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High-Speed-Bohren im Erodierverfahren

10.11.2010
Bohrungen in schwer zerspanbare Materialien sind anspruchsvolle Prozesse. Wenn es aber darum geht, Bohrungen von 1mm Durchmesser in hochlegierte Stähle bis in eine Tiefe von 1000 mm zu fertigen, versagt jeglicher Spiralbohrer. Hier setzt das Hochgeschwindigkeits-Bohrerodieren an.

Es ist nicht nur ein enorm prozesssicheres Verfahren, es geht zudem recht flott voran. Sogar Bohrungen von 0,08 mm sind erodierbar. Im Bereich der Energietechnik findet dieses Verfahren Anwendung um Kühlbohrungen in Schaufeln zu erodieren. Die funkenerosive Bearbeitung eignet sich hervorragend für harte Materialien die elektrisch leitend sind.




Bohrungen von 0,08 bis 10 mm

Mit Rohrelektroden im Ø von 0,080mm = 80 my bis 3mm, in Sonderfällen bis 10mm können Bohrtiefen von bis zu 1000xD erreicht werden. Z.B. mit Elektrode Ø 1,0mm = Bohrtiefe 1mtr. Das bisher durch HEUN erreichte Maximum in hoch legiertes, hartes Material liegt bei einer Bohrtiefe von 1.500 mm. Ein weiteres Extrem sind äußerst kleine Bohrungen, etwa in der Stärke eines Haares. Die maximal bisher erreichten Bohrgeschwindigkeiten liegen bei ca. 70 mm/min. in hoch legiertem Material, das für die Luft- und Raumfahrt verwendet wird. In anderen Materialien wurde Bohrgeschwindigkeiten von bis zu 200 mm/min. erzielt.

Vom Formenbau bis hin zur Raumfahrt und Medizintechnik

Erodierbohrmaschinen finden Einsatz in den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Luft- und Raumfahrt, Maschinen- und Vorrichtungsbau, in der Glasindustrie, der Automobilbranche und in der Medizintechnik. Die vorwiegenden Einsatzbereiche sind Startlochbohrungen, Düsenbohrungen, Entgasungsbohrungen z.B. in Formen für Gussteile der Automobilbranche, Kühlbohrungen für Kunststoffwerkzeuge, Vakuumbohrungen oder Ausblasbohrungen, Kühlbohrungen in Turbinenschaufeln für Flugzeuge und die Raumfahrt, sowie Kühlbohrungen in Turbinenteile von Gasturbinen für Kraftwerke.

Hohe Präzision erodierbar

Im Vergleich zum konventionellen Bohren sind die Vorteile der Funkenerosion klar erkennbar. Bei der herkömmlichen Bearbeitung sind Durchmesser ab 1 mm abwärts problematisch. Das mechanische Bohren wird in den Durchmesserbereichen von 0,10 bis 3,0 mm, in Sonderfällen sogar bis zu 10 mm, vollkommen ersetzt. Hohe Zeit- und Kostenersparnis da Bohrerbruch, stumpfe Bohrer und Anschleifen der Bohrer völlig entfallen. Funkenerosives Bearbeiten garantiert höchste Präzision betreffend Bohrungsdurchmesser oben / unten, exakte Bohrungsvertikalität und Zylindrizität, sowie grat- und verlauffreie Bohrung. Selbst gehärtetes Metall kann erodiert werden.

Schnittstellen für Einbindung in den Produktionsfluss

Natürlich können alle Daten auch aus dem CAD System übernommen werden. Bohrkoordinaten bis zu 5 Achsen, Werkstückhöhen, Bohrtiefen, detaillierte Generatordaten oder Ansprache des automatischen Generators, sowie umfangreiche M-Funktionen.

Produzierende Unternehmen sind bestrebt, Produktivität, Flexibilität und Rentabilität in der Fertigung ständig zu steigern. Der Einsatz von anpassungsfähigen Fabrikationsstraßen ist nicht nur rentabel, sondern unerlässlich im heute immer stärker werdenden Wettbewerb mit Billiglohnländern. Das trifft sowohl auf große Produktionsbereiche mit komplexen Anlagen, als auch auf kleine Unternehmen mit einzelnen Maschinen zu.

Die Steuerung der Erodierbohrmaschinen der Serie APos ermöglicht die Anbindung an Roboter- oder Messsysteme, eine visuelle Bauteilerfassung oder Barcode-Leser. Die kundenspezifische Systemschnittstellenausstattung erlaubt die Einbindung in eine Fertigungslinie, den Datenaustausch mit übergeordneten Steuersystemen und die Fernwartung über Remote Access.

Wir beraten Sie bei der Planung einer neuen Produktionslinie oder der Einbindung einer Maschine in ein bestehendes System.

Besuchen Sie die Firma Heun auf der Euromold, Halle 9.0 – Stand A87

HEUN Werkzeugmaschinen
& Industriebedarf GmbH
Lange Hecke 4
DE-63796 Kahl
Tel.: +49(0)6188 – 910 510
Fax: +49(0)6188 – 910 540

Brigitte Linden | Heun GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heun-gmbh.de

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