Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Biotechnologie schafft intelligente Integration des Umweltschutzes in Produktionsprozesse"

08.10.2001


Deutsche Bundesstiftung Umwelt auf der Biotechnica in Hannover - Zehn innovative Projekte präsentieren sich auf DBU-Messestand

Zehn innovative Ideen, das Wissen der Natur in Produktionsprozesse zu integrieren und damit Ressourcen zu schonen, präsentiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, ab morgen (9. Oktober) bis zum 11. Oktober auf der Biotechnica in Hannover (Messegelände, Halle 3, Stand B10). "Schon frühzeitig hat die DBU einen Förderschwerpunkt Biotechnologie ausgerufen, um den Wissensschatz, den die Natur uns bietet, zugunsten des Umweltschutzes in Produktionsprozesse einzubeziehen", betonte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Ergänzend zur Präsentation auf dem Messestand werde man am 11. Oktober in Halle 1, Saal Brüssel ein Symposium zum Thema "Fünf Jahre Integrierte Biotechnologie" (14 bis 17 Uhr) vor internationalem Publikum abhalten. Neben Experten aus ganz Deutschland würden hier auch Fachleute der DBU die bisherige Stiftungstätigkeit in diesem Wissenschaftsbereich erörtern.

Die Ideen der DBU-Projektpartner aus Forschung und Unternehmen seien weit gestreut. So entwickele zum Beispiel die Technische Universität Hamburg-Harburg gemeinsam mit vier weiteren Partnern aus der Forschung und der mittelständischen Wirtschaft ein Verfahren, welches durch den gezielten Einsatz von Enzymen den Wiederverwertungsprozess für Altpapier erheblich verbessern soll. "Von 15 Millionen Tonnen Altpapier werden in Deutschland gegenwärtig etwa neun Tonnen verwertet; diese Quote wollen die Projektpartner deutlich steigern", erläuterte Brickwedde. Herkömmliche Verfahren entfernten erfolgreich die Farbstoffe aus dem Altpapier. Dies gehe jedoch zu Lasten der Faserfestigkeit und der Helligkeit des Papiers. Hier setzte man eine umweltbelastende Bleiche ein, um die Fasern wieder aufzuhellen. Das neue Verfahren ermögliche nun eine bessere Löslichkeit der Farbstoffe, ohne die Fasern anzugreifen. Auf das umweltbelastende Chemikalienbad könne so verzichtet werden. Die DBU fördert das Projekt mit über 600.000 Mark.

Die Universität Münster, Lehrstuhl für Analytische Chemie widme sich gemeinsam mit dem industriellen Partner, Leo Kübler GmbH aus Karlsruhe, der Bestimmung der Zuckerkonzentration bei der Weinbereitung. Zucker spiele hier eine wesentliche Rolle: Zum einen beruhe die alkoholische Gärung auf dem Vorhandensein ausreichender Mengen vergärbarer Zucker, zum anderen stelle der Zuckergehalt des Weins ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar. Um die Gärung zu überwachen und gegebenenfalls eine Anreicherung während der Herstellung vornehmen zu können, müsse man die Zuckerkonzentration genau bestimmen. "Bisher stellte man diese unter Verwendung schwermetallhaltiger Chemikalien fest", sagte Brickwedde. Die Projektpartner hätten es sich zur Aufgabe gemacht, ein einfaches, auch von ungeschultem Personal zu bedienendes Handmessgerät zu entwickeln, welches die giftigen Analysestoffe überflüssig mache. Fehlgärungen seien so auf schnelle Weise zu analysieren und zu vermeiden. Die DBU unterstützt dieses Projekt mit knapp 280.000 Mark.

Die DBU fördert im Bereich der Biotechnologie zwei wichtige Verbünde von Industrie und Forschung. Dem Verbund Biokatalyse in der Biotechnologie gehören 32 Gruppen aus Hochschulen und mittelständischen Unternehmen an. Ebenso wie die 35 Partner des Verbundes Sensorik in der Biotechnologie habe man es sich zur Aufgabe gemacht, mithilfe des Know-hows der Biotechnologie Rohstoff- und Energieeinsatz in Produktionsprozessen zu minimieren, Prozessabfälle zu vermindern oder noch besser zu vermeiden sowie anfallende Abfälle im Produktionsverbund zu verwerten. Das Gesamt-Fördervolumen dieser beiden Verbünde beläuft sich auf 14.154.676 Mark.

Kontakt:

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Tel.: 0541/9633-521
Fax: 0541/9633-198
E-Mail: fg.elpers@dbu.de

Franz-Georg Elpers | ots

Weitere Berichte zu: Biotechnologie DBU Produktionsprozesse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer: What’s next?
16.07.2019 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht GFOS auf der Zukunft Personal Europe: Workforce Management weitergedacht
16.07.2019 | GFOS mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

Die Anpassung der Wärmeleitfähigkeit von Materialien ist eine aktuelle Herausforderung in den Nanowissenschaften. Forschende der Universität Basel haben mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und Spanien gezeigt, dass sich allein durch die Anordnung von Atomen in Nanodrähten atomare Vibrationen steuern lassen, welche die Wärmeleitfähigkeit bestimmen. Die Wissenschaftler veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachblatt «Nano Letters».

In der Elektronik- und Computerindustrie werden die Komponenten immer kleiner und leistungsfähiger. Problematisch ist dabei die Wärmeentwicklung, die durch...

Im Focus: Better thermal conductivity by adjusting the arrangement of atoms

Adjusting the thermal conductivity of materials is one of the challenges nanoscience is currently facing. Together with colleagues from the Netherlands and Spain, researchers from the University of Basel have shown that the atomic vibrations that determine heat generation in nanowires can be controlled through the arrangement of atoms alone. The scientists will publish the results shortly in the journal Nano Letters.

In the electronics and computer industry, components are becoming ever smaller and more powerful. However, there are problems with the heat generation. It is...

Im Focus: Nanopartikel mit neuartigen elektronischen Eigenschaften

Forscher der FAU haben Konzept zur Steuerung von Nanopartikeln entwickelt

Die optischen und elektronischen Eigenschaften von Aluminiumoxid-Nanopartikeln, die eigentlich elektronisch inert und optisch inaktiv sind, können gesteuert...

Im Focus: First-ever visualizations of electrical gating effects on electronic structure

Scientists have visualised the electronic structure in a microelectronic device for the first time, opening up opportunities for finely-tuned high performance electronic devices.

Physicists from the University of Warwick and the University of Washington have developed a technique to measure the energy and momentum of electrons in...

Im Focus: Neues Verfahren für den Kampf gegen Viren

Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft in Sulzbach und Regensburg arbeiten im Projekt ViroSens gemeinsam mit Industriepartnern an einem neuartigen Analyseverfahren, um die Wirksamkeitsprüfung von Impfstoffen effizienter und kostengünstiger zu machen. Die Methode kombiniert elektrochemische Sensorik und Biotechnologie und ermöglicht erstmals eine komplett automatisierte Analyse des Infektionszustands von Testzellen.

Die Meisten sehen Impfungen als einen Segen der modernen Medizin, da sie vor gefährlichen Viruserkrankungen schützen. Doch bevor es ein Impfstoff in die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Testzone für die KI-gestützte Produktion

18.07.2019 | Veranstaltungen

„World Brain Day“ zum Thema Migräne: individualisierte Therapie statt Schmerzmittelübergebrauch

18.07.2019 | Veranstaltungen

Kosmos-Konferenz: Navigating the Sustainability Transformation in the 21st Century

17.07.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielfältiger einsetzbare Materialien

19.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Regulation des Wurzelwachstums aus der Ferne

19.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

19.07.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics