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Bewegung fördern – Gesundheit stärken

12.11.2009
Bewegung und Fitnessübungen gehören zu einer gesunden Lebensweise. Wer Menschen zu mehr Bewegung motiviert, fördert ihre Gesundheit. Das ­Fraunhofer IIS zeigt bei der MEDICA 2009 unterschiedliche Ansätze zur Erfassung, Auswertung und Beurteilung von Bewegung. Kleine technische Helfer liefern Vorschläge und Anleitungen zu Bewegungsübungen und geben direktes Feedback.

Wer bis ins hohe Alter mobil und körperlich aktiv ist, kann leichter unabhängig und selbstständig bleiben. Zudem wirkt sich die körperliche Aktivität positiv auf das Wohlbefinden aus. Das Fraunhofer IIS verstärkt seine Forschung im Bereich des Bewegungsmonitorings, der Klassifizierung und qualitativen Beurteilung von Bewegung mit dem Ziel, Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren und sie in ihrer Aktivität zu unterstützen.

Bei Unsicherheit bezüglich ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit oder der richtigen Ausführung von Fitness­übungen bieten kleine technische Helfer Unterstützung. Mit Hilfe der exakten Erfassung von Bewegungen und dem direkten Feedback an den Trainierenden kann sowohl die Angst vor falschem Training überwunden als auch Wissen zum richtigen Sport- und Bewegungsprogramm aufgebaut werden. Ergänzend dazu zeigt das Institut weitere Sensorik zur Erfassung unterschiedlicher Vitalparameter, um den gesundheitlichen Zustand und das aktuelle Maß der körperlichen Belastung zu erfassen.

ActiSENS ist ein Bewegungssensor, der über den ganzen Tag die Bewegungsaktivität des Trägers misst. Er wird am Gürtel getragen und ist etwa so groß wie ein Mobiltelefon. Der Sensor teilt die Aktivität in fünf Klassen ein: Gehen, Laufen, Fahrradfahren, Treppen hoch- und hinabsteigen und erkennt Inaktivität, wie beispielsweise Stehen, Sitzen oder Liegen. Jeder Bewegungsklasse sind Punkte zugeteilt: Laufen bringt mehr Punkte als Radfahren, Radfahren mehr als Gehen usw. Für Sitzen oder Aufzugfahren gibt es gar keine Punkte. Den ganzen Tag über summiert der Sensor die Punkte auf, und je mehr und je intensiver man sich bewegt, umso mehr Punkte sammelt man an. Damit gibt der Sensor eine objektive Rückmeldung zur persönlichen Bewegungsbilanz. Eine Anzeige direkt am Sensor gibt permanent Auskunft über die bisher angesammelten Punkte. Nachts um 24 Uhr stellt sich der Zähler automatisch wieder auf Null, und eine neue Runde beginnt. Ein Bluetooth-Modul ermöglicht die einfache Übertragung der Daten zu einem PC, wo die Daten noch detaillierter ausgewertet werden und sich beispielsweise Monatsübersichten darstellen lassen.

Ein weiteres System, der sogenannte Fitnessbegleiter, besteht aus einem Sensoranzug, um Bewegungen zu erfassen, einem T-Shirt zur Atemmessung und einem PDA. Der PDA dient als Benutzerinterface, wertet die gemessenen Daten aus, gibt dem Nutzer Rückmeldung zu seinen Aktivitäten und kann ihn bei Gymnastik- oder Reha-Übungen anleiten. Der Fitnessbegleiter ist so konzipiert, dass er überall eingesetzt werden kann. Er leistet einen Beitrag dazu, durch regelmäßige Bewegungsübungen die Fitness zu erhalten. Das beeinflusst den Gesundheitszustand positiv. Eine wichtige Zielgruppe für den Fitnessbegleiter ist die wachsende Gruppe der Senioren in unserer Gesellschaft. Um ihre Unabhängigkeit und Mobilität zu erhalten, sind hier ein Anreiz zu mehr Bewegung und die direkte Anleitung zu körperlichem Training von besonderer Bedeutung.

Ziel dieser beiden Entwicklungen ist es, die Anwender spielerisch zu mehr Bewegung zu motivieren und die motorische Leistungsfähigkeit zu steigern oder wenigstens zu erhalten. Einsatzgebiete sind beispielsweise Prävention oder Therapiebegleitung bei Adipositas und kardiovaskulären Erkrankungen, Bewegungsprogramme für Senioren oder Patienten, die sich in Rehabilitation befinden. Diese Angebote richten sich vorwiegend an Erwachsene. Da sich Bewegungsmangel und Adipositas zunehmend aber auch schon bei Kindern und Jugendlichen feststellen lassen, beteiligt sich das Fraunhofer IIS an Forschungsprojekten, um diese Anwendungen zum Beispiel durch die Kombination mit Spielen oder mit virtuellen Wettkämpfen im Internet auch für junge Zielgruppen attraktiv zu gestalten.

Besuchen Sie uns vom 18. bis 21. November auf der MEDICA 2009 in Düsseldorf: Halle 10 Stand F05.

Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mit dem Hauptsitz in Erlangen und weiteren Standorten in Nürnberg, Fürth, Ilmenau und Dresden ist heute das größte Fraunhofer-Institut in der Fraunhofer-Gesellschaft. Mit der Entwicklung der Audiocodierverfahren mp3 und MPEG AAC ist das Fraunhofer IIS weltweit bekannt geworden. In enger Kooperation mit den Auftraggebern aus der Industrie forschen und entwickeln die Wissenschaftler auf folgenden Gebieten: Digitaler Rundfunk, Audio- und Multimediatechnik, digitale Kinotechnik, Entwurfsautomatisierung, integrierte Schaltungen und Sensorsysteme, drahtgebundene, drahtlose und optische Netzwerke, Lokalisierung und Navigation, Hochgeschwindigkeitskameras, Ultrafeinfokus-Röntgentechnologie, Bildverarbeitung und Medizintechnik sowie Supply Chain Services. Rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Vertragsforschung für die Industrie, für Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das Budget von 80 Millionen Euro wird bis auf eine Grundfinanzierung in Höhe von weniger als 25 Prozent aus der Auftragsforschung finanziert.

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

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