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Kompakte Systeme für die medizinische Diagnostik

16.11.2015

Vom 16. bis 19. November 2015 präsentiert „Photonik in den Lebenswissenschaften“ aktuelle Produktentwicklungen auf dem Gebiet der Gesundheitstechnologien auf der Medica/Compamed in Düsseldorf. Schwerpunkte der Ausstellung in Halle3/E91 sind die Point-of-Care Diagnostik und die molekulare Bildgebung.

Welche Technologien können helfen, Tumore schneller und genauer zu erkennen? Was leisten kompakte Systeme bei der Analyse von Proben oder bei der patientennahen Diagnostik? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Ausstellung zur Biophotonik auf der Fachmesse Medica/Compamed, die diese Woche in Düsseldorf stattfindet.

Präsentiert wird ein Photonisches Analytik Universal Labor (PAUL), welches Mikrofluidik auf Chips mit einem leistungsfähigen Photospektrometer kombiniert. PAUL kann kleinste Probenmengen in kürzester Zeit analysieren. Das batteriebetriebene Gerät kann von einem Smartphone oder Tablet bedient werden.

Durch eine wechselbare Kartusche ist es an verschiedene Fragestellungen anpassbar und kann künftig Speziallabore ersetzen. Anwendung soll PAUL in der Mikroanalytik und den Lebenswissen-schaften finden. Darüber hinaus kann es neue Wege in der pharmazeutischen, medi-zinischen und Umwelt-Diagnostik aufzeigen.

Ein im Rahmen des BMBF-Projektes Medicars am Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) entwickeltes kompaktes Mikroskop erlaubt eine schnelle Gewebediagnostik. Dieses neue optische Werkzeug soll Medizinern künftig helfen, Krankheiten besser zu entschlüsseln und gezielter zu therapieren.

Innerhalb weniger Minuten liefert es dem Arzt hochaufgelöste multimodale Bilder von Gewebe. Klinisch-relevante Informationen, zum Beispiel bei der genauen Erkennung von Tumoren, können parallel zu einer Operation erhalten werden. Das kompakte System lässt sich samt Ansteuerung und Laser-Einheit für jeden Operationssaal anpassen.

Medicars bietet weite Anwendungsmöglichkeiten und ein großes Potenzial zur Ver-besserung der medizinischen Behandlung, z. B. in der schnellen zellulären Differenzierung von Tumoren am Gehirn, der Haut oder Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen.

„Die Exponate aus den verschiedenen Forschungsprojekten zeigen Innovation die dem Patienten schon bald zugutekommen könnten. Nur gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie kann der schwierige und anstrengende Transfer der neuen Technologien in marktfähige Produkte gelingen“, so Professor Jürgen Popp, Sprecher der Initiative „Photonik in den Lebenswissenschaften“ und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien (IPHT).

„Photonik in den Lebenswissenschaften“
Seit 2002 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den For-schungszweig der Biophotonik mit mehr als 170 Millionen Euro. Über 150 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft setzen dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in praxistaugliche Lösungen um. Optische Technologien gehören zu den wichtigsten Impulsgebern für die Medizintechnik.

Die Biophotonik-Forschung ist eine der treibenden Kräfte in den Gesundheitstechno-logien. Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragte Studie, prognostiziert bis 2020 für den gesamten Biophotonik-Markt ein Marktvolumen von 85,5 Mrd. Euro.

Ausstellung der BMBF Initiative „Photonik in den Lebenswissenschaften“
Halle 3 Stand E91; Mo. – Do. 10:00 – 18:30 Uhr

Workshop “Imaging” – MEDICA 2015 (Thüringen Pavillon – Showroom)
Halle 15 Stand G22; Mit. 18.11., 14:00 – 15:30 Uhr
u. a. Prof. Dr. Michael Schmitt, IPHT Jena
„Non-Linear Imaging for Biomedical Diagnosis“

Weitere Informationen:

http://www.biophotonik.org

Dr. Andreas Wolff | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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