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Beraten, Entwickeln, Umsetzen - Die Fraunhofer-Gesellschaft auf der FachPack 2001

09.08.2001


In Halle 6, Stand 321 werden neue Entwicklungen und ein breites Dienstleistungsangebot rund um die Verpackung vorgestellt.

Unter dem Motto Beraten, Entwickeln, Umsetzen präsentieren sich in Halle 6, Stand 321 auf der FachPack in Nürnberg das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV mit seiner Außenstelle dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik AVV.

Vorgestellt werden die neuesten Entwicklungen und ein breites Dienstleistungsangebot rund um die Verpackung.

Fraunhofer IML

Zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Logistiksystemen hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML ein umfangreiches und bedienungsfreundliches Softwarepaket entwickelt, welches kundenindividuelle Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Am Stand wird eine Demoversion und auf Wunsch eine individuelle Darstellung für einzelne Kunden vorgeführt.

Fragestellungen zu dem Themenkomplex Produktempfindlichkeit - Verpackung - Ladeeinheit - Ladungssicherung werden vom Expertenteam des Verpackungsprüflabors des Fraunhofer IML in einem ganzheitlichem Ansatz angegangen. Ziel dieser Vorgehensweise ist die Integration der Verpackung und/oder des Verpackungssystems in die logistische Kette unter Berücksichtigung distributionsspezifischer Belastungsprofile.

Im Vordergrund der diesjährigen Messe stehen neue Ansätze zur Entwicklung von Verpackungen und Verpackungssystemen für den elektronischen Handel via Internet.

Wie im elektronischen Handel (E-Commerce) eine optimale Kundenbelieferung gewährleistet werden kann, stellt das Fraunhofer IML für den Internetversand und die darauf ausgerichteten Logistikprozesse vor.

Fraunhofer IVV und Fraunhofer AVV

Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV mit seinem Anwendungszentrum für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik AVV arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung und Optimierung von Verpackungsmaterialien und verpackungstechnischen Prozessen.

Auf dem Stand der FachPack 2001 stellt das Fraunhofer IVV erstmals seine neuen transparenten Lichtschutzverpackungen vor. Natürliche Farbstoffe dienen dabei als Lichtfilter. So können selbst lichtanfällige Produkte in transparenten oder teiltransparenten Verpackungen optimal geschützt werden. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt am Fraunhofer IVV ist der Bereich "active packaging". In Zusammenarbeit mit der Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung IVLV wird das Fraunhofer IVV in Freising Testeinrichtungen aufbauen, um einerseits Packstoffe hinsichtlich ihrer Sauerstoff-Zehrkapazität und Sauerstoffkinetik zu charakterisieren. Andererseits werden reale Füllgüter in sauerstoffbindenden Verpackungen überwacht und die Auswirkungen auf die Füllgutqualität ermittelt. Ab Mitte 2002 können sich Hersteller so beim Fraunhofer IVV Entscheidungshilfen für die füllgutspezifische Verwendung von Verpackungen mit Sauerstoffbindern und für deren konkrete Packmittelgestaltung besorgen. Bereits auf der diesjährigen FachPack können sich Interessenten über das Leistungsangebot dieses Testzentrums informieren.

Das Fraunhofer IVV entwickelt Funktionsfolien für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. Durch vakuumbeschichtete Barrierefolien mit dünn aufgetragenen Funktionsschichten ist es am Fraunhofer IVV gelungen, die Durchlässigkeit von Gasen, Wasserdampf, Chemikalien und Aromastoffen bei Kunststofffolien drastisch zu verringern.

Wer einen kompetenten Ansprechpartner für die Analytik von Packstoffen sucht, findet beim Fraunhofer IVV ein breites Dienstleistungsspektrum. Das Angebot reicht von der Permeation und Migration über Wechselwirkungen zwischen Verpackung und Füllgut bis hin zur sensorischen Prüfung von Packmitteln und Bedarfsgegenständen und deren lebensmittelrechtlichen Konformität. Die Dienstleistungen zur Qualitätssicherung sind akkreditiert.

Das Fraunhofer AVV stellt sich in diesem Jahr mit einem Kurzfilm am Stand vor. Kernstück des Kurzfilms ist ein neuer Bahnlaufversuchsstand. Er arbeitet nach dem Prinzip eines Umwicklers. Packstoffrollen bis zu einem maximalen Rollendurchmesser von 650 mm und Bahnbreiten bis maximal 500 mm können dort verarbeitet werden. Alle gängigen Packstoffarten können damit untersucht werden. Es ist möglich, verschiedene Betriebsarten, wie kontinuierlich und diskontinuierlich, unter definierten Bahnspannungen zu simulieren. Mit dem Bahnlaufversuchsstand des Fraunhofer AVV können erstmals Packstoffmerkmale unter dynamischen Verarbeitungs- und Prüfbedingungen ermittelt und das Laufverhalten von flexiblen Packstoffen beurteilt werden.

Karin Agulla | idw
Weitere Informationen:
http://www.ivv.fhg.de,/

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