Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IAA PKW 2005: Künstliche Intelligenz als Innovationsmotor der Automobilindustrie

07.09.2005


Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme - Präsentation auf dem 2. Saarbrücker IT-Dialog "Das 100% sichere Auto" auf der IAA



Das Auto der Zukunft soll sicherer werden. Zum Beispiel soll es gefährliche Situationen selbst erkennen und den Fahrer rechtzeitig warnen. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt dafür intelligente Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA PKW 2005) in Frankfurt stellt Dr. Tilman Becker, Projektmanager und Senior Researcher am DFKI im Rahmen seines Vortrags "Intelligente Fahrer-Assistenzsysteme" aktuelle Forschungsergebnisse vor.

... mehr zu:
»Automobilindustrie »DFKI »IAA »Intelligenz »PKW


Das DFKI arbeitet seit Jahren mit Partnern aus der Automobilbranche an intelligenten Fahrer-Assistenz-Systemen, um dem wachsenden Komfort- und Sicherheitsbedürfnis der Kunden zu entsprechen. Die Liste der DFKI-Kunden aus dem Bereich Automotive umfasst Unternehmen wie DaimlerChrysler, BMW, Porsche, VW, Audi, Bosch, DEKRA. Die Forschungsergebnisse aus dem Bereich der multimodalen, intelligenten Benutzerschnittstellen finden über einen intensiven Technologietransfer Eingang in die Fahrzeuge der nächsten Generation. Hierzu einige Beispiele:

Autos, die mitdenken und kommunizieren

Das DFKI arbeitet unter anderem am "Telematischen Horizont". Darunter versteht man die Fähigkeit, die Sensorik vorausfahrender Fahrzeuge über Funktechnologien (Car to Car Communication) mit zu benutzen. Ein Autofahrer ist dadurch zum Beispiel in der Lage, um "Kurven herumzuschauen". Vor Gefahren wie einem Stauende oder einer glatten Fahrbahn wird er von den vorausfahrenden Fahrzeugen rechtzeitig gewarnt. Eine ähnliche Technik soll künftig eingesetzt werden, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Durch die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen kann ein vorausfahrendes Auto z.B. davor warnen, dass ein LKW hinter einer Kurve unerwartet nach links ausschert. Denkbar wäre sogar, dass das hinterher fahrende Fahrzeug durch eine elektronische Steuerung, die per Funk ausgelöst wird, frühzeitig automatisch abgebremst wird, um einen Unfall zu verhindern. Auch im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts "SmartWeb", wird untersucht, wie Fahrzeuge bzw. Fahrer durch Kommunikation Unfälle verhindern können. Ein vorausfahrendes Fahrzeug stellt zum Beispiel fest, dass die Gefahr von Aquaplaning besteht. Die Warnung davor kann über die spontane Funkvernetzung von Fahrzeugen per Sprachbefehl an einen dahinter fahrenden Motorradfahrer übertragen werden. Beide Fahrzeuge werden dabei über ihre GPS-Koordinaten lokalisiert, so dass man berechnen kann, ob ihr Abstand voneinander weniger als 100 Meter beträgt. Mithilfe von SmartWeb erhält der Motorradfahrer, obwohl sein Fahrzeug keinen eigenen Sensor hat, die Warnung vor Aquaplaning. Über Kopfhörer erhält er per Sprachsynthese den Warnhinweis: "Achtung, in 100 Metern Aquaplaning-Gefahr!".

Mobile Breitbandkommunikation im Fahrzeug

Im Rahmen der "Multimedia Initiative" des Ministeriums für Wirtschaft des Saarlandes arbeitet das DFKI eng mit der Deutschen Telekom zusammen. In Saarbrücken wurde das erste groß angelegte UMTS Test- und Evaluationszentrum eingerichtet, in dem im Projekt "UMTS-DoIT" auch Automobil-Anwendungen entwickelt, getestet und genutzt werden. Auf der von T-Mobile bereit gestellten Infrastruktur wurden bereits mehrere innovative UMTS-Anwendungskonzepte und Prototypen wie z.B. "Lindner Travel Guide", "AllergieChecker" und "Personal Multimedia Acces" erstellt. Ein Linienbus wurde zum fahrenden Hotspot ausgebaut, so dass der Fahrgast während der Fahrt im Internet surfen konnte und z.B. Zugriff auf seine Emails hatte.

Dr. Tilman Becker wird "Intelligente Fahrer-Assistenzsysteme" im 2. Saarbrücker IT-Dialog Automobilindustrie auf der IAA PKW 2005 am 16. September gegen 12:00 Uhr vorstellen. Weitere Informationen erhalten Sie am saarländischen Gemeinschaftsstand (Halle 4.1, Stand E 15).

Im 2. Saarbrücker IT-Dialog Automobilindustrie "Innovationseinblicke in das 100% sichere Auto im Saarland" geht es außerdem um sichere Hard- und Softwaresysteme im Fahrzeug, um Echtzeit-Visualisierung von Automodellen sowie um die Regelung und Steuerung aktiver Fahrwerkskomponenten.

Das ausführliche Programm des Symposiums mit Experten aus Wissenschaft und Industrie steht unter: www.informatik-saarland.de/001.AktuellTop/

Kontakt:

Reinhard Karger
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Tel.: 0681/302-5253
Email: reinhard.karger@dfki.de

Friederike Meyer zu Tittingdorf
Kompetenzzentrum Informatik an der Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-58099
Email: presse@cs.uni-sb.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.informatik-saarland.de

Weitere Berichte zu: Automobilindustrie DFKI IAA Intelligenz PKW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics