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Herausforderung Offshore: Experten der Windbranche und der maritimen Industrie treffen sich in Hamburg

15.05.2014

WindEnergy Hamburg  – The global on- & offshore expo vom 23. bis 26. September 2014 auf dem Gelände der Hamburg

Windparks im Meer stellen Anlagenbauer, Projektierer und Serviceanbieter vor besondere Herausforderungen. Doch Offshore-Anlagen liefern praktisch immer Strom, rund um die Uhr, an durchschnittlich 340 Tagen im Jahr. Offshore-Windenergie spielt daher eine wichtige Rolle beim Energiemix. Daher planen selbst solche Länder Meereswindparks, in denen ausreichend Binnenstandorte zur Verfügung stehen.

Auf der WindEnergy Hamburg vom 23. bis 26. September wird eine große Bandbreite an global tätigen Anlagenbauern, Zulieferern, Planern und Projektierern ihre Lösungen für die Offshore-Windbranche zeigen. Darunter sind zahlreiche Aussteller der Schiffbau-Industrie, die kurz zuvor bereits auf der SMM Hamburg, der Weltleitmesse der maritimen Industrie, als Aussteller vertreten sind.

Experten beider Branchen können ihre Offshore-Erfahrungen austauschen und Kontakte in neuen Geschäftsfeldern knüpfen. Damit ist die internationale Leitmesse für Windenergie zugleich die größte Messe für die Offshore-Windindustrie. Führende Anbieter aus aller Welt präsentieren in der Windhauptstadt Hamburg ihre innovativen Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Bei den Turbinenherstellern geht der Trend zu immer größeren und leistungsstärkeren Anlagen. Keyplayer wie Alstom, Senvion und Siemens informieren in Hamburg über Windturbinen mit Rotordurchmessern von über 150 Metern und einer Nennleistung von 6 MW und mehr. Sowohl Alstom als auch Siemens setzen bei ihren leistungsstärksten Offshore-Anlagen auf einen innovativen Direktantrieb mit integrierten Permanentmagnet-Generatoren, haben aber unterschiedliche Lösungen für den Antriebsstrang entwickelt. Siemens gibt zudem über die neue 4 MW-Getriebeturbine SWT-4.0-130 Auskunft, die mit 130-Meter-Rotor und leistungsstärkerem Generator ausgestattet ist. Aussteller Senvion setzt bei derneuen 6,2 MW-Offshore-Anlagen 6.2M152 auf den bewährten Asynchrongenerator, jedoch auf einen neuen Maschinenträger. 

Die neue 5MW Multibrid M5000-135 von AREVA Wind mit vergrößertem 135-Meter-Rotor ist der Nachfolger des Erfolgsmodells M5000-116. Gamesa hat im vergangenen Jahr für den Bereich Offshore ein Joint Venture mit AREVA etabliert und eine 5 MW Windkraftanlage G128-5.0MW mit mittelschnell laufender Turbine vorgestellt. Die Besucher der WindEnergy Hamburg werden am Gamesa-Stand über den Status der Kooperation und die Zielrichtung bei der Weiterentwicklung der Windenergieanlagen informiert. Ein Joint Venture soll auch Vestas und Mitsubishi Marktanteile im Offshore-Windgeschäft sichern.

Dieses haben beide im März geschlossen, nachdem Vestas Anfang des Jahres den Prototypen seiner 8-MW-Windkraftanlage V 164-8.0MW vorgestellt hatte. SCD Technology, ein Tochterunternehmen von Aerodyn, hat Europa und Asien im Visier. Dafür hat SCD (Super Compact Drive) Windkraftanlagen mit nur zwei Rotorblättern und einer Nennleistung von 6 MW und 8 MW entwickelt. Die 6MW starke SCD 6.0 wurde für den chinesischen Maschinenhersteller MingYang lizensiert, während sich SCD Technology mit der 8-MW-Version auf den europäischen Markt fokussiert. Anlagen mit nur zwei Flügeln sind noch neu am Markt. Sie bieten einige Vorteile hinsichtlich der Transportlogistik sowie bei der Montage. Darüber hinaus sind sie mit einem Helikopter-Landeplatz auf der Gondel ausgestattet. 

Kosteneinsparungspotential bei Fundamenten

Ein Schlüssel zur Senkung der Offshore-Energiegewinnungskosten sind kostengünstige Fundamente.  Die neuesten Entwicklungen, die im September in Hamburg vorgestellt werden, reichen von XL-Monopiles über Schwergewichts-Betonfundamente bis hin zu den neuesten Jacket-Konstruktionen. WindEnergy Hamburg-Aussteller EEW SPC hat bereits ein XL–Monopile-Fundament mit einem Außendurchmesser von zehn Metern realisiert, während das dänische Unternehmen Dong Energy  Becher-Fundamente (Suction Buckets) einsetzt. Die niederländische Firma Van Oord, ebenfalls in Hamburg präsent, war beteiligt an der Entwicklung eines schwimmenden Hybridfundaments mit Betonsenkkasten und Stahlschaft. Die Basis wird an Land gegossen und mit Hilfe eines Schiffes zum Offshore-Standort transportiert, Schwergut-Equipment wird bei dieser Methode daher nicht benötigt. 

Das deutsche Engineering- und Consultingunternehmen Gicon ist nur einer von etlichen international tätigen Anbietern, die schwimmende Fundamente entwickeln. Die seit Januar  2014 auch in den USA patentrechtlich geschützte GICON-SOF ist eine zugspannungsverankerte Plattform (TLP), die durch vertikale und diagonale Spannkabel zusätzlich an Stabilität gewinnt. In vielen Tiefseeregionen der Welt sind schwimmende Fundamente die einzige Option für Windparks. 

Offshore-Projekt-Entwickler stehen vor der gewaltigen Herausforderung, weiterhin neue Windparks zu bauen und zeitgleich die Energiegestehungskosten bis zum Jahr 2020 um ca. 30 bis 40 Prozent zu reduzieren. Jacob Lehmann Madsen von Dong Energy äußerte sich dazu kürzlich durchaus positiv. Er gehe davon aus, dass dieses Ziel durch eine Kombination von neu entwickelten Technologien mit der Optimierung bestehender Lösungen sowie der wirtschaftlichen Bedingungen zu erreichen sei. Allerdings sei dafür volles Engagement in drei Kernbereichen notwendig: Unterstützung durch die Politik, ausgereifte Logistiklösungen und technische Weiterentwicklungen. 

Der Bau immer größerer Offshore-Windparks ruft nach Projekt-Entwicklern, Banken und weiteren Akteuren, die ihre Kräfte bündeln und die Risiken teilen. Der Windpark DanTysk in der deutschen Nordsee ist ein Schlüsselbeispiel für die Kooperation von zwei großen Versorgungsunternehmen, Vattenfall und Stadtwerke München (SWM). Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung: „DanTysk ist für uns sehr wichtig. Zusammen mit anderen Projekten haben wir bald eine jährliche Inhouse-Kapazität von 2,9 Milliarden kWh grüner Energie. Das reicht, um 39 Prozent von Münchens Stromverbrauch abzudecken.“ Ziel sie die 100-prozentige Abdeckung bis 2025. „Damit wäre München die erste Millionenstadt weltweit, die dieses Ziel erreicht hat.“ 

Maritime Industrie in Hamburg stark vertreten

Auf der WindEnergy Hamburg 2014 sind auch zahlreiche Aussteller aus der maritimen Industrie vertreten, die Produkte und Dienstleistungen für Offshore-Windparks anbieten – von Schiffen, Stromübertragungskabeln, Schwimmkränen bis zu Industrietauchern. Unterschiedlichste Spezialboote wie Errichter-, Transport- und Rettungsschiffe, zählen zum Portfolio der niederländischen Dutch Damen Shipyard Group. Anhand eines maßstabsgetreuen Modells werden sie ihr „Walk-2-Work“-Unterbringungsschiff vorstellen. „Es gibt einen Trend, Offshore-Windkraftanlagen weiter entfernt von der Küste aufzustellen“, sagt Peter Robert, Entwicklungschef Offshore Wind bei Damen, der auch die Notwendigkeit von Übernachtungen auf See erklärt: „Bei Entfernungen von mehr als 30 Seemeilen ist die tägliche Anreise für das Wartungsteam sowohl zu kostenintensiv als auch zu unpraktisch.“ Das Unterbringungsschiff ist mit einer bewegungskompensierten Gangway ausgestattet, auf der die Teams sicher zur Anlage gelangen. 

WindEnergy Hamburg

Von 23. bis 26. September 2014 findet in Hamburg die internationale Leitmesse der Windenergie-Branche statt. Zur WindEnergy Hamburg werden mehr als 1000 Aussteller aus aller Welt erwartet, die ihre Neuheiten präsentieren. Die internationale Leitmesse für die On- und Offshore-Windbranche wird alle zwei Jahre auf dem Gelände der Hamburg Messe veranstaltet. Vom 15. bis 18. September 2015 wird darüber hinaus die Windmesse mit Fokus auf den nationalen Markt in Husum stattfinden. Die HUSUM Wind wird ebenfalls im zweijährlichen Turnus gemeinsam von Messe Husum und Hamburg Messe ausgerichtet. Mitten im Windpionierland der deutschen Nordseeküste sorgt der traditionsreiche Treffpunkt für den intensiven Austausch der Branche und schafft praxisorientierten Mehrwert. Weitere Informationen finden Sie unter windenergyhamburg.com und husumwind.com

Pressekontakt:         

Gudrun Blickle,  

Tel: +49 (0)40-3569-2442,

gudrun.blickle@hamburg-messe.de

Gudrun Blickle | Hamburg Messe

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