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Forschungsinstitute an der Universität Bremen auf der Windforce 2012

19.06.2012
Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) und Institut für integrierte Produktentwicklung (BIK) zeigen ihre Kompetenz für Offshore-Windkraftanlagen

Das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) und das Institut für integrierte Produktentwicklung (BIK) präsentieren auf der Windforce 2012 gemeinsam ihre Kompetenz entlang der gesamten Prozesskette von Offshore-Windkraftanlagen.


Integrierte Softwarelösung und mobile Systeme werden den Service und die Wartung in Zukunft prägen. Foto: D. Schumacher, BIBA

Die Forschungsinstitute an der Universität Bremen entwickeln innovative Konzepte und Lösungen von der Materialentwicklung und Rotorblattfertigung, über die Logistik und Montage bis hin zur Optimierung des Betriebs und der Wartung der Anlagen auf hoher See. Vom 26. bis 29. Juni 2012 zeigen die Wissenschaftler auf der Windforce in der Messe Bremen (Halle 5, Stand F13) ausgewählte Projekte und informieren über ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie die Kooperation mit Partnern aus der Offshore-Industrie.

Die Planung, der Bau und der Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen stecken voller technischer Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende wird gerade in diesem Bereich mit Hochdruck an Lösungen zur Prozessoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gearbeitet. Die Spezialisten der Bremer Institute entwickeln im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit gemeinsam mit Partnern aus der Industrie innovative Konzepte und neue technische Lösungen.

So lassen sich bereits am Anfang der Prozesskette durch eine in Bremen entwickelte Lösung zur Automatisierung der Fertigung von Rotorblättern aus endlosfaserverstärkten Kunststoffen Zeit und Produktionskosten sparen. Da gerade die Rotorblätter ein hohes Optimierungspotenzial bieten, analysierten die Mitarbeiter beider Institute systematisch den Materialfluss bei der Rotorblattherstellung anhand der realen Daten eines Herstellers.

In verschiedenen Verbundprojekten arbeiten die Wissenschaftler darüber hinaus an automatisierten, ressourcenschonenden und flexiblen Produktionsverfahren für großflächige Strukturbauteile aus Composite-Materialien, die den wachsenden Anforderungen durch steigende Stückzahlen und immer größere Windkraftanlagen gerecht werden.

Logistik- und Ressourcenplanung für Terminals und Offshore-Montage

Bremerhaven entwickelt sich zu einem bedeutenden Standort für die Offshore-Windenergiebranche. Ab 2015 wird dort ein spezielles Offshore-Terminal für Windkraftanlagen den Betrieb aufnehmen. Im Rahmen einer Studie untersucht das BIBA, welche Anforderungen für die Logistik entstehen und welche Ressourcen zur Verfügung stehen müssen. Gemeinsam mit Partnern aus der Offshore-Branche entwickeln die Bremer Wissenschaftler außerdem ein Gesamtkonzept aus Prozessdesign, dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie IT-Funktionalitäten, um die gesamte Lieferkette bis hin zur Offshore-Montage und der Rückführung der eingesetzten Ladungsträger zum Terminal zu optimieren. Die Schwerpunkte liegen dabei beim Echtzeitmonitoring der Komponenten und den Ladungsträgern, die für den Transport großer Bauteile verwendet werden.

Optimierter Betrieb über den gesamten Lebenszyklus

Die Instandhaltung stellt eine der besonderen Herausforderungen der Offshore-Windenergie dar. Das BIBA entwickelt Offshore-Serviceprozesse und dazugehörige Softwaresysteme unter besonderer Berücksichtigung mobiler Kommunikationstechnologien. Da die Instandhaltung aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit der Anlagen komplex und kostenintensiv ist, untersuchen die Wissenschaftler die Rahmenbedingungen für die Aufnahme und Aufbereitung von Lebenszyklusdaten als Grundlage für eine intelligente und bedarfsgerechte Wartung der Offshore-Windkraftanlagen.
Online-Ausbildung für Windenergie-Experten
Der Bau und die Wartung von Windkraftanlagen wird laut aktuellen Statistiken im nächsten Jahrzehnt europaweit rund 250.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Um den Bedarf an qualifizierten Ingenieuren zu decken, arbeitet das BIBA an innovativen Lösungen zur Online-Ausbildung und Weiterqualifizierung durch Simulationen und „Serious Games“, in denen neue Arbeitsumgebungen in einem geschützten Umfeld kennengelernt werden können.

Über das BIBA und BIK

Das 1981 gegründete Institut für Produktion und Logistik (BIBA) ist ein ingenieurwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität Bremen und zählt zu den größten Forschungseinrichtungen des Landes Bremen. Auf der Basis fundierter Grundlagenforschung betreibt das Institut sowohl anwendungsorientierte als auch industrielle Auftragsforschung in den Bereichen Produktion und Logistik in Branchen wie Automotive, Luftfahrt, Windenergie und Logistikdienstleistungen.
Das Institut für integrierte Produktentwicklung (BIK) beschäftigt sich neben seinen Aufgaben in der Lehre mit unterschiedlichen anwendungsorientierten Forschungsfragestellungen. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Produkt- und Prozessentwicklung im Zusammenhang mit Faser-Kunststoff-Verbunden.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA)
Dipl.-Wi.-Ing. Marco Lewandowski
Telefon: 0421 218-50122
E-Mail: windenergie@biba.uni-bremen.de

Meike Mossig | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de
http://www.biba.uni-bremen.de/fotoswindforce2012.html

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Im Focus: Miniatur-Doppelverglasung: Wärmeisolierendes und gleichzeitig wärmeleitendes Material entwickelt

Styropor oder Kupfer – beide Materialien weisen stark unterschiedliche Eigenschaften auf, was ihre Fähigkeit betrifft, Wärme zu leiten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz und der Universität Bayreuth haben nun gemeinsam ein neuartiges, extrem dünnes und transparentes Material entwickelt und charakterisiert, welches richtungsabhängig unterschiedliche Wärmeleiteigenschaften aufweist. Während es in einer Richtung extrem gut Wärme leiten kann, zeigt es in der anderen Richtung gute Wärmeisolation.

Wärmeisolation und Wärmeleitung spielen in unserem Alltag eine entscheidende Rolle – angefangen von Computerprozessoren, bei denen es wichtig ist, Wärme...

Im Focus: Miniature double glazing: Material developed which is heat-insulating and heat-conducting at the same time

Styrofoam or copper - both materials have very different properties with regard to their ability to conduct heat. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz and the University of Bayreuth have now jointly developed and characterized a novel, extremely thin and transparent material that has different thermal conduction properties depending on the direction. While it can conduct heat extremely well in one direction, it shows good thermal insulation in the other direction.

Thermal insulation and thermal conduction play a crucial role in our everyday lives - from computer processors, where it is important to dissipate heat as...

Im Focus: Fraunhofer IAF errichtet ein Applikationslabor für Quantensensorik

Um den Transfer von Forschungsentwicklungen aus dem Bereich der Quantensensorik in industrielle Anwendungen voranzubringen, entsteht am Fraunhofer IAF ein Applikationslabor. Damit sollen interessierte Unternehmen und insbesondere regionale KMU sowie Start-ups die Möglichkeit erhalten, das Innovationspotenzial von Quantensensoren für ihre spezifischen Anforderungen zu evaluieren. Sowohl das Land Baden-Württemberg als auch die Fraunhofer-Gesellschaft fördern das auf vier Jahre angelegte Vorhaben mit jeweils einer Million Euro.

Das Applikationslabor wird im Rahmen des Fraunhofer-Leitprojekts »QMag«, kurz für Quantenmagnetometrie, errichtet. In dem Projekt entwickeln Forschende von...

Im Focus: Fraunhofer IAF establishes an application laboratory for quantum sensors

In order to advance the transfer of research developments from the field of quantum sensor technology into industrial applications, an application laboratory is being established at Fraunhofer IAF. This will enable interested companies and especially regional SMEs and start-ups to evaluate the innovation potential of quantum sensors for their specific requirements. Both the state of Baden-Württemberg and the Fraunhofer-Gesellschaft are supporting the four-year project with one million euros each.

The application laboratory is being set up as part of the Fraunhofer lighthouse project »QMag«, short for quantum magnetometry. In this project, researchers...

Im Focus: Wie Zellen ihr Skelett bilden

Wissenschaftler erforschen die Entstehung sogenannter Mikrotubuli

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