Labor der Zukunft beitragen können. Als Teil des Musterlabors smartLAB präsentiert das LZH, wie die additive Fertigung, besser bekannt als 3D-Druck, Versuchsaufbauten flexibler gestalten kann.

Zwölf Partner aus Wissenschaft und Industrie stellen auf der Sonderausstellung smartLAB ein intelligentes und innovatives Musterlabor vor. Teil dieses intelligenten Labors sind flexible und schnell anpassbare Versuchsaufbauten. Möglich wird dies durch additiv gefertigte Labormaterialien.


Implantate aus Magnesium können vom Körper abgebaut werden und brauchen so nicht durch einen zweiten operativen Eingriff entfernt zu werden.

Foto: LZH


Das Labor der Zukunft: 3D-gedruckter Rührer aus Edelstahl.

Foto: LZH

Exemplarisch zeigt das LZH im Musterlabor smartLAB einen laseradditiv gefertigten Rührer, der zwei Rührgeometrien vereint. Der Rührer besteht aus vollständig aufgeschmolzenem Edelstahl – ist also bioinert und stabil.

Kurzer Weg von der Idee bis zum fertigen Bauteil

„Die laseradditive Fertigung eignet sich hervorragend, um stabile, individuelle Bauteile aus Metallen zu fertigen“, erklärt Yvonne Wessarges, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gruppe Oberflächentechnik am LZH. „Von der Idee bis zum fertigen Bauteil ist es ein kurzer Weg. Daher eignet sich dieses Verfahren bestens, um neue Ansätze auszuprobieren.“

Individuelle, intelligente Implantate

Eingesetzt wird das Verfahren am LZH unter anderem auch für die Entwicklung von intelligenten Implantaten. So arbeiten die Wissenschaftler etwa an Aktoren aus Formgedächtnislegierungen für Cochlea-Implantate. Diese sollen dem Chirurgen beim Einsetzen helfen, in dem sie ihre Form anpassen.

Ein anderes Forschungsgebiet ist der temporäre Ersatz von Knochen. Aus Magnesium gefertigte, individuell an den Patienten angepasste, Implantate sollen eingangs das Gewebe stützen sowie als Gerüst für Knochenzellen dienen.

Während des Heilungsprozesses sollen sie sich langsam auflösen und so einen zweiten operativen Eingriff unnötig machen.

Dr. Nadine Tinne | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de/

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