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Ortungssystem schützt vor Handy-Spionage

30.09.2004


Die Fachhochschule Gelsenkirchen präsentiert vom 05. bis zum 08. Oktober auf der Security-Messe in Essen das weltweit erste Funkdetektivsystem, das unerlaubte Telefonverbindungen schon beim Aufbau von Verbindungen genau ortet.



Das Gelsenkirchener Ortungssystem "Handy-Scout" spürt unerlaubte Funkaussendungen von Handys auf. Entwickelt wurde es an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Zu sehen ist es vom 05. bis zum 08. Oktober auf der Security-Messe in Essen. Foto/Montage: FHG

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»Handy »Mobiltelefon »Ortungssystem

Der Gebrauch von Mobiltelefonen ist heutzutage beinahe an jedem Ort möglich. Telefonieren oder gar Fotografieren mit einem Kamera-Handy sind jedoch nicht überall erlaubt. So dürfen aus Werkhallen keine Produktionsdaten an Unbefugte dringen und bei Konferenzen Außenstehende keine internen Informationen mithören. Bisher war es jedoch leicht möglich, Mobiltelefone in Besprechungs- oder Bürogebäuden unerkannt zum Abhören zu nutzen. Unterbunden werden konnte solche Handy-Spionage nur durch strenge Sicherheits-Kontrollen oder durch baulich aufwändig abgeschirmte Räume.

Einfache und mindestens ebenso sichere Abhilfe bietet jetzt ein neuartiges Ortungssystem aus Gelsenkirchen, das Handys bereits beim Aufbau einer Verbindung oder direkt beim Versenden von Kurznachrichten - den so genannten SMS - erkennt und genau ortet. Insbesondere werden sendende Kamera-Handys lokalisiert. Entwickelt hat das System mit Namen "Handy-Scout" Prof. Dr. Detlef Mansel vom Fachbereich Informatik der Fachhochschule Gelsenkirchen. Mansel: "Das System bietet den Vorteil, dass Geschäftspartner nicht zur Abgabe ihrer Mobiltelefone aufgefordert werden müssen, aber eine unerlaubte Nutzung dennoch bemerkt wird. Außerdem kann den Unternehmensmitarbeitern trotz generellem Handyverbot SMS-Verkehr gestattet werden, damit sie auch am Arbeitsplatz erreichbar sind." Das System arbeitet rund um die Uhr und ohne zusätzlichen Personaleinsatz und es entsteht keine zusätzliche Strahlenbelastung. Einfach zu installierende Richtantennen nehmen die Funkwellen eines sendenden Mobiltelefons auf. Ein Computersystem errechnet in weniger als einer Minute den Standort des Handys. Da es auschließlich um die Ortung von Funkaussendungen geht, werden keine Informationen abgehört, so dass Datenschutzbelange nicht berührt werden. Zur Marktreife gebracht haben Prof. Mansel und sein Team das System mit Unterstützung von TecMedic, einer Tochtergesellschaft der Hochschule. Wie genau das Ortungssystem "Handy-Scout" funktioniert, können die Besucherinnen und Besucher der Security-Messe 2004 vom 05. bis zum 08. Oktober in Essen testen. Am Stand der Fachhochschule Gelsenkirchen in Halle 5, Stand 308 wird gezeigt, wie das System über einem Konferenztisch platzgenau jeden Handynutzer ortet. Prof. Mansel hatte bereits vor drei Jahren ein Mobilfunk-Überwachungssystem entwickelt, mit dem unerlaubte Telefongespräche in Justizvollzugsanstalten lokalisiert und gestoppt werden können.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Detlef Mansel, Fachbereich Informatik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-404 oder 9596-483 (Dekanatssekretariat), Telefax (0209) 9596-769, E-Mail detlef.mansel@informatik.fh-gelsenkirchen.de

Messekontakt

Security-Messe Essen 2004
05. bis 08. Oktober 2004
jeweils 9 bis 18 Uhr
Messe Essen
Halle 5, Stand 308
Während der Messe stehen Ihnen Prof. Dr. Detlef Mansel oder seine Mitarbeiter gerne zur Verfügung.

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de

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