Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leitmesse für Mikroelektronik bleibt in Dresden

22.10.2010
Europas Topmanager vom 11. bis 13. Oktober 2011 erneut im Herz der europäischen Chipindustrie

Gestern endete in Dresden die SEMICON Europa. Vom 19. bis zum 21. Oktober 2010 führte die „Converging Electronics Week“ in der Messe Dresden erstmals Europas wichtigste Halbleitermesse und die Global Plastic Electronics Conference & Exhibition 2010 zusammen. Damit ist die sächsische Landeshauptstadt nicht nur Gastgeber der Leitmesse für die europäische Halbleiterbranche, sondern auch der weltweit wichtigsten Konferenz und Fachmesse zur organischen Elektronik.

„Das Herz der europäischen Halbleiterindustrie schlägt heute in Dresden“, sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich anlässlich der Eröffnung der Messe. Das bekräftigte auch Heinz Kundert, Präsident von SEMI Europe: „Die SEMICON ist nicht nur eine Ausstellung. Es ist vielmehr der Ort, wo sich die Industrie, Wissenschaft und Politik trifft, um über bestehende und neue Märkte, Technologien, Anwendungen, Strategien und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu diskutieren sowie kollektiv Empfehlungen für eine starke Halbleiterindustrie auszusprechen.“

In mehr als 40 Einzelveranstaltungen – darunter zwölf Konferenzen, verschiedene Podiumsdiskussionen sowie technische Kurse und Standardisierungsworkshops – werden Branchenthemen engagiert diskutiert. Bei mehr als hundert Produktpräsentationen stellen Unternehmen zudem innovative Produkte und Technologien vor. In den Messehallen präsentieren sich mehr als 350 führende Aussteller aus über 20 Ländern. Die Veranstalter zählten 7.500 hochkarätige Messeteilnehmer aus aller Welt. „Wir sind auch stolz darauf, dass hochrangige Vertreter von praktisch allen Halbleiterherstellern in Europa an der SEMICON in Dresden teilnehmen“, so Kundert. „Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Veranstaltung.“

Zu den Höhepunkten gehörte erneut die SEMICON Europe Executive Summit, eine Podiumsdiskussion, die sich in diesem Jahr mit der Frage beschäftigte: „Trends, die den europäischen Halbleiterstandort verändern – sind wir an einem Scheidepunkt?“ Die Einführung in das Thema gab Genevieve Fioraso, Bürgermeisterin von Grenoble und Mitglied des französischen Parlamentes.

Der Freistaat Sachsen lud am Abend des ersten Messetages im einzigartigen Ambiente des neuen Albertinums in Dresden zum SAXONY! – Get together ein. Neben Managern und Technologieexperten von Halbleiterunternehmen aus ganz Europa nahmen daran in diesem Jahr auch erstmals Forscher und Firmengründer aus dem Bereich der organischen Elektronik teil.

„Die organische Elektronik ist eine neue Art der Elektronik“, erläuterte Professor Dr. Karl Leo, Inhaber des Lehrstuhls für Optoelektronik am Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden und Vorsitzender der Plastic Electronics Foundation. Zwar seien ihre Produkte flexibel und großflächig. Dennoch habe sie „auf den zweiten Blick mit der Silizium-Mikroelektronik sehr viel zu tun.“ Deshalb versprechen sich die Organisatoren von der Verknüpfung der Global Plastic Electronics Conference & Exhibition mit der SEMICON Europe „erhebliche Synergien“, so Leo.

Die Plastic Electronics Conference findet seit 2005 statt. Sie bringt die weltweit führenden Spitzenforscher und hochkarätige Industriepartner zusammen. Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag des diesjährigen Physik-Nobelpreisträgers Dr. Kostya Novoselov, zum Thema „Graphene: Materials in the Flatland“. Professor Leo wies darauf hin, dass der Raum Dresden den weltweit größten Cluster im Bereich der organischen Elektronik darstellt. 15 Unternehmen und acht Forschungseinrichtungen mit insgesamt mehr als 850 Mitarbeitern haben sich zum Kompetenznetzwerk Organic Electronics Saxony e.V. zusammengeschlossen. Sie decken die gesamte Wertschöpfungskette der Branche von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Produkt ab.

In Sachsen arbeiten insgesamt mehr als 43.000 Beschäftigte in 1.500 Unternehmen der Halbleiterindustrie und verwandten Branchen. In Forschung und Entwicklung sowie in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften engagieren sich zudem im Freistaat vier Universitäten, fünf Fachhochschulen, neun Fraunhofer-, vier Leibniz- und zwei Max-Planck-Institute. Das Branchennetzwerk Silicon Saxony e.V. repräsentiert somit den größten Mikroelektronik-Cluster Europas, der zu Top-Five weltweit gehört.

Die europäische Halbleiterindustrie sei, obwohl sie derzeit global lediglich einen Marktanteil von zehn Prozent verkörpert, noch immer ausgesprochen forschungsstark und technologisch führend. Heinz Martin Esser, Vice President Global Customer Support bei der Roth & Rau AG und Vorstand im Silicon Saxony e.V., verwies in diesem Zusammenhang auf den vom Branchennetzwerk ins Leben gerufenen Spitzencluster „Cool Silicon“, der energieeffiziente Lösungen für die Informations- und Kommunikationstechnik zum Ziel hat. „Die Projekte der ersten Phase sind sehr störungsfrei verlaufen, und haben bereits ganz konkrete Ergebnisse gebracht“, so Esser. Man werde nun die Anträge für die zweite Förderphase einreichen. „Der Spitzencluster ist auf fünf Jahre angelegt“, so Esser, „und wir sind zuversichtlich, dass Cool Silicon entsprechend gefahren werden kann.“

Die SEMICON Europa wird auch im kommenden Jahr wieder – und zwar vom 11. bis zum 13. Oktober 2011 – in Dresden stattfinden. „Die Zusammenarbeit zwischen SEMI und Silicon Saxony habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt“, so Kundert. „SEMI unterstützt die Aktivitäten von Silicon Saxony wo immer möglich und bringt vor allem die globale Struktur mit ins Spiel. Silicon Saxony auf der anderen Seite hat sich große Verdienste in der Weiterentwicklung des sächsischen Elektronik-Clusters erworben. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft den Halbleiterstandort Sachsen und damit Europa stärken.“

Für Rückfragen:

SEMI Europe, Brüssel PR Piloten, Dresden
Carlos Lee, Sr. Manager Robert Weichert / Ulf Mehner
Telefon: +32 2 6095334 Telefon: +49 351 50 14 02 02
Mobile +32 473 300433 E-Mail: info@pr-piloten.de
E-Mail: clee@semi.org

Ulf Mehner | PR Piloten
Weitere Informationen:
http://www.semiconeuropa.org
http://www.semi.org
http://www.plastic-electronics2010.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics