Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HEIDENHAIN und LEINE & LINDE: Neue ESR-Dehnungsmessgeräte digitalisieren das Monitoring von Bauwerken und Großanlagen

14.05.2019

Brücken, Windenergieanlagen, Kräne und ähnliche Großkonstruktionen sind besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Deshalb erfordert ihr sicherer Betrieb ein umfangreiches Monitoring. Dafür stellen HEIDENHAIN und LEINE & LINDE auf der SENSOR+TEST 2019 eine neue Messgeräte-Baureihe vor: Die ESR-Dehnungsmessgeräte liefern ein hochgenaues, digitales Messsignal und können besonders einfach montiert werden.

Die ESR-Dehnungsmessgeräte von HEIDENHAIN und LEINE & LINDE eröffnen neue Möglichkeiten für kurzfristige, wiederkehrende oder permanente Dehnungs- und Belastungsmessungen. Sie sind die hochgenaue, robuste und wiederverwendbare Alternative zu herkömmlichen Systemen für das Monitoring großer Strukturen. Völlig neu ist dabei der Einsatz eines elektro-optischen Drehgebers für die Messung von Dehnungen und die Ausgabe digitaler Messsignale.


Die neuen ESR-Dehnungsmessgeräte von HEIDENHAIN und LEINE & LINDE bieten durch ihr digitales Messsignal einen deutlichen Mehrwert für das Monitoring von Gebäuden und Großanlagen.

Bewährte Technik in neuer Anwendung

Drehgeber sind der industrielle Standard für die Positions- und Drehzahlbestimmung an Motoren. In dieser Funktion finden sie seit Jahrzehnten Anwendung in Produktions- und Automatisierungsanlagen ebenso wie in Windenergieanlagen oder Aufzügen. Die ESR-Dehnungsmessgeräte nutzen die robuste und bewährte Drehgebertechnik nun für die Messung der Längenänderung zwischen zwei Punkten.

Diese beiden Punkte werden 200 mm voneinander entfernt am zu messenden Objekt befestigt. Ein Messpunkt befindet sich in der Flucht der Achse der Drehgeberwelle, der andere am Ende einer Verbindungsstange. Jede relative Längenänderung des belasteten Messobjektes gegenüber der parallelen, unbelasteten Verbindungsstange führt am Drehgeber zu einer Winkeländerung, die zur Detektion von Dehnungs- oder Stauchbewegungen herangezogen wird.

Auf Basis der gewählten Geometrien entspricht ein Inkrement des Drehgebers einer Längenänderung von 5 nm bzw. einer Dehnung von 0,025 µε. Entsprechend dem Messbereich von ±5000 µε ergibt dies eine verfügbare Auflösung von ±200 000 Werten bzw. über 18 bit. Das sind etwa fünf Mal mehr Messinformationen als in herkömmlichen Installationen mit folienbasierten Dehnungssensoren.

Außerdem arbeiten die ESR-Dehnungsmessgeräte ermüdungsfrei, dank ihrer hohen Abtastfrequenz sind sie auch für das Messen in dynamischen Anwendungen geeignet. Mit Schutzklasse IP66 und einer Einsatztemperatur von -40° C bis +100° C ist der Drehgeber vor Umwelteinflüssen gut geschützt und optimal für Anwendungen im Außenbereich ausgelegt.

Weil das Material der Verbindungsstange entsprechend dem Material des Messobjekts gewählt werden kann, bieten die ESR-Dehnungsmessgeräte eine konstruktive, passive Temperaturkompensation. Denn aufgrund der identischen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Verbindungsstange und Messobjekt werden temperaturbedingte Dehnungen nicht gemessen.

Digitale Daten mit viel Mehrwert

Dank der hochintegrierten optischen Abtastung im Drehgeber liefern die ESR-Dehnungsmessgeräte ein hochgenaues digitales Messsignal mit extrem geringem Rauschen. Die digitale EnDat 2.2-Schnittstelle überträgt das Messsignal auch bei großen Kabellängen störungs- und verlustfrei an die Folge-Elektronik. Außerdem kann sie Zusatzinformationen wie die Umgebungstemperatur vor Ort am Dehnungsmessgerät und Daten für die Diagnose und Zustandsüberwachung des Messgerätes selbst liefern.

Für das Einsammeln bzw. Wandeln des digitalen Messgerätesignals steht am Markt ein breites Angebot an Folge-Elektroniken zur Verfügung. Dies kann z. B. direkt die Systemsteuerung, ein Datenlogger oder ein Feldbuswandler sein, der Signale mehrerer Messgeräte einsammelt und in einer schlanken Netzwerkstruktur zur Verfügung stellt.

Einfache Installation und universeller Einsatz

Bei der Installation der ESR-Dehnungsmessgeräte wurde besonders auf Schnelligkeit und Prozesssicherheit Wert gelegt. Deshalb stehen je nach Einsatzzweck verschiedene Montagevarianten zur Wahl:

  • ESR 125 und ESR 225 als Klebevarianten für die permanente Befestigung
  • ESR 325 als zu schraubende Variante, die einen schnellen Anbau bei wiederkehrenden Messungen am gleichen Objekt ermöglicht
  • ESR 425 zum Anbau mit Hilfe von Magneten für kurzfristige Messungen, nach denen das Messgerät unbegrenzt wiederverwendet werden kann

HEIDENHAIN und LEINE & LINDE auf der SENSOR+TEST 2019 in Nürnberg: Halle 1, Stand 1-122

Mehr Informationen unter:

https://www.leinelinde.com/de/neuheit/2019/dehnung-besser-messen/

Kontakt für die Fachpresse:

Frank Muthmann

DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

83292 Traunreut, GERMANY

Tel.: +49 8669 31-2188

muthmann@heidenhain.de

www.heidenhain.de

Frank Muthmann | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Textilintegrierte Sensorik und Aktorik – drucken oder aufbügeln?
13.05.2019 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

nachricht E-Autos vertrauenswürdig laden
09.05.2019 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Aufnahmetaste für die Embryonalentwicklung

Forschende entwickeln molekularen Rekorder, um die Abstammung embryonaler Zellen in vivo zurückzuverfolgen

Zu Beginn neuen Lebens geschieht ein faszinierender Prozess: aus einer einzelnen Zelle entstehen zunächst identische Vorläuferzellen, die sich zu den drei...

Im Focus: Recording embryonic development

Scientists develop a molecular recording tool that enables in vivo lineage tracing of embryonic cells

The beginning of new life starts with a fascinating process: A single cell gives rise to progenitor cells that eventually differentiate into the three germ...

Im Focus: Textilintegrierte Sensorik und Aktorik – drucken oder aufbügeln?

Das Center Smart Materials CeSMa des Fraunhofer ISC hat hochelastische Sensoren und Aktoren auf Siliconbasis entwickelt. Damit lassen sich smarte, elektronische Textilien (e-textiles) mit vielfältigen sensorischen und aktorischen Funktionen für ein breites Anwendungspotenzial in der Medizintechnik, im Sport, in Möbeln, Fahrzeugen oder in der Transportsicherheit bereitstellen. CeSMa stellt seine Entwicklungen vom 14. bis 17. Mai auf der Techtextil 2019 in Frankfurt vor.

Durch Beimischung elektrisch leitfähiger Komponenten können aus Silicon leitfähige Folien hergestellt werden, die in dieser Form z. B. als flexible, dehnbare...

Im Focus: New teeth: Highly rigid – and ready for immediate use

Significantly improved glass ceramics

The demands placed on a dental prosthesis are high: it should look natural, endure accidental biting on cherry pits – and if possible, the patient should be...

Im Focus: Neue Zähne: hochfest – und sofort einsetzbar

Deutlich verbesserte Glaskeramiken

Die Ansprüche an einen Zahnersatz sind hoch: Er soll natürlich aussehen, versehentliche Bisse auf einen Kirschkern aushalten – und möglichst sollte der Patient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wasserstoff im Energiesystem der Zukunft

13.05.2019 | Veranstaltungen

Neue Technologien für den Tunnelbau

13.05.2019 | Veranstaltungen

Biointelligente Produkte und Produktion - 1. Stuttgarter Biointelligenz-Kongress

08.05.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Textilintegrierte Sensorik und Aktorik – drucken oder aufbügeln?

13.05.2019 | Messenachrichten

Größe von Bor-Isotopen bestimmt - Forschung zwischen Kern- und Atomphysik

13.05.2019 | Physik Astronomie

Mikroplastik in Gewässern

13.05.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics