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DFKI zeigt Einsatz Digitaler Produktgedächtnisse im Gesundheitsbereich

29.04.2010
Auf der Leitmesse für automatische Identifikation, der EURO ID, in der Veranstaltungshalle der Expo XXI in Köln (04.-06.05.2010) zeigt das DFKI an Stand B6, wie semantische Produktgedächtnisse die Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und Apothekern verbessern.

Medikamentenblister mit Produktgedächtnis unterstützen den Patienten bei der Einnahme von Arzneimitteln und erlauben neuartige Dienste und Anwendungsmöglichkeiten. Individuell konfigurierte Blister (Durchdrückverpackungen) enthalten auf einem RFID-Chip Informationen über ihre Zusammenstellung der Medikamente und die darin enthaltenen Wirkstoffe.

Im Zusammenspiel mit den externen Produktgedächtnissen anderer Arznei- oder auch Lebensmittel erhalten Ärzte, Apotheker und Patienten Hinweise auf mögliche Wechselwirkungen und Kontraindikationen. Produktgedächtnisse schaffen so mehr Sicherheit in der Medikation und tragen zur Verbesserung der Einnahmetreue („Compliance“) bei. Sensible Patientendaten sind geschützt; der Zugriff erfolgt über den neuen Personalausweis, mit dem der Patient „seine“ Daten bei Bedarf freigeben und auslesen kann. Durch ein innovatives Rollen- und Berechtigungskonzept für unterschiedliche Nutzergruppen ist der sichere Schutz sensibler persönlicher Daten gewährleistet.

Der Medikamentenblister mit Produktgedächtnis wird entwickelt im Technologieverbund SemProM (Semantic Product Memory), der von Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam getragen und innerhalb der Innovationsallianz Digitales Produktgedächtnis vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

SemProM hat sich zum Ziel gesetzt, die nächste Generation von mobilen, eingebetteten und funkbasierten Elementen zu entwickeln. Im Sinne eines „Internet der Dinge“ werden diese in der Lage sein, alle Bestands- und Betriebsdaten eines Produkts zu erfassen und sie mit der Umgebung, den Nutzern und anderen Produkten auszutauschen. Die beteiligten Projektpartner garantieren dabei die internationale Technologieführerschaft und eine praxisrelevante Umsetzung und Standardisierung der Ergebnisse in Zielbranchen wie Handel, Logistik, Gesundheitswesen und Automobilbau.

IKT-gestützte Logistik und Dienstleistungen rund um hochwertige Produkte, angefangen bei der Beratung über die Wartung und Reparatur, bis hin zum Recycling, sind in vielen Branchen zum wichtigsten Erfolgsfaktor geworden. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, werden Produktions- und Handelsunternehmen immer mehr darauf angewiesen sein, ein Produkt und seinen Lebenszyklus mit allen relevanten Daten erfassen und verfolgen zu können.

Projektkoordination:
Dr. Anselm Blocher
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Campus D3 2
66123 Saarbrücken
Tel.: +49 (0)681 302-5262
E-Mail: Anselm.Blocher@dfki.de
Kontakt auf der EURO ID:
Dr. Michael Schneider
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Campus D3 2
66123 Saarbrücken
Tel.: +49 (0)681 302-5329
E-Mail: Michael.Schneider@dfki.de

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.euro-id-messe.de
http://www.dfki.de
http://www.semprom.org

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