Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Platintiegel fürs Labor und ein Katalysator gegen Lachgas

29.05.2006


Neue Paltintiegel fürs Labor


• Dispersionsgehärtetes Platin etabliert sich als Gerätematerial
• Platintiegel in Größen von Fingerhüten bis Weinfässer

... mehr zu:
»Edelmetall »Katalysator »Labor »Platin

• Katalysator senkt Lachgasemission um 90 %

Eine neue Generation von Platintiegeln für den chemischen Laborbereich und einem umweltschonenden Katalysator für die Düngemittelherstellung präsentierte der Edelmetallspezialist W. C. Heraeus auf der Achema 2006, der weltgrößten Messe für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie in Frankfurt am Main. Heraeus zählt bei der Herstellung von Laborgeräten aus Edelmetallen in Deutschland und Europa zu den Marktführern. Tiegel, Abgießschalen oder Schiffchen aus Edelmetallen wie Platin gehören in der Analytik zu den Standardlaborgeräten für die Probenherstellung zur Röntgenfluoreszenz-Analyse (RFA), für Mikroanalysen, für Schmelzaufschlüsse und für Veraschungen. Platinprodukte werden zudem zum Ziehen von Einkristallen für die Optik- und Laserindustrie benötigt.


Platin unentbehrliches Gerätematerial für das chemische Labor

Gute chemische Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien, hohe Schmelzpunkte und Stabilität bei hohen Temperaturen sind wesentliche Merkmale, die Platin und Platinlegierungen seit Jahrzehnten als Laborgerätematerial auszeichnen. Mit einer hohen Fertigungstiefe produziert Heraeus in Hanau Standardausführungen und Sonderanfertigungen von Laborgeräten mit verschiedensten Abmessungen.

Von großer Bedeutung für die erfolgreiche Benutzung von Laborgeräten ist die Wahl des geeigneten Werkstoffs und deren richtige Handhabung im Laboralltag (z. B. Vermeidung von Verunreinigungen mit Platingiften wie Schwefel, Kohlenstoff oder Zinn). Labor- und Analysentechniker steht eine variantenreiche Bandbreite von Materialien und Gerätegrößen zur Auswahl. Platintiegel werden variabel in Größen zwischen „Fingerhut“ und „Weinfass“ kundenspezifisch hergestellt.

Mit dispersionsgehärtetem Platin (DPH) hat Heraeus eine Werkstoffklasse für Laborgeräte etabliert, die in enger Zusammenarbeit mit Kunden in der Industrie und in analytischen Labors entstanden ist. DPH-Werkstoffe sind im Vergleich zu reinem Platin und zu den mischkristallverfestigten Platin-Legierungen korrosionsbeständiger und widerstandsfähiger gegen thermische und mechanische Belastung. Der Werkstoff ist vor allem dort gefragt, wo die Tiegel eine lange Lebensdauer, Hochtemperaturfestigkeit sowie Korrosions- und Formstabilität aufweisen sollen. Dispersionsgehärtetes Platin wird in der Glasindustrie und im Labor für Feedersysteme, Rührer, Plunger, Glasfaserdüsen, Tiegel oder Schalen verwendet. Auch zur Einkristallzucht in oxidierenden Atmosphären ist Platin-DPH geeignet.

Rote Karte für das Treibhausgas Lachgas

Heraeus ist in der Fertigung von Edelmetall-Katalysatoren für die Düngemittelherstellung (“Ammoniakverbrennung“) in der chemischen Industrie weltweit führend. Zum Einsatz kommen beispielsweise Katalysatoren aus Platinlegierungen in Form von gewirkten Netzen mit bis zu sechs Metern Durchmesser. Bei der Ammoniakverbrennung entsteht jedoch bisher auch das ozonschädigende Lachgas, ein Treibhausgas, das 310 mal schädlicher als Kohlendioxid wirkt. W. C. Heraeus hat einen neuartigen Mehrstufen-Katalysator entwickelt, mit dem bereits die Entstehung von Lachgas deutlich reduziert werden kann. Entscheidend an der Innovation ist ein nachgeschalteter Sekundär-Katalysator, der freigesetztes Lachgas gezielt zerstört. In Kombination mit den direkt darüber liegenden Platin-Netzen wird die Emission des Treibhausgases um über 90 Prozent gesenkt. Bei rund 1,2 Millionen Tonnen Lachgas, die pro Jahr bei der Düngemittelherstellung bislang freigesetzt werden, schont die Heraeus-Innovation die Umwelt damit erheblich. Die Neuentwicklung ist sehr gut vom Markt angenommen worden, trägt sie doch dazu bei, die international geltenden Emissionsgrenzwerte („Kyoto-Protokoll“) von Lachgas einzuhalten.

Die W. C. Heraeus GmbH verarbeitet weltweit die Edelmetalle Gold, Silber und Platin und andere Platingruppenmetallen sowie die Sondermetalle Rhenium, Tantal, Niob und Beryllium primär zu industriellen Produkten für die Automobil-, Halbleiter-, Elektronik- und Medizinindustrie. Ein globaler Verbund aus über 30 Gesellschaften umfasst Fertigungsstätten für alle Stufen der Edelmetallgewinnung und -verarbeitung. W. C. Heraeus nimmt im industriellen Edelmetallhandel international eine herausragende Position ein.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Sensoren, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz von über 9 Milliarden Euro und weltweit mehr als 10.600 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit 150 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ansprechpartner: W. C. Heraeus
Stefan Lang
Phone +49 (0) 6181.35-3740
Fax +49 (0) 6181.35-8620

Dr. Uwe Jantsch
Tel. +49 (0) 6181.35-5279
Fax +49 (0) 6181.35-3533
W. C. Heraeus GmbH
Engineered Materials Technology
Heraeusstr. 12 – 14
63450 Hanau, Germany
precious-metals-technology@heraeus.com

Dr. Jörg Wetterau
Konzernkommunikation
Manager Technologiekommunikation
Heraeus Holding GmbH
Heraeusstraße 12-14
63450 Hanau
Tel. +49 (0) 6181.35-5706
Fax. +49(0) 6181.35-4242
Joerg.wetterau@heraeus.com

Dr. Jörg Wetterau | Heraeus
Weitere Informationen:
http://www.wc-heraeus.com/precious-metals-technology

Weitere Berichte zu: Edelmetall Katalysator Labor Platin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht dormakaba auf der Messe digitalBAU 2019: Digitale Lösungen für smarte und sichere Zutrittslösungen
28.11.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Mobiler Verdrahtungsprofi
28.11.2019 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

„Daten sind Macht“: be top Magazin mit neuer Ausgabe

11.12.2019 | Unternehmensmeldung

Rekordspende beim Rittal Cup: Kicken für den guten Zweck

11.12.2019 | Unternehmensmeldung

Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

11.12.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics