Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Technologien für den Weltraumeinsatz – DFKI Robotics Innovation Center auf dem IAC 2018

24.09.2018

Als Querschnittstechnologie par excellence kommt der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) für die Erkundung des Universums eine herausragende Bedeutung zu. Das Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) verbindet erstklassige KI-Forschung mit der Entwicklung autonomer selbstlernender Robotersysteme für den Einsatz im Weltraum. Auf dem International Astronautical Congress (IAC) vom 1. bis 5. Oktober 2018 in Bremen präsentiert sich der Forschungsbereich am Stand des Horizon 2020 Strategic Research Clusters on Space Robotics Technologies in der Exhibition Hall der Messe Bremen, Stand 5 A 61.

Im Rahmen des Strategic Reserach Clusters (SRC) on Space Robotics Technologies fördert die Europäische Kommission Kerntechnologien für eine neue Generation von Weltraumrobotern mit dem Ziel, die orbitale und planetare Erforschung unseres Sonnensystems voranzutreiben.


Am Robotics Innovation Center entwickelte robotische Systeme für den Weltraumeinsatz

DFKI GmbH

Die neuen Technologien sollen sowohl beim Aufbau modularer und rekonfigurierbarer Satellitensysteme, als auch bei der Erforschung von Mars, Mond und anderen Himmelskörpern zum Einsatz kommen. Das DFKI Robotics Innovation Center unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Kirchner ist Partner des „PERASPERA (ad ASTRA)“-Konsortiums, das die strategischen Ziele des Strategic Research Clusters (SRC) der Europäischen Union plant und in Teilprojekten umsetzt.

Auf der begleitenden Ausstellung des IAC 2018 präsentieren die Projektpartner die PERASPERA-Teilvorhaben am Stand des SRC, der federführend vom Robotics Innovation Center organisiert wird.

Der DFKI-Forschungsbereich ist an vier der sechs Teilprojekte von PERASPERA beteiligt, die sich mit der Entwicklung zuverlässiger und leistungsfähiger Weltraumtechnologien für orbitale und planetare Oberflächenanwendungen befassen. Dazu gehört das Projekts ESROCOS, welches zum Ziel hat, ein Open-Source-Framework zur Verfügung zu stellen, das die Softwareentwicklung für sichere, zuverlässige und robuste Weltraumroboter unterstützt.

Der offene Standard soll dabei die freie Nutzung durch Forschungseinrichtungen und Industrie gewährleisten, um neue Technologien schneller in die Anwendung zu bringen und Bindungen an bestimmte Hersteller zu vermeiden. Zudem entwickeln DFKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Partnern im Projekt InFuse ein umfassendes Datenfusions-Framework speziell für Anwendungen im Weltraum.

Dieses bietet eine umfangreiche Sammlung von Techniken zur Fusion von Sensordaten, z.B. von Wahrnehmungs-, Lokalisierungs- und Kartierungsdaten, um eine möglichst präzise Bewegungsplanung und Navigation von Robotersystemen zu ermöglichen. Ziel des PERASPERA-Projekts SIROM ist es, eine mechanische Schnittstelle zu entwickeln, um Nutzlasten und andere Systemkomponenten in planetaren und orbitalen Anwendungen zu verbinden.

Die Schnittstelle soll die Satellitenwartung und -montage großer Strukturen erleichtern sowie bei der Neukonfiguration von planetaren Erkundungsrovern und beim Bau planetarer Infrastruktur Anwendung finden. Sie stellt dabei nicht nur eine physikalische Verbindung zwischen zwei Komponenten her, sondern dient auch der Übertragung von elektrischer Energie, Daten und Wärme.

Darüber hinaus stellt das Robotics Innovation Center im Rahmen des Projekts FACILITATORS, Testeinrichtungen und Robotersysteme als Testplattformen sowie allgemeine Validierungsszenarien für die in PERASPERA entwickelten Technologien zur Verfügung.

Beim International Astronautical Congress 2018 (IAC 2018) diskutieren mehr als 4.500 Fachleute vom 1. bis 5. Oktober in der Messe Bremen über das weite Feld der verschiedenen Raumfahrtdisziplinen. Auf der begleitenden Ausstellung präsentieren sich mehr als 100 Aussteller aus 32 Ländern. Auch die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen. Am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, veranstalten die Organisatoren einen „Public Day“ mit freiem Eintritt.

Bildmaterial:
Unter https://cloud.dfki.de/owncloud/index.php/s/KSc8wbRqmqRABb6 steht ein Bild zum Download bereit. Dieses können Sie mit Nennung der Quelle "DFKI GmbH" gerne verwenden.

Weitere Informationen:

International Astronautical Congress 2018:
https://www.iac2018.org/

Horizon 2020 Strategic Research Clusters on Space Robotics Technologies:
www.h2020-peraspera.eu

DFKI Robotics Innovation Center:
www.dfki.de/robotik

DFKI-Pressekontakt:
Unternehmenskommunikation Bremen
E-Mail: uk-hb@dfki.de
Tel.: +49 421 178 45 4180

Andrea Fink DFKI Bremen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Augmented-Reality-System erleichtert die manuelle Herstellung von Produkten aus Faserverbundmaterialien
04.03.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Modulares Fertigungskonzept für Bipolar-Batterien
02.03.2020 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nachwuchswissenschaftler der Universität Rostock erfinden einen Trichter für Lichtteilchen

Physiker der Arbeitsgruppe von Professor Alexander Szameit an der Universität Rostock ist es in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Universität Würzburg gelungen, einen „Trichter für Licht“ zu entwickeln, der bisher nicht geahnte Möglichkeiten zur Entwicklung von hypersensiblen Sensoren und neuen Technologien in der Informations- und Kommunikationstechnologie eröffnet. Die Forschungsergebnisse wurden jüngst im renommierten Fachblatt Science veröffentlicht.

Der Rostocker Physikprofessor Alexander Szameit befasst sich seit seinem Studium mit den quantenoptischen Eigenschaften von Licht und seiner Wechselwirkung mit...

Im Focus: Junior scientists at the University of Rostock invent a funnel for light

Together with their colleagues from the University of Würzburg, physicists from the group of Professor Alexander Szameit at the University of Rostock have devised a “funnel” for photons. Their discovery was recently published in the renowned journal Science and holds great promise for novel ultra-sensitive detectors as well as innovative applications in telecommunications and information processing.

The quantum-optical properties of light and its interaction with matter has fascinated the Rostock professor Alexander Szameit since College.

Im Focus: Künstliche Intelligenz findet das optimale Werkstoffrezept

Die möglichen Eigenschaften nanostrukturierter Schichten sind zahllos – wie aber ohne langes Experimentieren die optimale finden? Ein Team der Materialforschung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat eine Abkürzung ausprobiert: Mit einem Machine-Learning-Algorithmus konnten die Forscher die strukturellen Eigenschaften einer solchen Schicht zuverlässig vorhersagen. Sie berichten in der neuen Fachzeitschrift „Communications Materials“ vom 26. März 2020.

Porös oder dicht, Säulen oder Fasern

Im Focus: Erdbeben auf Island über Telefonglasfaserkabel registriert

Am 12. März 2020, 10.26 Uhr, ereignete sich in Südwestisland, ca. 5 km nordöstlich von Grindavík, ein Erdbeben mit einer Magnitude von 4.7, während eines längeren Erdbebenschwarms. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ haben jetzt dort ein neues Verfahren zur Überwachung des Untergrunds mithilfe von Telefonglasfaserkabeln getestet.

Ein von GFZ-Forschenden aus den Sektionen „Oberflächennahe Geophysik“ und „Geoenergie“ durchgeführtes Online-Monitoring, das Glasfaserkabel des isländischen...

Im Focus: Quantenoptiker zwingen Lichtteilchen, sich wie Elektronen zu verhalten

Auf der Basis theoretischer Überlegungen von Physikern der Universität Greifswald ist es Mitarbeitern der AG Festkörperoptik um Professor Alexander Szameit an der Universität Rostock gelungen, photonische topologische Isolatoren als Lichtwellenleiter zu realisieren, in denen sich Photonen wie Elektronen verhalten, und somit fermionische Eigenschaften zeigen. Ihre Entdeckung wurde jüngst im renommierten Fachblatt „Nature Materials“ veröffentlicht.

Dass es elektronische topologische Isolatoren gibt – Festkörper die im Innern den elektrischen Strom nicht leiten, dafür aber umso besser über die Oberfläche –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

“4th Hybrid Materials and Structures 2020” findet web-basiert statt

26.03.2020 | Veranstaltungen

Wichtigste internationale Konferenz zu Learning Analytics findet statt – komplett online

23.03.2020 | Veranstaltungen

UN World Water Day 22 March: Water and climate change - How cities and their inhabitants can counter the consequences

17.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltweit einzigartig: Neue Anlage zur Untersuchung von biogener Schwefelsäurekorrosion in Betrieb

27.03.2020 | Architektur Bauwesen

Schutzmasken aus dem 3D-Drucker

27.03.2020 | Materialwissenschaften

Nachwuchswissenschaftler der Universität Rostock erfinden einen Trichter für Lichtteilchen

27.03.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics