Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stäbe machen Förderbänder stabiler

09.04.2002


Prof. Dr. Klaus Nendel präsentiert das neue Bandfödersystem - ein Kettengewirke mit integrierten Stäben. Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold


An der TU Chemnitz wurde ein neues Bandfödersystem entwickelt. Der Clou: Die in ein Kettengewirke integrierten Stäbe sorgen für eine gleichmäßige Lastverteilung des Transportgutes auf das Förderband. Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold


Chemnitzer Forscher entwickelten Bandfördersystem aus Kettengewirken und Stäben

Vom 15. bis 20. April 2002 stellen Forscher vom Institut für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik der TU Chemnitz auf der Hannover Messe (Halle 18, 1. Obergeschoss, Stand M 16, Gemeinschaftsstand "Forschungsland Sachsen") ein neues Bandfördersystem aus technischen Textilien vor, das sie gemeinsam mit dem Sächsischen Textilforschungsinstitut Chemnitz und der Sonderfertigung Metall- und Kunststofftechnik Röhrsdorf entwickelt haben. Der Fördergurt besteht aus einer netzartigen Textilbahn. In dieses so genannte Kettengewirke werden bereits beim Wirken in gleichem Abstand Stäbe eingearbeitet. Diese Stäbe gewährleisten eine gleichmäßige Kraftverteilung des zu transportierenden Stückgutes auf den Fördergurt. Außerdem verbessern sich dadurch die Laufeigenschaften des Bandförderers, da keine Reibungsverluste zwischen textilem Band und Antriebstrommel auftreten.

Anders als bei herkömmlichen Systemen lasten die Antriebskräfte nun nicht mehr auf dem Textilgurt, sondern werden von einem Zahnriemen auf die Stäbe übertragen. Allein das Gewicht des Transportgutes bestimmt die notwendige Festigkeit des Gurtes. Die neuartige Konstruktion ermöglicht einen viel schonenderen und spannungsärmeren Förderbetrieb, da die Textilgurte nicht vorgespannt werden müssen. Die Vorteile für das gesamte Fördersystem sind enorm: Zum einen werden sowohl die Förderbänder als auch der Antrieb weniger verschlissen und haben somit eine längere Lebensdauer. Zum anderen verhindern die beidseitig überstehenden Stäbe, dass die Gurte seitlich weglaufen oder verrutschen und sich womöglich an den Kanten abnutzen.

Die Chemnitzer Produkt- und Verfahrensinnovation für Prozessbandförderer ist patentiert. Erste Tests haben gezeigt, dass sich diese mit Querstäben verstärkten Transportgurte ebenso hervorragend in der Textil-, Papier- und der Nahrungsmittelindustrie einsetzen lassen wie auch in der Umwelttechnik sowie in Kühl- und Gefrieranlagen. So wurde das Bandfördersystem beispielsweise in der Bürstenfabrik Schönheide erfolgreich getestet: Hier erfolgte ein Einsatz als Kühlband für den Transport von Bürstenteilen, die nach dem Spritzgießen zur nächsten Bearbeitungsstation gebracht werden müssen.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Aktuelle Pressemitteilungen der

Weitere Berichte zu: Bandfördersystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Erfolgreiche Premiere: dormakaba mit der digitalBAU zufrieden
26.02.2020 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Cobot-Assistenz in der Montage: Flexible Lösungen für den Mittelstand auf der Hannover Messe 2020
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Im Focus: From China to the South Pole: Joining forces to solve the neutrino mass puzzle

Study by Mainz physicists indicates that the next generation of neutrino experiments may well find the answer to one of the most pressing issues in neutrino physics

Among the most exciting challenges in modern physics is the identification of the neutrino mass ordering. Physicists from the Cluster of Excellence PRISMA+ at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IGF macht's möglich: Lemgoer Forschungsteam entwickelt neues Verfahren zur Abwehr von Noroviren auf Obst und Gemüse

26.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wege im Kampf gegen die Parkinson-Krankheit: HZDR-Forscher entwickeln Radiotracer für die Differentialdiagnostik

26.02.2020 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics