Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

intec 2015: Arbeitsunfälle dank virtueller Realität vermeiden

27.01.2015

Gefährliche Situationen folgenlos erleben: Forscher aus Chemnitz und Bamberg präsentieren auf der intec in Leipzig eine Lösung, die Entwicklungskosten spart - Zudem werden Probanden für Tests gesucht

Jeder Maschinenhersteller ist gesetzlich dazu verpflichtet, eine Risikobeurteilung für seine Maschinen durchzuführen. Darin werden Gefährdungen, die von der Maschine ausgehen können, benannt und bewertet.


Patrick Puschmann führt im VR-Labor der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik die Risikobeurteilung an einer Ständerbohrmaschine durch.

Foto: Eckhart Wittstock

Wissenschaftler der Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der Technischen Universität Chemnitz haben gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie, psychologische Diagnostik und Personalpsychologie der Universität Bamberg eine virtuelle Risikobeurteilung von Maschinen entwickelt.

Damit sollen bereits während der Produktentwicklung frühzeitig Risiken bezüglich des zukünftigen Betriebes einer Maschine erkannt werden. Falls nötig kann die Konstruktion noch geändert werden, bevor der erste Prototyp der Maschine gebaut wird. Firmen können so viel Geld sparen. Erstmals wird die virtuelle Risikobewertung vom 24. bis 27. Februar 2015 auf der Fachmesse intec in Leipzig (Halle 5, Stand B13) vorgestellt.

Anhand des dreidimensionalen Modells einer Ständerbohrmaschine, das auf der mobilen Virtual-Reality-Anlage in Originalgröße auf dem Messestand gezeigt wird, können die Besucher nicht nur in die 3D-Welt eintauchen. Sie haben die Chance, selbst auszuprobieren, welche Risiken sie beim Betrieb dieser Maschine abschätzen können. Fachleute, die bereits Erfahrungen bei der Risikobeurteilung von Maschinen haben, sind besonders willkommen. Sie sind eingeladen an späteren Nutzertests an der TU Chemnitz teilzunehmen.

Diese Tests sollen zeigen, wie gut man welche Risiken virtuell darstellen und erkennen kann und welche Eigenschaften der Darstellung die Risikobeurteilung erleichtern. Durch ihre Mitwirkung haben die Probanden die Möglichkeit, die Untersuchungsergebnisse später für ihre eigene Arbeit zu nutzen. Die zweistündigen Tests finden im Juni 2015 in einem VR-Labor der TU Chemnitz statt. Dort werden verschiedene Versionen der virtuellen Maschine dargestellt. An ihnen wird untersucht, welche Art der VR-Visualisierung sich für die Risikobeurteilung am besten eignet. Außerdem wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche Persönlichkeitsmerkmale und Fähigkeiten des Beurteilenden die am virtuellen Modell erstellte Gefährdungsanalyse beeinflussen.

Interessenten an diesem Test können sich an Tina Horlitz, Telefon 0371 531-35925, E-Mail tina.horlitz@mb.tu-chemnitz.de, wenden. Sie erhalten die Ergebnisse der Studie nach Abschluss der Arbeiten, so dass sie und ihr Unternehmen von der Expertise der Wissenschaftler aus Chemnitz und Bamberg profitieren können.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics