Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HANNOVER MESSE 2002: COSYMAN ermöglicht das Probesitzen am Computer

10.04.2002


Ralph Jödicke vom Chemnitzer Institut für Mechatronik testet mit "Dynamicus" virtuelle Autositze.
Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold


COSYMAN ermöglicht das Probesitzen am Computer
Burscheider und Chemnitzer entwickelten Software zur Komfortsimulation von Pkw-Sitzen

In den Entwicklungslabors der Automobilindustrie herrscht heute die virtuelle Realität. Nicht in der Praxis realisierbare bzw. sehr komplizierte Testszenarien werden heute mit Computern völlig harmlos durchgeführt, denn als Testobjekte fungieren unter anderem "Computerpuppen", mit denen Versuche ergänzt bzw. sogar ganz eingespart werden können. Für Komfortuntersuchungen von Pkw-Sitzen entwickelten Mitarbeiter der Johnson Controls GmbH Burscheid, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung, und Forscher des Institutes für Mechatronik an der TU Chemnitz eine neue Lösung unter dem Namen "COSYMAN", mit der bereits im Entwurfsprozess weitergehende Komfortuntersuchungen durch Simulation durchgeführt werden können. Vom 15. bis 20. April 2002 stellen die Projektpartner COSYMAN auf der Hannover Messe (Halle 18, 1. Obergeschoss, Stand M 16, Gemeinschaftsstand "Forschungsland Sachsen") vor.

Schon seit längerer Zeit hat Johnson Controls ein selbst entwickeltes Simulationsprogramm im Einsatz, um den Sitzkomfort mit computergestützten Methoden zu optimieren. Die Weiterentwicklung des Programms hatte vor allem die Verbesserung des Menschmodells zum Ziel. Den richtigen Partner fand das Unternehmen dafür in Chemnitz am Institut für Mechatronik. Die Leistungsfähigkeit des hier verfügbaren 3D-MKS-Menschmodells "Dynamicus" und des Programmes "alaska" überzeugte Johnson Controls, einen Forschungsvertrag mit den Mechatronik-Experten abzuschließen und "Dynamicus" mit der firmeneigenen Simulationssoftware zu koppeln. Ergebnis ist eine spezielle Modellierung des Kontaktes zwischen Menschmodell und Sitzoberflächen an den Gesäß- und Rückenschalen. Mit der neuen Lösung COSYMAN, die Eigentum von Johnson Controls ist, sind jetzt auch Aussagen über das dynamische Verhalten des Mensch-Sitz-Systems möglich. Das Simulationsmodell COSYMAN ist dabei nicht fest vorgegeben, sondern kann zum Beispiel hinsichtlich Gewicht, Körpergröße und Haltung von den Sitzkonstrukteuren frei definiert werden.

Weitere Informationen: Institut für Mechatronik e.V. an der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 88, 09126 Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 46 71, Fax (03 71) 5 31 - 46 69, E-Mail ifm@ifm.tu-chemnitz.de sowie Johnson Controls GmbH, Research & Development, Industriestraße 20-30, 51399 Burscheid, Telefon (02174) 65 - 38 74, Fax (02174) 65 - 38 79, 

Ralph Jödicke vom Chemnitzer Institut für Mechatronik testet mit "Dynamicus" virtuelle Autositze. Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/ifm
http://www.johnsoncontrols.com

Weitere Berichte zu: COSYMAN Mechatronik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Pollen-Taxi für Bakterien

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Biologische Signalprozesse in intelligenten Materialien

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics